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"Brauchen Zeit": FIS fordert Geduld bei Frauen-Tournee

Feedback zur Erstaustragung der "Two Nights Tour" in Deutschland wird im Frühjahr eingeholt, mögliches Flutlicht in Innsbruck ab 2026 wird ein wichtiger Faktor.

Foto: © GEPA

Mit Blick auf eine mögliche Vierschanzentournee der Frauen hat der Internationale Ski- und Snowboardverband (FIS) ein wenig Geduld eingefordert.

"Das gesamte Thema ist kompliziert. Wir brauchen noch ein bisschen Zeit", sagte Skisprung-Renndirektor Sandro Pertile am Samstag in Bischofshofen im Rahmen des Finales der Männer-Tournee. Es gebe verschiedene Punkte, die zu klären seien, betonte der Italiener. "Wir brauchen das richtige Paket für die Vierschanzentournee der Frauen."

Bergisel-Flutlicht entscheidend

Ein entscheidender Faktor ist der Bau einer Flutlichtanlage am windanfälligen Bergisel in Innsbruck. Dieser sei für 2026 geplant, wie Mario Stecher, der Sportliche Leiter der Skispringer im ÖSV, bereits erklärt hatte. "Dann ist es eine ganz andere Situation und wir hätten mehr Flexibilität mit Verschiebungen", sagte Pertile.

Auch weitere Punkte wie Logistik, Marketing oder TV-Produktion seien noch zu klären. "Eine Option kann sein, dass die Frauen am Qualifikationstag von den Männern den Wettkampf haben."

Mäßiger Zuschauerandrang bei "Two Nights Tour"

In diesem Winter feierte die "Two Nights Tour" der Frauen in Garmisch-Partenkirchen sowie einem Neujahrsspringen in Oberstdorf ihre Premiere. Allerdings hielt sich der Publikumszuspruch trotz hoher medialer Aufmerksamkeit in Grenzen. In Garmisch-Partenkirchen kamen laut offiziellen Angaben 3.500 Zuschauer an die Schanze, in Oberstdorf waren es 3.000 Fans.

Die Bewerbe wurden allerdings alternierend zu den Männer-Springen ausgetragen, der ÖSV hatte bereits betont, nur eine gemeinsame Veranstaltung mit Männern und Frauen in Innsbruck sowie Bischofshofen anzupeilen.

Auch der Marketingwert im Frauen-Skispringen sei derzeit noch ein Thema. "Wir sehen von der Marketingseite: 1 ist der Wert der Frauen und 10 der Wert der Männer. Im Moment muss sich der Frauen-Skisprung noch ein bisschen entwickeln", sagte Pertile, der auch Verständnis für den Österreichischen Skiverband zeigte. Der ÖSV will unbedingt die Stationen Hinzenbach sowie Villach im Frauen-Weltcup behalten.

Im Frühling will Pertile bei den Veranstaltern in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie beim Deutschen Skiverband Feedback zur "Two Nights Tour" einholen, die offenen Fragen zur Frauen-Tournee sollen jedenfalls "in den nächsten paar Jahren" beantwortet werden.

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