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Schobesberger schießt Rapid bei Sturm zum Sieg

Der SK Rapid bleibt nach dem 0:6-Europa-League-Debakel in Valencia in der Bundesliga im Jahr 2016 weiter ungeschlagen.

Die Grün-Weißen setzen sich auswärts bei Sturm Graz mit 2:0 (1:0) durch. Sturm ist tonangebend, doch Rapid macht die Tore.

Bereits in der 12. Minute erzielt Philipp Schobesberger mit der ersten Chance die frühe Führung. Die Grazer scheitern durch Klem (27.) und Horvath (71.) am Aluminium.

Für die Entscheidung sorgt erneut Schobesberger nach einem Konter in der 71. Minute.

SK Puntigamer Sturm Graz
SK Rapid Wien
0:2 (0:1)

Rapid im Frühjahr ungeschlagen, Sturm wartet auf Sieg

Rapid Wien hat sich in der Bundesliga für das 0:6-Debakel in der Europa League in Valencia rehabilitiert. Die Hütteldorfer schlossen mit dem 2:0-Auswärtssieg im Top-Spiel der 23. Runde nach Punkten wieder zu Tabellenführer Salzburg auf.

Nach dem Cup-Aus gegen die Admira und der Europacup-Pleite in Spanien blieb Rapid in der Meisterschaft auf Kurs.

Im dritten Ligaspiel des Jahres 2016 gab es den dritten Sieg. Die Wiener sind zudem als einziges Team noch ohne Gegentor.



Sturm dagegen muss auch nach dem vierten Pflichtspiel des Kalenderjahres weiter auf den ersten Sieg warten. Der Rückstand des Tabellenvierten auf die Spitze beträgt bereits zwölf Punkte.

Frühe Führung entgegen des Spielverlaufs

Sturm-Trainer Franco Foda setzte auf ein 4-1-4-1-System mit Daniel Offenbacher als einzigem defensiven Mittelfeldspieler.

In der Offensive rückten die Youngster Sascha Horvath und Andreas Gruber sowie Stürmer Roman Kienast neu in die Mannschaft.

Bei Rapid vertraten Thomas Murg und der defensivere Srdjan Grahovac die nach dem Valencia-Spiel verletzten Leistungsträger Florian Kainz (Gehirnerschütterung) und Steffen Hofmann (Wadenprobleme).

Die Hausherren starteten vor 12.571 Zuschauern - dem besten Besuch in der UPC-Arena seit dem ersten Heimspiel gegen Rapid im August (2:2) - ambitioniert.

Einen Offenbacher-Fernschuss drehte Rapid-Keeper Richard Strebinger über die Latte (5.).

Rapid nutzte aber die erste Gelgenheit: Thanos Petsos schickte Schobesberger auf die Reise, der leicht entgegen dem Spielverlauf zwischen die Beine von Torhüter Michael Esser traf. Die Sturm-Abwehr hatte geschlafen.

Grazer tonangebend, aber ohne Zählbares

Sechs Minuten später enteilte Schobesberger erneut seinem Bewacher Tanju Kayhan, hob den Ball aber am langen Eck vorbei (18.).

Auf der Gegenseite landete ein abgefälschter Schuss von Klem knapp über dem Tor (27.), ein weiterer Versuch von Thorsten Schick knapp daneben (28.).

Sturm Rapid
Ballbesitz 54,8% 45,2%
Zweikämpfe 48,84% 51,16%
Eckbälle 8 1
Torschüsse 16 11
Torschüsse außerhalb Strafraum 8 5
Torschüsse innerhalb Strafraum 8 6
Kopfballchancen 4 0
Abseits 3 6
Fouls 18 10

Mit der Führung im Rücken bekam Rapid das Spiel besser unter Kontrolle. Einen Murg-Schuss parierte Esser (37.).

Entscheidung im Gegenzug nach Horvaths Stangenschuss

Die Grazer vermochten nach Seitenwechsel nicht mehr zuzusetzen, ließen die Kreativität vermissen und offenbarten Probleme in der Spieleröffnung.

Rapid verwaltete den Vorsprung, ließ kaum Chancen zu. Dem Ausgleich am nächsten kam Horvath, der von der Strafraumgrenze die linke Stange traf (70.).

Für die Vorentscheidung sorgte Schobesberger praktisch im Gegenzug.

Bei einem Idealzuspiel von Mario Pavelic startete der Flügelspieler erneut richtig, umspielte Esser und erzielte seinen sechsten Ligatreffer.

Den Matchball ließ der eingewechselte Philipp Prosenik aus, der wenig später im Konter alleine vor Esser das Außennetz traf (77.).

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SK Sturm Graz - SK Rapid Wien 0:2 (0:1) © GEPA
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RB Salzburg - SCR Altach 2:0 (0:0) © GEPA
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Sturm seit acht Partien gegen Rapid ohne Sieg

Rapid machte dennoch einen großen Schritt in Richtung Europacup-Qualifikation für die kommende Saison.

Die Top drei haben ihren Platz fix.

Sturm fehlen nach der erst zweiten Liga-Heimniederlage der Saison, der ersten seit Ende August gegen Salzburg (2:3), bereits acht Zähler auf die drittplatzierte Wiener Austria.

Gegen Rapid haben die Grazer acht Partien in Folge nicht gewonnen. 13 Runden sind noch zu spielen.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir waren 30 Minuten die bessere Mannschaft, hatten durch Standards oder Distanzschüsse gute Möglichkeiten. Wir hatten auch gute Spielverlagerungen, haben aber in dieser Phase kein Tor erzielt. Dann gab es einen Ballverlust, einen Konter und das Tor. Nach der Halbzeit war es von uns zu wenig, um das Spiel zu drehen. Wir haben es in der zweiten Hälfte verabsäumt, so weiterzuspielen wie in den ersten 30 Minuten. Ob es sich jetzt um einen Fehlstart handelt, kann jeder interpretieren, wie er möchte."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Die Mannschaft hat sehr vieles umgesetzt von dem, was wir vor dem Spiel besprochen haben. Wir haben die Pressinglinie etwas nach hinten verlegt. Wir haben sehr schnelle Spieler in der Offensive, da haben wir die Räume zweimal perfekt genützt. Es ist so: Ich freue mich sehr für meine Mannschaft, aber ein bisschen freue ich mich auch für mich."

Philipp Schobesberger (Rapid-Doppeltorschütze): "Es fühlt sich natürlich gut an die zwei Tore nach so einer Niederlage. Darauf können wir aufbauen. Wir haben ganz gut gespielt. Der Platz war nicht so leicht bespielbar. Wir haben die Konter ganz gut zu Ende gespielt und haben hinten wenig zugelassen. Im Fußball muss man Dinge schnell vergessen. Das ist gut gelungen, wie man heute gesehen hat."

Thanos Petsos (Rapid-Mittelfeldspieler): "Es war eine Genugtuung. Es ist viel auf uns eingeprasselt, aber wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben. Dementsprechend freut es uns, dass wir heute den Schalter umgelegt haben. Wir wollten zu Beginn etwas tiefer stehen und haben dann die zwei Tore aus dem Konter gemacht. Das waren super Pässe und 'Schobi' hat das dann super gemacht."

Mario Sonnleitner (Rapid-Verteidiger): "Wir wollten sofort eine Reaktion zeigen nach dem Debakel in Valencia. Wir haben uns gesagt, dass wir hier ein Zeichen setzen wollen, nie aufgeben und, auch wenn wir am Boden sind, sofort wieder aufstehen. Wir haben sie gut im Griff gehabt. Sie sind nur nach Standardsituationen wirklich gefährlich worden. Natürlich gibt das Selbstvertrauen, auch wenn wir in Valencia ein Sechser-Tragerl kassiert haben."

Thorsten Schick (Sturm-Mittelfeldspieler): "Wir haben in der ersten Hälfte wirklich sehr viel investiert. Meiner Meinung nach waren wir die bessere Mannschaft. Rapid hat aber das Tor gemacht. In der zweiten Hälfte haben sie es relativ souverän nach Hause gespielt, auch wenn wir wieder angelaufen sind. Rapid braucht sehr wenige Chancen, wir brauchen leider zu viele."


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