Die Gewissheit war schnell da.
Nach nicht einmal einer Viertelstunde zeigte die Video-Wall in der "Keine-Sorgen-Arena" in Ried zum zweiten Mal den Spielstand: Die Austria führte bereits 3:0.
"Wir haben natürlich ein wenig auf die Mattersburger gehofft, aber wenn du siehst, dass es nach 15 Minuten 3:0 steht, schwindet die Hoffnung", bekam Kevin Kampl schnell mit, dass es aus der Sensation in Favoriten nichts wird.
Somit fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Red Bull Salzburg bei der SV Ried eine 2:0-Führung aus der Hand gab. Die Austria krönte sich mit einem 4:0 zum neuen österreichischen Meister, Salzburg hatte den Titelkampf endgültig verloren.
Würdigung des neuen Meisters
"Wir haben im Frühjahr noch einmal alles probiert und versucht Spannung reinzubringen, aber es hat nicht gereicht", fasste Andreas Ulmer zusammen.
Natürlich waren die Salzburger über diese Gewissheit enttäuscht, auf der anderen Seite konnten sie sich auf diesen Ausgang schon länger mental vorbereiten.
Denn die Austria fiel einfach nicht um. "Sie hat eine super Saison gespielt und ist verdient Meister. Wir haben auch eine super Saison gespielt, aber die Austria hat eben mehr Punkte gemacht. Da gibt es natürlich Glückwünsche von uns."
Am Sonntag kommt etwa die Austria nach Salzburg. Eine Möglichkeit, dem neuen Meister zu gratulieren, möglicherweise ihn gar durch ein Spalier zu würdigen.
Vielmehr aber die Möglichkeit, noch einen Punkterekord aufzustellen. Sollten die "Bullen" gewinnen, hätten sie mit 77 so viele Zähler wie nie zuvor gesammelt.
"Wenn wir am Sonntag das Spiel gegen die Austria ordentlich bestreiten, dann können wir positiv auf das Frühjahr zurückblicken", befand etwa Ulmer.
Dennoch positiver Blick zurück
Und auch andere malen nach dieser Spielzeit nicht schwarz. Auch wenn die Saison ohne Titel beendet wird, hat sich bei den "Bullen" einiges getan.
"Wir sind erst ein Jahr beisammen und man kann sich schon darauf freuen, was kommende Saison sein wird", ließ Ulmer erahnen, was in diesem Team steckt.
In nahezu jeder anderen Saison wären die Salzburger trotz massiven Umbruchs Meister geworden, dieses Mal war die Austria eben eine Klasse für sich.
"Bei einem Umbruch gibt es einfach Rückschläge, die man erleidet. Wir haben aber sehr viele Punkte geholt. Bitter, dass dann ein Team mehr hat", wusste Kampl.
Positives Fazit
Schmidt zog jedenfalls ein positives Fazit: "Man muss es einfach anerkennen. Wenn die Austria so eine Saison spielt und einen Punkterekord aufstellt, dann kann man als Red Bull Salzburg auch einmal als Zweiter durch das Ziel gehen. Was unser primäres Ziel angeht, da haben wir einmal den Anfang gemacht. Jetzt geht es darum, das eine oder andere im Detail besser zu machen."