Strebinger: Dank Top-Reflexen Rapids richtige Wahl

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Trainer Mike Büskens hatte vor wenigen Wochen eine Entscheidung zu treffen.

Jan Novota musste nicht nur aufgrund des Österreicher-Topfs plötzlich zuschauen, auch sportlich stagnierte der routinierte Slowake.

Seitdem bestätigt Richard Strebinger als Nummer 1, dass der Chefbetreuer die richtige Wahl getroffen hat: „Es geht ja nicht um eine Bestätigung für mich. Aber Richie bestätigt seine starken Leistungen der letzten Wochen immer wieder.“

Das 0:1 bei Athletic Bilbao war der beste Beweis dafür.

Strebinger sogar für spanische Presse herausragend

Mit glänzenden Paraden hielt er Rapid lange Zeit im Spiel, verhinderte einen früheren Rückstand und im Endeffekt einen höheren Sieg der Basken.

„Dafür bin ich da. Ich will der Mannschaft helfen, das gelingt mir zurzeit sehr gut. Aber wir sind ein Team, wir gewinnen und verlieren zusammen“, gibt sich der 23-jährige Schlussmann, der beim Gegentor machtlos war, gegenüber LAOLA1 anfangs noch bescheiden.

Die starke Performance würdigte aber sogar die sonst sehr kritische spanische Presse, die Rapid als „mickrige Mannschaft“ beschrieb, jedoch Strebinger positiv hervorhob.

"Benats krachender Volley bedeutete den Sieg, der nur deshalb nicht höher ausfiel, weil Tormann Strebinger eine bemerkenswerte Partie spielte. Das Team von Valverde hatte das Heft von Beginn weg in der Hand mit klaren Chancen, um schon früher in Führung zu gehen“, schrieb „AS“.

„Da waren Riesen-Reflexe dabei“

Auch Büskens wusste, dass Strebinger an diesem Abend in Spanien einer der wenigen war, die wirklich eine Top-Leistung abrufen konnte.

„Fakt ist, dass Richie ein paar sehr, sehr gute Bälle gehalten hat. Kurz nach dem 0:1, wo wir auf Abseits spielen, hat er uns mit einem Riesen-Reflex im Spiel gehalten. Er war in einigen Eins-gegen-Eins-Situationen sehr präsent. Es gab zwei Situationen, wo er zu früh abgeworfen hat, aber insgesamt hat er es wieder sehr gut gemacht. Definitiv. Ich habe in den letzten Wochen auch nichts anderes gesagt.“

Dem Keeper ist anzumerken, dass er von Spiel zu Spiel innerlich wächst, mittlerweile vor Selbstvertrauen strotzt und seine neuerliche Chance als Nummer eins unbedingt nützen will.

Schon im Vorjahr rutschte er aufgrund der Verletzung von Novota in die Mannschaft. In Erinnerung blieben Top-Partien wie Villarreal, jedoch auch der eine oder andere Patzer.

Gegen Bilbao ist es leichter zu glänzen als in Bundesliga

Momentan kann den Familienvater aber kaum etwas erschüttern. Strebinger wirkt gefestigt und stets bereit, über die Grenzen zu gehen.

„Sicherheit kann man sich nur über Leistungen holen, und ich fühle mich sicher“, gibt der Keeper selbstbewusst zu Protokoll.

LAOLA1 zeigt die besten Bilder des 2. Spieltags der Europa-League-Gruppenphase.

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Trotzdem gibt er zu verstehen, dass man gegen ein Top-Team wie Bilbao natürlich verstärkt im Vordergrund steht, während man in der Bundesliga gegen gewisse Gegner weitaus seltener geprüft wird.

„In der Bundesliga gibt es vielleicht nicht so viele Situationen, wo du glänzen kannst. In St. Pölten habe ich in der zehnten Minute einen Ball auf mein Tor halten können. Das ist bei Rapid generell so, außer man spielt gegen Sturm oder RB Salzburg. Gegen Bilbao war es ähnlich. Da gibt es natürlich mehr Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Aber für einen Torhüter ist jedes Spiel anspruchsvoll, egal ob man mehr oder weniger aufs Tor kriegt.“

Eine Chance kann alles verändern

Deshalb ist es für ihn schwer, seine Leistung einzuordnen und mit anderen Partien zu vergleichen.

„Ich will das nicht einordnen. Weil auch in Spielen, wo man wenig zu tun bekommt und vielleicht einen entscheidenden Ball hält, genau so viel zählen.“

Seiner Meinung nach verändert sich das Torwartspiel jedoch nicht wesentlich. Höchstens, dass man gegen gewisse Gegner höher steht, um Bälle über die Abwehr früher abzulaufen.

Auffallend bei Strebinger ist jedoch die enorme Stärke im Eins-gegen-Eins gegen den heranstürmenden Angreifer.

Dank Tricks im Eins-gegen-Eins eine Macht

Auch gegen Bilbao zog er seinen Gegenspielern mit tollen Reflexen den Nerv. Diese Abgebrühtheit in diesen entscheidenden Situationen kommt aber nicht von ungefähr. Was er im Eins-gegen-Eins anders macht als seine Kollegen?

„In den Abschlusstrainings übe ich das Eins-gegen-Eins immer mit Maximilian Entrup. Das machen wir immer wieder, weil er auch eine gewisse Coolness vor dem Tor hat. Das ist auch ein bisschen Instinkt. Ich versuche lange ruhig zu bleiben, zu erahnen und zu sehen, welche Bewegung der Spieler am Schluss macht. So wie gegen Bilbao, wo der Spieler im letzten Moment noch den Körper aufdreht, und ich dann gesehen habe, dass er in die von mir aus linke Ecke schießen will - und ich konnte noch den Fuß ausfahren.“

Ausschließen kann man jedoch auch mit dieser Vorgehensweise nichts. „Natürlich kann er dann noch immer einen Haken machen, der Stürmer ist da immer in der besseren Situation.“

Trotzdem stellt Strebinger klar: „Ich kann nicht versprechen, dass ich jetzt jede Eins-gegen-Eins-Situation in der laufenden Saison halten werde. Aber ich versuche immer, das Beste herauszuholen und das gelingt mir zurzeit ganz gut.“

Damit bestätigt er derzeit, dass Büskens mit ihm als Nummer eins die richtige Entscheidung getroffen hat.


Aus Bilbao berichtet Alexander Karper

 

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