Streit um neue Weltcup-Kriterien im norwegischen Langlaufteam
Neue Auswahlkriterien für den Weltcup-Auftakt sorgen in Norwegen für Ärger. Mehrere Athleten kritisieren die Richtlinien und die Kommunikation des Verbands.
Vor dem Langlauf-Weltcup-Auftakt in Ruka am 27. November 2026 sorgen neue Auswahlkriterien im norwegischen Team für Streit.
Die Athleten sollen nicht mehr grundsätzlich bevorzugt werden. Stattdessen sollen aktuelle Leistungen und frühere Resultate bei der Nominierung stärker berücksichtigt werden.
Diese Vorgehensweise sorgt bei den Sportlern allerdings für wenig Begeisterung.
"Absolute Katastrophe"
"Die Nachricht kommt spät, wenn ich den ganzen Herbst darauf ausgerichtet habe, für das Ruka-Wochenende in Form zu sein und nicht für das Wochenende in Beitostölen", kritisiert Andreas Fjorden Ree gegenüber dem norwegischen Medium "VG". Er fügt hinzu: "Das ist für mich eine absolute Katastrophe."
Auch Teamkollege Harald Östberg Amundsen sieht die Neuerungen kritisch: "Wenn ich ehrlich bin, tragen die neuen Richtlinien zu noch weniger klaren Kriterien bei", sagt der 28-Jährige.
"Das ist sehr seltsam"
Auch die Kommunikation sei nicht optimal verlaufen. "Es ist speziell, solche Dinge in den Medien zu lesen und dass sie nicht mit uns sprechen. Das ist sehr seltsam", sagte Emil Iversen.
Der Vorsitzende des Langlaufkomitees Hakon Solvik reagierte auf die Kritik: "Das müssen wir ernst nehmen. Jetzt werden wir uns zeitnah mit den Athleten treffen, ihre Sicht anhören und für einen guten und sachlichen Dialog darüber sorgen, wie die Kriterien zu verstehen und anzuwenden sind."
Laut Solvik ist noch niemand für den Weltcup-Auftakt nominiert. Wer beim nationalen Langlauf-Auftakt in Beitostölen gute Ergebnisse liefert, kann sich für einen Platz im Weltcup empfehlen.