"Erwachsene Reds" planen schon Sturm auf Basel

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"Eine wunderbare Nacht, ein brilliantes Spiel", schwärmte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp nach dem Finaleinzug.

Der Europa-League-Triumphzug der "Reds" wurde fortgesetzt, Anfield machte den Aufstieg gegen Villarreal möglich.

Trotz Niederlage war das Hinspiel für den Erfolgscoach entscheidend: "Da haben wir total anders als normalerweise gespielt - total ruhig, total erwachsen."

Die bestandene "Reifeprüfung" gab den Engländern das nötige Selbstvertrauen, um die letzte Hürde nach Basel zu nehmen.

Im St. Jakob Park trifft der Kultverein am 18. Mai auf niemand geringeren als Rekordsieger FC Sevilla, der Shakhtar Donezk ausschaltete.

"Wir haben sie regelrecht überrannt" 

Schon vor dem Rückspiel gegen die "gelben U-Boote" aus Villarreal vertraute Klopp auf den Mythos Anfield und kündigte an: "Mit der Hilfe von Anfield können wir sehr viel erreichen. Wir brauchen nicht mal ein Wunder. Ein 0:1 ist nicht das größte Resultat der Welt."

Der Deutsche sollte recht behalten. Trotz der enttäuschenden Performance in der Premier League (nur Platz 8) zeigten die "Reds" international wieder, was möglich ist.

"Wir sind super glücklich, der Sieg war hochverdient. Wir haben es heute richtig gut gemacht. In der ersten halben Stunde haben wir sie regelrecht überrannt", spielte Klopp auf die Dominanz seiner Mannschaft an.

Diese legte ein Tempo an den Tag, das keinen Vergleich scheuen muss. "Großartige Emotionen" trieben die Heimmannschaft an, der Hexenkessel trug sein Übriges dazu bei.

Finaleinzug weckt bei "Reds" und Klopp Erinnerungen

Und plötzlich ist Liverpool wieder da, wo man schon so lange wieder hin wollte. Für das Team aus der Heimatstadt der Beatles ist es das erste Europacup-Finale seit 2007, als man in der Champions League dem AC Milan 1:2 unterlag, das erste in der Europa League.

Für Klopp hingegen ist es das zweite seit der bitteren Niederlage im CL-Finale 2013 gegen den FC Bayern München. Auch sonst konnte der ehemalige BVB-Trainer nur ein DFB-Pokal-Finale 2012 gewinnen und kassierte sonst zwei Pokal-Niederlagen - die Final-Bilanz ist somit durchaus ausbaubar.

"Ich bin total stolz auf die Jungs. Was sie hier heute abgebrannt haben, ist der Wahnsinn", konnte er das Geleistete somit noch gar nicht richtig einordnen. Dass dies bereits in seiner ersten Saison gelang, macht ihn stolz.

Auch wenn er zugab: "Du muss ein bisschen Glück haben, um ins Finale zu kommen und Titel zu gewinnen. Diese Mannschaft hat es aber wirklich sehr, sehr verdient."

Spanische Dominanz durchbrochen, Rapid als Vorbild

Vor allem, da es den Engländern gelang, die spanische Dominanz in den europäischen Bewerben zu durchbrechen. Während Real und Atletico Madrid das Finale der Champions League bestreiten, konnten die Reds ein rein spanisches EL-Endspiel gerade noch verhindern.

Villarreal war nämlich die einzige spanische Mannschaft, die sich in der Europacup-Saison 2015/16 nicht gegen ein spanisches Team aus dem Bewerb verabschieden musste. Noch dazu fügte Liverpool den Gästen die erst zweite Europacup-Niederlage dieser Saison zu.

Zuletzt blieben die "gelben U-Boote" in zwölf Duellen unbesiegt. Die letzte Niederlage datiert aus der ersten Runde der Gruppenphase - gegen niemand geringeren als den SK Rapid.

"Wir nehmen 100.000 Fans mit nach Basel" 

Und Liverpool? Die Jungs von der Anfield Road dürfen sich als erst drittes englisches Team nach Fulham 2010 und Chelsea 2013 im Finale der Europa League beweisen.

Obwohl der Aufstieg ein Grund zum Feiern wäre, bleibt die große Sause vorerst noch aus, wie Emre Can verriet:

"Es war eine sehr gute Stimmung in der Kabine. Aber ich glaube nicht, dass wir heute feiern werden, wir spielen am Sonntag schon wieder. Ich hoffe, dass wir nach dem Finale in Basel feiern werden."

Für dieses hat Klopp einen ganz besonderen Wunsch. Kein Wunder, schließlich will man den Mythos Anfield irgendwie nach Basel befördern, um auch dort zu glänzen.

"Wir nehmen 50.000, 60.000, vielleicht 100.000 Leute mit, wenn auch nicht ins Stadion. Basel ist eine schöne Stadt, ganz in der Nähe meiner Heimat", kündigt der in Stuttgart geborene und im Schwarzwalds aufgewachsene Erfolgstrainer an.


Alexander Karper

 


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