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Kritik an FIS: Organisatoren wehren sich gegen Russland-Rückkehr

Die FIS lässt in der kommenden Weltcup-Saison Athleten aus Russland zu. Schweden und Norwegen prüfen nun, die Teilnahme russischer Sportler zu verhindern.

Kritik an FIS: Organisatoren wehren sich gegen Russland-Rückkehr Foto: © imago images / Ulrich Wagner

Nachdem die FIS weitere Athleten aus Russland und Belarus als "Individual Neutral Athletes" (AIN) zugelassen hat (Mehr Infos>>>), wollen sich mehrere Länder gegen deren Teilnahme wehren.

Gut einen Monat vor dem Start in den Weltcup-Winter formiert sich vor allem in Skandinavien Widerstand. Die Entscheidung des Verbands ist damit offenbar nicht das letzte Wort.

"Krieg ist nicht vorbei"

In Schweden prüft die Regierung bereits konkret, ob sie Visa verweigern kann. Migrationsminister Johan Forssell sagte gegenüber "Reuters", man analysiere derzeit, auf welcher rechtlichen Grundlage das möglich wäre, auch bei Sportlern mit AIN-Status.

Es bestehe die offensichtliche Gefahr, dass ihre Teilnahme die russische Aggression gegen die Ukraine normalisiere. "Der Krieg ist nicht vorbei, nur weil es eine Ski-WM ist", wird er zitiert.

Nordische Ski-WM 2027 in Schweden

Hintergrund ist die Nordische Ski-WM in Falun, die vom 24. Februar bis 7. März stattfindet. Auf dem Programm stehen Skispringen, Langlauf und Nordische Kombination.

Der schwedische Skiverband hat sich gemeinsam mit dem Dachverband "Riksidrottsförbundet" an die Regierung gewandt, um Visa für russische Athleten zu verhindern.

"Wollen keine russische Teilnahme"

Auch Norwegen erhöht den Druck. Der Verband fordert vor Beginn des Winters eine Antwort der Regierung.

"Unsere Haltung ist die ganze Zeit dieselbe gewesen. Wir wollen keine russische Teilnahme", so Norwegens Verbandspräsident Roger Finjord. Er wünscht sich ein Signal der öffentlichen Hand, wie sie die Visaregeln bewertet, und hatte die Behörden bereits zuvor um Klärung gebeten.

Klimov-Teilnahme umstritten

Besonders umstritten ist die Zulassung von Evgeniy Klimov. Der Skispringer gewann 2022 bei den Olympischen Spielen in Peking Silber im Mixed-Team.

Kritiker erinnern daran, dass er im Februar 2022, kurz nach Kriegsbeginn, bei einem Weltcup die russische Flagge auf seinen Handschuhen in die Kameras gezeigt hat. Später soll er zudem bei einer Veranstaltung mit Präsident Wladimir Putin aufgetreten sein.

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