ÖSV-Duo überzeugt in Bergisel-Quali

ÖSV-Duo überzeugt in Bergisel-Quali Foto: © GEPA
 

Jan Hörl muss sich in der Qualifikation für das Bergisel-Springen am morgigen Dienstag nur Tournee-Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi geschlagen geben.

Der Salzburger springt auf 129 Meter und muss dem Japaner, der bei stärkerem Rückenwind bei 126,5 Meter landet, um 1,4 Punkte den Vortritt lassen.

Hörl fühlt sich auf der ersten zweier Tournee-Heimschanzen gleich auf Anhieb wohl. "Ich habe mich sehr gut auf die Schanze eingestellt, und in der Qualifikation habe ich noch ein bisschen etwas draufgelegt", meint der 23-Jährige.

Für den Bewerb (Dienstag, 13:30 Uhr, live ORF 1) nimmt sich Hörl vor, wieder seine Punkte abzuarbeiten und bei den zu erwartenden windigeren Bedingungen eine gute Phase zu erwischen. "Aufessen und auf ein bisschen Glück hoffen", sagt der Tournee-Neunte.

Huber: "Quali war mutig durchgezogen"

Auch Daniel Huber (128 m) präsentiert sich am auf seiner Heimschanze als Vierter hinter dem Schweizer Killian Peier (127,5 m) stark.

"Meine Quali war mutig durchgezogen, es hat Spaß gemacht", weiß der Tournee-Zehnte zu berichten. Da die Trainingssprünge davor nicht so gepasst hatten, soll dennoch eine beinharte Analyse folgen.

Zufrieden mit sich ist Manuel Fettner als 16. "Das war ein konstanter Tag, mein bisher bester bei dieser Tournee. Das tut dem Kopf gut."

Zweiter Trainingssprung gibt Kraft "ein gutes Gefühl"

Für Kraft läuft es nach seinem Sondertraining vom Vortag in Seefeld noch nicht besonders, 114 Meter reichen mit etwas Bauchweh zur Qualifikation. In Garmisch-Partenkirchen hatte es damit zu Silvester als 59. nicht geklappt.

Er müsse zwar derzeit kleinere Brötchen backen, verunsichern lassen will sich Kraft aber nicht. Lieber blickt er auf die 126 Meter und Rang zwei im zweiten Training. "Das gibt mir ein gutes Gefühl, dass was Cooles rauskommen kann, wenn ich meine Sachen richtig mache."

Man könne bei ihm im Wettkampf mit allem rechnen, kündigt Kraft an. Für den Salzburger geht es im K.o.-Duell gegen den Slowenen Anze Lanisek, der einen Rang hinter Kraft gelandete Daniel Tschofenig bekommt es mit der deutschen Hoffnung Markus Eisenbichler zu tun.

Hayböck: "Hat nichts zusammengepasst"

Von der rot-weiß-roten Stamm-Sieben bei dieser Tournee kommt noch Philipp Aschenwald als 30. weiter, Ulrich Wohlgenannt bleibt als 55. und schwächster Österreicher auf der Strecke.

Aschenwald trifft in seinem Bewerbsduell auf seinen Landsmann Thomas Lackner, nach einem 121-m-Sprung als 21. klar Bester der nationalen ÖSV-Gruppe. Aus der steigen auch Clemens Aigner als 45. und Stefan Rainer als 49. auf. Elias Medwed (52.) und Maximilian Ortner (53.) landen knapp hinter Michael Hayböck, der die Qualifikation als 51. ebenfalls knapp verpasst.

Der gibt wie unmittelbar nach seiner Bandscheibenoperation Anfang Oktober erhofft nun sein Comeback, sein 113-Meter-Sprung wird für den Aufstieg um 1,4 Punkte zu nieder bewertet.

"Insgesamt hat für mich gar nichts zusammengepasst", spricht Hayböck bezüglich der Sprung-Qualität Klartext. "Aber dafür habe ich die drei Sprünge körperlich sehr gut vertragen. Und es ist schön, dass ich zumindest wieder mittun darf." Den Dienstag will er nun nutzen, um sich auf Bischofshofen vorzubereiten.

Titelverteidiger Stoch schafft Quali nicht

Einige prominente Namen schaffen die Qualifikation nicht, so der polnische Titelverteidiger Kamil Stoch als lediglich 59. Unmittelbar dahinter landet der nur 106,5 m weit gesprungene Norweger Johann Andre Forfang, seinen Landsmann Fredrik Villumstad erwischt es als 69. (104,5).

Der in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen siegreich gebliebene Kobayashi führt gesamt 13,2 Punkte vor dem in der Bergisel-Qualifikation auf Rang 14 gekommenen Norweger Marius Lindvik.

Die wichtigsten K.o.-Duelle:

Ryoyu Kobayashi (JPN) - Pius Paschke (GER)
Jan Hörl - Stefan Rainer
Daniel Huber - Peter Prevc (SLO)
Marius Lindvik (NOR) - Niko Kytosaho (FIN)
Manuel Fettner - Daiki Ito (JPN)
Thomas Lackner - Philipp Aschenwald
Stefan Kraft - Anze Lanisek (SLO)
Daniel Tschofenig - Markus Eisenbichler (GER)
Clemens Aigner - Lovro Kos (SLO)


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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