Karl: "Der schwerste Weg meines Lebens"

Karl: Foto: © GEPA
 

Benjamin Karl spricht in einem Interview in der Dienstag-Ausgabe der Kronen Zeitung erstmals über seine Verwicklung in einen tödlichen Verkehrsunfall am 30. Juni diesen Jahres.

"Ich bin nach dem Training auf dem Felbertauern nach einem Tunnel in Blitzhagel geraten. Es war total unvorhersehbar. Ich dachte zuerst, es wäre Schnee auf der Fahrbahn", erzählt der 35-jährige ÖSV-Snowboarder über diesen verhängnisvollen Tag.

"Dann war's schon zu spät. Ich wollte das Auto in eine andere Richtung lenken, Hauptsache weg vom Gegenverkehr, doch das Aquaplaning hat mir keine Chance gelassen. Es ist furchtbar, und es tut mir unendlich leid, aber der Unfall wäre nur zu verhindern gewesen, wenn ich nicht ins Auto gestiegen wäre."

Karl, der aus Niederösterreich stammt und in Osttirol mit der Tochter von Ex-Abfahrtsstar Werner Grissmann verheiratet ist, habe danach genauso wie seine Frau Nina psychologische Hilfe in Anspruch genommen. "Das kann ich nur jedem ans Herz legen. Nicht den starken Mann spielen. Es hat uns beiden sehr geholfen."

Bei dem Unfall kam ein Pensionist ums Leben. Danach habe Karl ein Gespräch mit den vier Kindern des Opfers gesucht. "Das war der schwerste Weg meines Lebens, dort hinzufahren. Zu Kindern, dessen Vater gestorben ist. Mit den jeweiligen Partnern waren wir dann zu acht im Haus. Aber ich wollte unbedingt reden. Es hat mir keiner irgendeine Schuld zugewiesen. Ich glaube, dass es für alle Anwesenden gut und sehr wichtig war."

Seine sportliche Karriere will Karl - Vater von zwei Mädchen - fortsetzen. Erst im März wurde er zum fünften Mal Weltmeister.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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