Österreich Österreich AUT
Moldawien Moldawien MDA
Endstand
1:1
0:1, 1:0
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Geht's nicht ohne Alaba, Arnautovic und Co.?

Teamchef Ralf Rangnick hat durchaus Aufschlüsse für seine Startelf in Schweden gesammelt - leider andere als erhofft.

Geht's nicht ohne Alaba, Arnautovic und Co.? Foto: © GEPA

Geht's nicht ohne David Alaba, Marko Arnautovic und Marcel Sabitzer?

Dies war nach dem 1:1 des ÖFB-Teams im Test gegen die Republik Moldau eine der am öftesten gestellten Fragen nach dem Schlusspfiff, und man kann sie durchaus auf die ebenfalls eingewechselten Stammspieler Stefan Posch, Xaver Schlager und Christoph Baumgartner ausdehnen.

Nicht dass man nach dem enttäuschenden Auftritt gegen den Underdog von klassischen Gewinnern in Rot-Weiß-Rot sprechen konnte, aber die Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel war zu deutlich, um sie nicht an der Teilnahme des einen oder anderen namhaften ÖFB-Jokers festzumachen.

So mancher von ihnen hätte eigentlich geschont werden sollen, dies gilt zumindest für Alaba und Sabitzer.

Nicht die Aufschlüsse, die sich Rangnick vorgestellt hat

Da die etablierten Herren ran mussten, fielen potenzielle Alternativen um eine Länderspiel-Chance um. Von jenen, die eine bekamen, nutzten viele selbige nicht.

Es ist bezeichnend, dass Teamchef Ralf Rangnick im Hinblick auf das Schweden-Spiel zugeben muss:

"Wir haben heute einige Aufschlüsse für die Startformation bekommen, allerdings andere, als ich sie mir vorgestellt habe. Ich hätte gehofft, dass es mir der ein oder andere Spieler noch schwerer macht, was die Aufstellung für Dienstag angeht. Das war leider nicht der Fall."

Der Deutsche fand generell deutliche Worte und übte auch harte Kritik an so manchem Spieler.

Kein Qualifying

Im Vorfeld hatte der Deutsche noch von einem "Qualifying" für die Startelf beziehungsweise den Spieltagskader in Schweden gesprochen.

Man darf davon ausgehen, dass jene Elf, die am Donnerstag beim Schlusspfiff in Linz auf dem Feld stand, schon recht nah am Personal dran war, das am Dienstag in Stockholm auflaufen wird.

Ausnahmen wie Goalie Daniel Bachmann (Das sagt er zu seinem Fehler>>>), der von Alexander Schlager ersetzt werden wird, bestätigen die Regel. Links hinten werden wohl Maximilian Wöber oder Phillipp Mwene in die Mannschaft rücken und auch der zweite Innenverteidiger-Platz scheint offen.

Ansonsten gilt es wohl "nur" mehr einen Platz für den zur Pause ausgetauschten Konrad Laimer zu finden.

"Rookies" fallen um möglichen Einsatz um

Das war natürlich ganz anders geplant, denn auf der Bank fanden sich durchaus andere Akteure, die eine Länderspiel-Chance herbeigesehnt hätten - etwa die beiden potenziellen Debütanten Leopold Querfeld und Matthias Seidl oder Frankreich-Legionär Muhammed Cham.

Die "Rookies" durften nicht ran, weil die erste Halbzeit auch nach dem frühen "Eigentor" äußerst dürftig verlief. Dies bedeutet gleichzeitig, dass es diverse Kräfte verabsäumt haben, voranzugehen, die sich ansonsten an Alaba und Co. anhalten können, oder die überhaupt um ihre Zugehörigkeit zur Startelf rittern.

"Alle, die am Platz waren, können besser spielen und haben auch schon besser gespielt."

Florian Kainz

"Alle, die am Platz waren, können besser spielen und haben auch schon besser gespielt", muss Florian Kainz nach seinem 25. Länderspiel zugeben. Der Steirer ist Kapitän beim 1. FC Köln. Gegen Moldawien fiel es ihm schwer, Führungsqualitäten zu zeigen.

Aber da war er definitiv nicht der einzige. "Vielleicht haben ein, zwei Spieler gefehlt, die Verantwortung übernehmen und versuchen vorauszugehen", war Alabas Eindruck von draußen.

Alaba und Co. bringen Präsenz, Erfahrung, Sicherheit und Mut

Der Legionär bei Real Madrid ging nach seiner Einwechslung voran. Der 31-Jährige stellt sich ungern in den Mittelpunkt, aber dass seine Einwechslung genau wie jene der etablierten Kollegen dem ÖFB-Spiel gut tat, konnte er nicht abstreiten.

"Sicherlich besitzen Spieler wie Marko, Sabi oder ich eine Qualität, die dieser Mannschaft gut tut. Wir sind vielleicht auch mit unserer Präsenz und Erfahrung nicht so leicht zu ersetzen, wie man sich das vielleicht erhofft", erklärt Alaba, "wir bringen auch Sicherheit und Mut. Es ist sicherlich auch eine meiner Stärken, dass ich meine Mitspieler einfach mitziehe."

Auch wenn der Wiener gleichzeitig die hohe Qualität im Kader betont, so leicht wie erhofft sind die Stars des Aufgebots tatsächlich nicht zu ersetzen. Und Rangnick hatte tatsächlich gehofft. Denn schon am Tag zuvor verlautbarte er, Alaba und Sabitzer nur im Notfall einzuwechseln.

"Wir wussten schon vorher, dass sie gegen Schweden spielen werden. Ich hatte gehofft, dass wir sie nicht unbedingt brauchen. Aber dadurch, dass das Spiel zur Halbzeit 0:1 stand und wie die erste Halbzeit verlaufen ist, war es für mich notwendig und richtig, sie trotzdem zu bringen."

Ein Push

"Vor der Pause ist der Co-Trainer zu mir gekommen und hat gesagt, ich komme zur Halbzeit rein", schildert Alaba den überschaubar spannenden Prozess des Umdenkens des ÖFB-Betreuerstabs, was seinen Einsatz betrifft.

Angesichts des Schwungs der Anfangsphase des zweiten Durchgangs war es kein Zufall, dass bereits in Minute 50 der Ausgleich gelang. Danach klopfte das ÖFB-Team zwar an, legte jedoch nicht nach. So traf etwa Sabitzer nach Arnautovic-Vorlage nur die Stange.

"Dass sie wichtige Spieler für unsere Mannschaft sind, ist einfach Fakt. Dass sie uns gut tun, wenn sie am Platz stehen, ist auch Fakt."

Konrad Laimer

"Man hat gesehen, was sie bewirken können. Die zweite Halbzeit hat gezeigt, was für Topspieler sie sind und welcher Push durch die Mannschaft gegangen ist", lobt Nicolas Seiwald die prominenten Joker.

Laimer unterstreicht: "Das sind alles super individuelle Spieler und tragende Säulen. Da brauchen wir nicht drumherumreden. Dass sie wichtige Spieler für unsere Mannschaft sind, ist einfach Fakt. Dass sie uns gut tun, wenn sie am Platz stehen, ist auch Fakt."

Einiges nach Stockholm mitnehmen

Neben der Qualität der Wechselspieler half es natürlich auch, dass die Elf der zweiten Halbzeit eingespielter war als die Version in Halbzeit eins.

"Es wäre zu leicht, es nur darauf zu schieben, aber natürlich haben ein wenig die Abläufe gefehlt, die Gedanken vom anderen - was macht der und was macht der? Es war nicht so eingespielt wie sonst", moniert Laimer.

Dass Testspiele dann mitunter holprig werden, kommt vor. Auch wenn es so nicht angedacht war, vielleicht hat es im Hinblick auf Stockholm ja auch etwas Gutes, dass dann doch mehr Stammkräfte miteinander am Platz gestanden sind.

Mitnehmen könne man jedenfalls einiges, findet Alaba: "In der zweiten Halbzeit haben wir das Gesicht gezeigt, das man von uns gewohnt ist. Wir haben Charakter und Mut gezeigt, hätten uns das 2:1 verdient gehabt. Nichtsdestotrotz können wir sehr viel Positives mitnehmen - und das Negative gehört auch dazu, das nehmen wir ebenfalls mit."

@laola1 Unabhängig vom Unentschieden im Testspiel gegen Moldawien scheint die Stimmung und der Zusammenhalt innerhalb der 🇦🇹-Mannschaft 🔝zu sein. 😍⚽️ Verantwortlich dafür sind unter anderem auch Aktivitäten abseits des Platzes, wie der Teamabend vor dem Spiel gegen 🇲🇩wo sich das ÖFB-Team gemeinsam mit der Band AUT of ORDA auf die kommenden Aufgaben eingestimmt hat. 😎🙌 Welchen Eindruck vermittelt euch das Nationalteam momentan? 🇦🇹👀 #laola1 #l1 #wirlebensport #fussball #oefb #österreich #öfbteam #moldawien #mixedzone #davidalaba #konradlaimer #nicolasseiwald ♬ Originalton - Laola1.at das Sportportal

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