Kleiner Junge berührt Manuel Feller

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#zutränengerührt

Unter diesem Hashtag postet Manuel Feller am Mittwoch eine Instagram-Story. Der Inhalt: Die Nachricht einer Mutter, die sich im Namen ihres Sohnes bei Feller bedankt.

Für das „Immer wieder Aufstehen. Die Vorbildungwirkung auf meinen Sohn ist phänomenal“, schreibt die Mutter. Der kleine Junge wäre die ganzen Ferien über mit „Manuel-Feller-Rennski“ gefahren, denn - so die Meinung des Buben - mit diesem darf man „hinfallen und dann wieder aufstehen, es nochmal probieren und irgendwann gewinnen“.

Eine Nachricht, die Feller ans Herz geht.

"Ich kriege verhältnismäßig viel mehr aufmunternde Worte - das wundert mich, weil ich schon viel in den Sand gesetzt habe - , aber es sind auch Nachrichten dabei, wo ich mir dann meinen Teil denke. Es gibt immer ein paar Leute, die Aufmerksamkeit brauchen. Das jetzt war wirklich eine besondere Nachricht, das hat mich schon ein bisschen stolz gemacht und mir Demut gelehrt. Man hat echt eine Vorbildwirkung. Wenn ein Kind sagt, mit dem Feller-Ski kann ich hinfallen und so oft aufstehen, wie ich will, dann freut mich schon riesig. Von dem her werde ich auch immer wieder aufstehen und alles versuchen, bis es dann wieder so funktioniert, wie ich das auch will."

Ein guter Zeitpunkt dafür wäre die Weltmeisterschaft. 2017 in St. Moritz kürte er sich im Slalom hinter Marcel Marcel Hirscher zum Vize-Weltmeister.

Aare-Start ging in die Hose

"Das ist die Vergangenheit, davon kann ich mir jetzt nichts mehr kaufen", sagt Feller. "Ich bin hungrig auf mehr. Das Ziel auf jeden Fall eine Medaille, dafür stehe ich am Start."

Die "Mission Aare 2019" begann für Feller allerdings mit Problemen.

Nach verpasstem Flug kam er mit einem Tag Verspätung in Schweden an. Nach einem guten Trainingstag in Vemdalen war am Tag darauf plötzlich der Kurs vom Pistengerät weggeräumt worden.

"Die Trainer haben sechs, sieben, acht Stunden geschaufelt, am nächsten Tag am Berg war der Lauf weg und der Ratrac drinnen. Das hieß zusammenpacken und Abreise nach Aare", schildert Feller den "in die Hose gegangenen" Übungstag. Dennoch: "Das Befinden ist sehr gut, ich bin bereit."

"Sicherer und stärker als je zuvor"

Feller startet bei der WM sowohl im Riesentorlauf (Freitag, ab 14:15 Uhr im LAOLA1-LIVE-Ticker) als auch im Slalom (Sonntag) und fühlt sich in beiden Disziplinen sehr gut vorbereitet. "Ich weiß, ich habe jetzt in fünf Rennen vier Ausfälle gehabt. Aber ich fühle mich trotzdem sicherer und stärker als je zuvor", stellt Feller klar.

Nach dem dritten Platz im Zagreb-Slalom produzierte er in Adelboden einen Doppelausfall in Riesentorlauf und Slalom, in Wengen hievte er sich als Zweiter im Slalom erneut auf dass Podest, ehe er sich mit den Nullnummern in Kitzbühel und Schladming daheim eine große Klatsche abholte.

"Es ist sehr schade, wie der Jänner verlaufen ist, das hätte auch ganz anders ausschauen können. Bei den meisten Rennen habe ich es selbst verschissen.“

"Es ist sehr schade, wie der Jänner verlaufen ist, das hätte auch ganz anders ausschauen können. Bei den meisten Rennen habe ich es selbst verschissen", gibt Feller zu. 

Aber er stehe nicht am Start, um Vierter oder Fünfter zu werden.

"Wenn du weißt, dass du das Potenzial hast, um ganz vorne mitzufahren, dann versuchst du das natürlich auch. Deshalb bin ich in Kitzbühel oder Schladming auch nicht mit 95 Prozent gefahren, sondern habe Vollgas gegeben. Es ist mir nicht aufgegangen, aber jetzt ist es auch schon Geschichte", sagt Feller. 

Die Heim-Rennen seien vom Kopf her anstrengend, bei der WM ist der Druck geringer, erklärt der Fieberbrunner. "Ich kann frei drauf los fahren und freue mich riesig auf die Rennen."

"Mein Slalom-Schwung wäre brutal schnell"

Er fühle sich in beiden Disziplinen sehr stark. "Vor allem der Slalomschwung wäre momentan brutal schnell. Aber es ist natürlich kein Wunschkonzert. Die Dichte im Slalom ist hoch, da fahren 20 Leute um das Podium mit. Man darf sich nichts erlauben und es muss an dem Tag alles zusammenpassen", weiß Feller. 

Entscheidend werden auch die Bedingungen sein. Die warmen Temperaturen in Aare verlangen der Piste und damit den Läufern alles ab. 

"Ich bin sowieso ein Instinkt-Skifahrer, von dem her käme es mir sogar entgegen. Umso wechselhafter, umso schwieriger, desto besser bin ich meistens. Aber natürlich kann da auch sehr viel passieren", sagt Feller. "Ich stehe am Start, um zu gewinnen. So wie in jedem anderen Rennen auch. Ich werde alles daran setzen, um mein Ziel zu erreichen, aber es wird nicht einfach."

Für den Fall, dass es nicht wie gewünscht läuft, weiß Feller: "Dann muss man wieder aufstehen und weitermachen!"

Textquelle: © LAOLA1.at

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