Jaissle nach Gelber Karte: "Ich habe ein bisschen Angst"
Der Ex-Salzburg-Coach sah für das Verlassen der Coaching-Zone die Gelbe Karte. Die strenge Auslegung macht ihm ein bisschen Angst.
Ex-Salzburg-Coach Matthias Jaissle ist gemeinsam mit seinem Tiroler Co Alexander Hauser durchaus erfolgreich ins neue Kapitel Newcastle United gestartet.
Nach vier Spielen ist das Team mit zwei Siegen und zwei Remis weiter ungeschlagen. Nach dem 2:2 gegen Marco Roses Bournemouth bereitete ihm ein Umstand in der Premier League aber zumindest leichte Sorgen.
Jaissle hat ein bisschen Angst
In der 71. Minute sah der Deutsche für das Verlassen der Coachingzone Gelb. Die Regel ist international üblich, wird in der Premier League aber besonders intensiv ausgelebt.
"Es ist ein bisschen enttäuschend. Ich muss erst Mal schauen, was wirklich das Problem war. Wenn ich gegen den Schiedsrichter etwas sage ist eine Gelbe Karte okay. Aber wenn ich manchmal 20 Zentimeter außerhalb der Zone bin, um mein Team anzufeuern, bin ich mir nicht sicher, ob diese Regel gut ist", so Jaissle.
Der Newcastle-Coach will seinen emotionalen Stil nicht ändern, aber die Zone mehr respektieren.
"Ich habe ein bisschen Angst. Ich hoffe, am Anfang drücken die Schiedsrichter ab und zu ein Auge zu", lächelt der Ex-Salzburg-Coach.
Hohe GPS-Werte in Saudi-Arabien
Bei seinem alten Klub Al Ahli hatte er in Saudi-Arabien auch ganz andere Coaching-Zonen. "Das muss ich erst noch lernen. Ich hatte viel Platz in Saudi-Arabien, daher waren die GPS-Werte wohl ziemlich hoch!", scherzt er.
Die Coaching-Zone machte Jaissle dann noch bei der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel bei Millwall zum Thema. Bei der Frage, ob er Ehrfurcht habe vor dem Stadion des Gegners, das den Ruf für Sensationen hat, antwortet Jaissle trocken: "Nein, ich werde von meiner Coaching-Zone beschützt."