ÖSV-Snowboarder erwartet Abenteuer in Cortina

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Für die ÖSV-Parallel-Snowboarder beginnt am Samstagabend in Cortina d'Ampezzo die Weltcup-Saison.

Österreich muss bei den Damen die verletzten Julia Dujmovits und Sabine Schöffmann vorgeben, dafür ist neben Daniela Ulbing auch die bereits 47-jährige Claudia Riegler weiter mit dabei. Das zehnköpfige Herrenteam für den Flutlicht-Riesentorlauf wird von Andreas Prommegger und Benjamin Karl angeführt. Für alle galt, sich auf ein wahres Abenteuer einzustellen.

Die enormen Schneefälle sorgen nämlich auch in den Dolomiten für schwierige Verhältnisse.

Stirnlampen für Heimfahrt im Gepäck

Bis zu drei Meter Schnee fielen stellenweise in der Region, was auch die Präparation der Trainings- und Rennpiste auf der Faloria erschwerte. Die ÖSV-Teams trainierten deshalb Donnerstag noch daheim in St. Michael im Lungau und reisten erst Freitag in den wegen Straßensperren bis Mitte der Woche nur über Umwege erreichbaren WM-Ort an. Notwendig wurden wegen "Zeitüberschreitung" damit auch neuerliche Coronatests.

Um das gegenüber der berühmten Tofana liegende Renngelände zu erreichen, müssen die Raceboarder aber ebenfalls improvisieren. Erreichbar ist der Rennhang derzeit nicht über die übliche Gondelbahn, sondern nur über die Nordseite und mehrere Sessellifte. Weil die Finali ab 17:00 Uhr (live ORF Sport+) unter Flutlicht stattfinden, haben die meisten Rennläufer für die Heimfahrt Stirnlampen im Gepäck. "Dieses Rennen wird keine Challenge, das wird wohl eher ein richtiges Abenteuer. Ich bin schon gespannt, welche Pistenbedingungen uns erwarten", ist auch Prommegger sehr gespannt.

(Text wird unter VIDEO fortgesetzt)

Materialumstellung bei Prommegger

Der Salzburger ist im GS von einem 1,85-Meter-Brett auf ein 1,89-Meter-Board umgestiegen. "Das längere Brett läuft etwas ruhiger. Im Training bin ich mit dem neuen Material schon sehr gut zurechtgekommen, also sollte es auch im Rennen funktionieren", erklärt Prommegger.

Auch Karl ist für die Corona-Saison optimistisch, lag er doch in den Zeitläufen immer wieder vorne mit dabei. "Das war in der Vergangenheit nicht immer so und hat in unserem starken Team schon etwas zu bedeuten", sagt der Wahl-Lienzer aus Niederösterreich. "Es wäre schon, mit einem Podestplatz in die Saison zu starten."

ÖSV-Parallel-Headcoach Hansjörg Berger hat für den Saisonauftakt zehn Herren nominiert, darunter auch die 19-jährigen Weltcup-Debütanten Dominik Burgstaller (NÖ) und Matthäus Pink (ST). Die beiden holen sich in Italien auch Rennpraxis für die Junioren-WM in den Parallelbewerben vom 19. bis 21. Dezember 2020 im heimatlichen Lachtal.

Das Damenteam besteht nur aus zwei Läuferinnen, und das, obwohl sich auch Riegler im Vorfeld bei einem Trainingssturz an der Schulter verletzt hat. "Wir haben die Schulter in den vergangenen Tagen aber gut behandelt, bis Samstag ist alles wieder okay", versichert die unverwüstliche Vorjahres-Dritte. "Ich mag den Hang und das Flair in Cortina."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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