ÖSV-Präsidentenwahl: Schröcksi mischt voll mit

ÖSV-Präsidentenwahl: Schröcksi mischt voll mit Foto: © GEPA
 

Es kam, wie es kommen musste! Wer glaubte, dass Peter Schröcksnadel nach gefühlten 100 Jahren an der Spitze des ÖSV so einfach abtritt und sich in die Ski-Pension begibt, der irrte gewaltig.

Schröcksnadel geht und bleibt - so das Motto. Der knapp 80-jährige Noch-Präsident mischt sich mehr in die Kandidatensuche um seine Nachfolge ein, als das allen lieb ist. Ende Juni soll bei der Länderkonferenz in Villach eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für den Tiroler gefunden werden. Geht es nach "Schröcksi" sollte es wieder ein Tiroler werden.

Sollte sich im "heiligen Land" niemand finden, dann braucht es zumindest jemanden, der Schröcksnadel zu Gesicht steht. Das dürfte weder bei Michael Walchhofer noch bei Renate Götschl zu 100 Prozent der Fall sein. Die ehemalige Abfahrtsweltmeisterin aus der Steiermark dürfte beim Hearing vor der Wahlkommission nicht voll überzeugt haben und laut der Tageszeitung "Standard" wächst bei den Landesverbänden die Kritik an Schröcksnadel.

"Dilettantismus pur"

"Es wär genug Zeit gewesen, einen echten Profi zu suchen, sogar mit einem Headhunter. Aber wie gesucht worden ist, war Dilettantismus pur, das geht auf Schröcksnadels Kappe", wird ein nicht namentlich genannter hoher Funktionär zitiert. Der Präsident, so lautet ein im "Standard" angeführter Vorwurf, wolle von der ÖSV-Macht nicht lassen, weil diese klarerweise auch seinen beiden Firmen "Sitour" und "Feratel" - touristische Info-Systeme - nicht schade.

Mit Martha Schultz, die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich - ihre Familie aus dem Zillertal ist der größte private Seilbahnbetreiber - und Susanne Riess, die ehemalige Sportministerin und Generaldirektorin der Wüstenrot-Gruppe, sind plötzlich angeblich auch zwei starke Managerinnen im Rennen um die Schröcksnadel-Nachfolge.

Gut möglich, dass noch weitere Namen ins Spiel kommen. Das hängt wohl alles von Schröcksnadel ab, der es sich nicht nehmen lässt, an allen Treffen der Wahlausschuss-Mitglieder teilzunehmen. Dabei sehen die ÖSV-Statuten vor, dass allein "die Präsidenten der Landesskiverbände" die Neuwahl "in nicht öffentlicher Sitzung" vorbereiten.

Laut "Standard" meint ein Funktionär: "Schröcksnadel hat sich dazu reklamiert, und in Würdigung seiner Verdienste ist das akzeptiert worden."

Schröcksnadel hat vor seinem Abgang auch mehrmals via TV und in diversen Interviews kundgetan, dass es ihm nicht egal sei, wer "sein Erbe" verwaltet. Wer Schröcksi kennt, der weiß, dass er das ernst meint und demensprechend bis zu seinem letzten Atemzug mitmischen wird, wenn es um den Skiverband geht.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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