Wundertüte mit Knalleffekt

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Tuchels Wundertüte mit Knalleffekt

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„Wo hat Tuchel den denn her?“

Das fragte sich am Mittwoch-Abend nicht nur die „Bild“.

Denn Shawn Parker, der Matchwinner der Mainzer beim 3:1 im Derby gegen Eintracht Frankfurt, war vorher nur Insidern ein Begriff.

Zwei Minuten Erfahrung

Für gewöhnlich stürmt der 19-Jährige nämlich bei den Amateuren in der vierten Liga. Nur einmal durfte er davor Bundesliga-Luft schnuppern.

Zwei Minuten lang im Heimspiel gegen Hoffenheim Ende Oktober.

„Wie eine Wundertüte“

Diesmal durfte der Sohn eines US-Soldaten aber von Beginn an ran. „Es war Zeit, es mal auszuprobieren“, so Trainer Thomas Tuchel trocken.

Doch auch er muss zugeben: „Es war ein bisschen wie eine Wundertüte. Wir wussten ja nicht genau, wo Shawn im Bundesliga-Vergleich wirklich steht, wie er auf dieses Spieltempo reagiert und auf die besondere Kulisse im Derby.“

Ein Assist, ein Tor

Nach dem Schlusspfiff war dann aber klar, wo der Angreifer steht – mitten im Rampenlicht.

In der 18. Minute der Assist zum Führungstreffer von Andreas Ivanschitz, in der 42. Minute das 2:0 selbst erzielt, in der 47. Minute nur an der Latte gescheitert, in der 68. Minute unter frenetischem Jubel der Gäste-Fans ausgewechselt. Dieses Startelf-Debüt kann sich sehen lassen.

„Ziemlich überwältigend“

„Die ersten zehn Minuten des Spiels waren ehrlich gesagt ziemlich überwältigend, ich war etwas nervös, nach dem ersten Ballkontakt ging es dann aber wieder“, sagt der U20-Teamspieler – aber erst am Tag danach auf der Klub-Homepage. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff fehlte ihm noch der Mut, sich der wartenden Presse-Meute zu stellen.

Tuchel, und nicht nur er, sind jedenfalls ziemlich baff: „Es hat mich sehr beeindruckt, wie er das gelöst hat, das war wirklich große Klasse.“

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