Admira-Coach Lederer: "Wir waren überfordert"

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Admira-Trainer Oliver Lederer nennt nach dem Rückspiel in der dritten Runde der Europa-League-Quali bei Slovan Liberec die Gründe für das Aus.

Die Tschechen seien einfach besser gewesen. "Ich denke, dass der Gesamtscore in etwa das Leistungsverhältnis der beiden Mannschaften widerspiegelt", so der 38-Jährige.

"Wir waren in der ersten Hälfte überfordert", zeigt er sich mit der Leistung vor der Halbzeit, als die Admira beide Gegentreffer kassierte, nicht zufrieden.

"Dafür bekommt man die Rechung präsentiert"

Erst nach der Pause kamen die Südstädter besser ins Spiel - "wohlwissend, dass der Gegner einen Gang zurückgeschaltet hat", merkt Lederer an, dass Liberec nach dem Seitenwechsel nicht mehr viel Druck erzeugte. Dennoch waren die Tschechen auch in der zweiten Halbzeit das gefährlichere Team.

Auf die individuellen Fehler von Srdjan Spiridonovic (1:0) und Fabio Strauss (2:0) will er nicht eingehen. Lederer gibt aber zu: "Wir wissen, dass auf diesem Niveau Fehler bestraft werden."

"Dafür bekommt man die Rechnung präsentiert, indem man nicht weiterkommt", müssen er und die Admira mit den Konsequenzen leben.

Admira hat Plansoll erreicht

Das Plansoll haben die Niederösterreicher international gesehen aber erreicht. In den ersten beiden Quali-Runden gingen die "Panther" jeweils als Favorit in die Duelle und setzten sich beide Male durch. Drei Siege und ein Unentschieden konnte die Admira einfahren und so auch etwas zur UEFA-Fünfjahreswertung beisteuern.

Gegen Slovan Liberec, das letztes Jahr in der EL-Gruppenphase immerhin 7 Punkte erreichte, galt die Admira als Außenseiter. Demnach ist das Ausscheiden keine Schande.

"Wir hätten zwei gute Tage ohne individuelle Fehler gebraucht, das ist uns nicht gelungen", deutet Lederer erneut auf den Klassenunterschied hin.

Lederer verzichtet auf Kritik

Mit seinen Spielern will der Übungsleiter nicht allzu hart ins Gericht gehen. Auch, wenn sich die Admira von den vier Gegentreffern gegen Liberec alle - zumindest zu einem Teil - selbst zuzuschreiben hat.

"Es ist schwierig zu erklären. Wo Menschen am Werk sind, passieren Fehler", zeigt der Coach Verständnis für den einen oder anderen Patzer.

"Wir werden deshalb trotzdem unserer Philosophie treu bleiben und unsere Linie weiter durchziehen."

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