Zwei Auswärtsspiele? Lederer übt Kritik

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Admira-Trainer Oliver Lederer zeigt sich nach dem 1:1 im Hinspiel der 1. Europa-League-Qualirunde gegen Spartak Myjava unglücklich über die Kulisse.

Da der Einbau der Rasenheizung in der Südstadt noch nicht fertiggestellt ist, musste man in die NV-Arena in St. Pölten ausweichen.

"Wir freuen uns, dass wir eine Rasenheizung bekommen. Es ist aber ein Nachteil, dass wir kein Heimspiel hatten sondern die Partie auf neutralem Boden austragen mussten. Die Unterstützung hat sich in Grenzen gehalten."

"Unsere Mannschaft hätte mehr Zuseher verdient"

"Es ist schade, wenn du die ganze letzte Saison arbeitest, dann vor 600 oder 700 Leuten spielst und die Gastmannschaft fast mehr Leute mit hat", spielt er auf den gut besetzten Auswärtssektor der Slowaken an.

Die Admira-Fanatics sorgten zwar für Stimmung, ansonsten war das Stadion jedoch spärlich besucht. Offiziell waren es 1.270 Zuseher, vor Ort sah es nach noch weniger aus. Lederer: "Unsere treuen Fans haben Wirbel gemacht, das war fantastisch. Unsere Mannschaft hätte sich aber ein paar Zuseher mehr verdient."

Aufstieg ohne Heimspiel?

Doch der Übungsleiter ist fest davon überzeugt, auch mit zwei "Auswärtsspielen" den Aufstieg zu meistern. "Wir müssen im Rückspiel ein paar Sachen besser machen. Wenn wir das machen, bin ich überzeugt, dass wir weiterkommen. Es ist nicht so, dass wir auswärts nicht bestehen können. Wir hatten in der letzten Saison eine gute Auswärtsbilanz und sind immer für ein Tor gut."

"Wir werden auswärts den Raum vorfinden, wo wir uns leichter tun. Ich gehe davon aus, dass es in Myjava so sein wird. Deswegen bin ich überzeugt, dass wir dann ein gutes Spiel machen werden. Die Chance lebt, sie ist aber nicht größer geworden. Ich würde sagen, die Aufstiegschance liegt bei 50 Prozent", glaubt der 38-Jährige sogar daran, dass sein Team in der Fremde noch gefährlicher sein kann.

Keine Ausreden suchen

Bis zum Seitenwechsel hatte die Admira eigentlich alles im Griff. Danach riss der Faden. Das Gegentor lag lange in der Luft und fiel schließlich nach einem Eckball.

Bereits im Vorfeld war klar, dass die körperlich starken Slowaken bei Standards gefährlich sein würden. "Beim Tor war aber nicht die fehlende Körpergröße schuld, sondern unsere fehlende Aktivität. Wir haben kaum Druck ausgeübt und waren nicht am Mann. So darfst du international nicht verteidigen", will Lederer keine Ausreden suchen.

Mit Blick auf die schwächere zweite Halbzeit will der Ex-Rapidler den Vorwand der kurzen Vorbereitung nicht gelten lassen: "Auch Spieler von Myjava lagen mit Krämpfen auf dem Boden. Es war richtig warm, die erste Halbzeit war anspruchsvoll. Wir dürfen nicht vergessen, dass beide Mannschaften nur einen kurzen Urlaub hatten. Man kann nicht erwarten, dass man in so einer Phase topfit ist."

"Fokus liegt auf der Meisterschaft"

Denn das Augenmerk liegt trotz der Chance, international vertreten zu sein, auf der Bundesliga. "Wir haben nicht Rücksicht auf die Meisterschaft genommen sondern unseren Fokus darauf gelegt", stellt Lederer klar.

"Das ist ein großer Unterschied. Unser Fokus liegt natürlich auf der Meisterschaft, aber wir wären trotzdem gerne fitter gewesen und hätten den Gegner gerne zu Null geschlagen."

Vielleicht gelingt genau das ja im "richtigen" Auswärtsspiel in Myjava.

 

Matthias Nemetz

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