Johannes Aigner zieht vorübergehenden Schlussstrich
Der mehrfache Paraski-Olympiasieger möchte sich anderen Herausforderungen widmen. Eine Rückkehr ist fraglich.
Nach einer erfolgreichen vergangenen Saison zieht Johannes Aigner einen vorübergehenden Schlussstrich unter seine Karriere und nimmt sich eine Auszeit vom Paraski-Sport.
Der 21-jährige Niederösterreicher möchte sich in den kommenden Monaten auf seine Ausbildung konzentrieren und dem Spitzensport für ein Jahr den Rücken kehren.
Danach will Aigner in Ruhe entscheiden, wie es sportlich weitergeht.
Gewann alle möglichen Kristallkugeln
„Nach langem Überlegen habe ich mich entschlossen, dieses Jahr nicht im Weltcup zu starten und mir eine Auszeit zu nehmen. Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt, einmal einen Schritt zurück zumachen und mich auf die Matura zu konzentrieren. Das ist die letzten Jahre etwas auf der Strecke geblieben und mir ist bewusst geworden, dass ich meiner Ausbildung nun mehr Zeit widmen möchte. Ich möchte mir dieses Jahr bewusst nehmen, ohne schon jetzt zu wissen, wie es danach weitergeht. Nach dieser Pause werde ich entscheiden, ob und in welcher Form ich in den Spitzensport zurückkehre“, erklärt Johannes Aigner.
Gemeinsam mit seinem Guide Nico Haberl gewann er im Weltcup alle fünf möglichen Kristallkugeln, den Gesamtweltcup sowie die Wertungen in Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf und Slalom. Insgesamt feierte er 16 Weltcupsiege.
Auch bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina 2026 präsentierte sich Aigner in Topform.
Auf der Tofana holte er Gold in der Abfahrt, im Super-G und im Riesentorlauf. Dazu kam Bronze in der Alpinen Kombination.