So "packen" es die ÖFB-Legionäre in Deutschland

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"Packing" sorgt für Furore!

Diese neuartige Analyse-Methode bereichert die Welt der Fußball-Statistiken, hebt sie tendenziell sogar auf ein neues Level.

Die Kernfrage: Wie viele Gegenspieler nimmt ein Akteur mit seinen Handlungen auf dem Feld aus dem Spiel - sei es mit Pässen, durch Balleroberungen oder als Anspielstation?

"Impect" erhebt diese Daten unter anderem für die deutsche Bundesliga, in der sich zahlreiche ÖFB-Legionäre tummeln. So schnitten David Alaba, Stefan Ilsanker und Co. bislang in dieser Saison ab:

DAVID ALABA (FC Bayern):

Unter Trainer Carlo Ancelotti wieder als linker Verteidiger eingesetzt, ist Alaba stark in die Saison gestartet. Mit Bayern in bislang allen Pflichtspielen unbesiegt, überzeugt er auch mit guten Werten. Im Schnitt überspielte er 49 Gegner. Der Bundesliga-Schnitt für Außenverteidiger liegt bei 30. Nicht nur im generellen Spielaufbau konnte Alaba überzeugen, er war auch immer wieder an gefährlichen Aktionen beteiligt, wie sein hoher Wert bei den überspielten Verteidigern (7 überspielte Verteidiger im Schnitt gegenüber dem Bundesliga-Positionsschnitt von 3) zeigt.

STEFAN ILSANKER (RB Leipzig):

Leipzigs Sechser Stefan Ilsanker überzeugt im Mittelfeld mit starken Balleroberungswerten. Er nahm gegen Dortmund die meisten Gegner durch Balleroberungen aus dem Spiel (49/Ligaschnitt: 17) und brachte gleichzeitig die meisten Mitspieler wieder hinter den Ball (48/Ligaschnitt: 18). So ist es nicht verwunderlich, dass er in Leipzigs Mittelfeld als Abräumer unverzichtbar ist. Aufsteiger Leipzig ist mit 7 Punkten nahezu optimal in der Bundesliga angekommen.

MARCEL SABITZER (RB Leipzig):

Leipzigs offensiver Mittelfeldspieler stand an den ersten drei Spieltagen in Leipzigs Startelf. Beim Debüt traf er zum späten Ausgleich gegen Hoffenheim, gegen Dortmund und Hamburg agierte er unauffälliger und machte jeweils nach gut einer Stunde Platz für eine Einwechslung. Lediglich seine Balleroberungswerte waren auffallend gut. Mit 19 durch Balleroberungen aus dem Spiel genommenen Gegnern lag er deutlich über dem Bundesliga-Schnitt (11) als Teil von Leipzigs Pressing-Maschine.

JULIAN BAUMGARTLINGER (Bayer Leverkusen):

Bayer Leverkusens Neuverpflichtung aus Mainz stand bereits in zwei der drei Bundesliga-Auftaktpartien in der Startelf. In Leverkusens Pressing-Spielstil kommt seine Stärke bei Balleroberungen zu tragen. Er gehörte in der letzten Bundesliga-Saison zu den besten Sechsern im Bereich Packing-Balleroberungswerte - das heißt, er nahm besonders viele Gegner durch Balleroberungen aus dem Spiel.

MARKUS SUTTNER (Ingolstadt):

Ingolstadts Linksverteidiger ist gut in die Saison gestartet. Er überspielt im Schnitt 48 Gegenspieler (Bundesliga-Schnitt 30). Zudem überzeugt er mit sehr guten defensiven Balleroberungswerten.

LUKAS HINTERSEER (Ingolstadt):

Suttners Teamkollege kommt bislang nur auf Kurzeinsätze, konnte sich dabei aber bereits im ersten Spiel als Torschütze eintragen.

 

MARTIN HINTEREGGER (FC Augsburg):

Bei seinem Startelf-Debüt für Augsburg am 2. Spieltag mit Licht und Schatten. In der Spieleröffnung stark mit 50 überspielten Gegnern (Bundesliga-Schnitt für Innenverteidiger: 33), davon 7 Verteidiger. Gleichzeitig verschuldete er aber auch den Elfmeter, den Bremen zur zwischenzeitlichen Führung nutzte. Auch am letzten Spieltag gegen Mainz gehörte er im Aufbauspiel zu den Auffälligsten, mit 40 überspielten Gegnern und den stärksten Zweikampfwerten im Team. Die Niederlage konnte aber auch er nicht verhindern.

MICHAEL GREGORITSCH (Hamburger SV):

Am 2. Spieltag gegen Leverkusen gehörte Gregoritsch noch zu den Besten und war mit 15 überspielten Verteidigern an nahezu jeder gefährlichen Aktion beteiligt. Am 3. Spieltag fand er sich auf der Bank wieder. Der HSV ist mit einem Punkt aus den ersten drei Spielen auch mit Problemen in die Saison gestartet.

KARIM ONISIWO (Mainz):

Spielte in allen drei Spielen bei Mainz 05, zwei Partien davon in der Startelf. Den Daten nach agierte er bislang unauffällig.

 

ZLATKO JUNUZOVIC/FLORIAN GRILLITSCH/FLORIAN KAINZ (Werder Bremen):

Die Bremer sind denkbar schlecht in die Saison gestartet. Keine Mannschaft wird häufiger überspielt. So liegt der Bundesliga-Schnitt bei 267 überspielten Gegnern, während die Bremer bislang durchschnittlich 381 Mal überspielt wurden. Das Resultat sind null Punkte und zwölf Gegentore in drei Spielen.

Aleksandar Dragovic, Alessandro Schöpf, Georg Teigl, Ramazan Özcan und Heinz Lindner fehlen mangels Einsätzen in dieser Übersicht.

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