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Rücktritt vom Rücktritt: Knalleffekt um Benjamin Karl

Österreichs Snowboard-Altstar macht nach seinem vermeintlichen Karriereende doch weiter.

Rücktritt vom Rücktritt: Knalleffekt um Benjamin Karl Foto: © IMAGO / ABACAPRESS
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Benjamin Karl hat noch nicht genug.

Wie der zweifache Olympiasieger und fünffache Weltmeister am Dienstag gemeinsam mit dem ÖSV verkündet, hängt der Niederösterreicher das Snowboard doch noch nicht an den Nagel und setzt seine Karriere fort.

Der 40-Jährige hatte nach den Olympischen Spielen im Februar eigentlich seinen Rücktritt erklärt, um in den Radrennsport zu wechseln.

Kein Wechsel in den Radsport

Der Routinier, der zuletzt mit einem Podcast-Auftritt für Kontroversen sorgte, hatte in Livigno sein zweites Olympia-Gold im Parallelriesentorlauf gewonnen.

Danach spielte Karl mit dem Gedanken, in den Radrennsport zu wechseln. Nun die Kehrtwende: "Über den Sommer sind allerdings einige Dinge passiert, die so nicht vorhersehbar waren. Dazu hat sich das Gefühl extrem verstärkt, dass ich ganz einfach ein Snowboarder bin, der gerne Rad fährt", erklärt Karl.

Heim-WM als nächstes großes Ziel

Seine Einstellung zum Snowboard-Sport habe sich außerdem verändert. "Es war ein langer und schwieriger Weg, um von Landescup-Rennen bis ganz an die Weltspitze zu kommen. Ich betreibe das Snowboarden schon 30 Jahre, da sind viele Dinge vermeintlich zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die jüngsten Erfahrungen haben mir aber gezeigt, dass man nichts als gegeben voraussetzen darf. Ich habe wieder zu schätzen gelernt, welch große Unterstützung ich über all die Jahre erhalten habe, die alles andere als selbstverständlich ist."

Als nächstes Ziel dürfte Karl auf die Heim-WM im Montafon schielen.

Christian Galler, Sportlicher Leiter Snowboard Alpin und Cross, sagt: "Ich habe mit Benji in den vergangenen Tagen zahlreiche Gespräche geführt, in dem ich stark den Eindruck gewonnen habe, dass er als Alpin-Boarder noch einiges vorhat. Es ist natürlich positiv, dass uns mit ihm ein absoluter Siegläufer im Hinblick auf die kommende Weltcupsaison und die Heimweltmeisterschaft im Montafon erhalten bleibt."

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