Schwarz: „Habe mit Platz 4 gerechnet“

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Alle guten Dinge sind drei. Österreich darf im dritten Herren-Rennen bei der WM in Aare über die dritte Medaille jubeln.

Bis Marco Schwarz über Bronze jubeln durfte, war es allerdings eine Zitterpartie. „Das war relativ entspannt. Ich war schon im Ziel und konnte daher eh nichts mehr ausrichten. Aber jetzt freue ich mich brutal“, erklärt der Kärntner nach dem Gewinn seiner ersten Medaille in einem Einzelbewerb.

Als 21. nach der Abfahrt ging Schwarz schon früh in den Slalom und kam als Dritter hinter Alexis Pinturault und dem Slowenen Stefan Hadalin ins Ziel.

„Es waren noch 20 Leute am Start, daher habe ich nicht mehr mit einer Medaille gerechnet“, sagt Schwarz, der nach seinem Slalom-Lauf frustriert war.

„Ich war mit dem Slalom nicht happy. Ich hatte im Ziel das gleiche Gefühl wie letztes Jahr bei Olympia, da bin ich auch als Dritter ins Ziel gekommen und bin dann Vierter geworden. Damit hätte ich heute eigentlich auch gerechnet. Deshalb bin ich jetzt mega happy“, strahlt Schwarz.

"Die Piste war richtig schlecht"

Nach seinem Sieg in der Kombination in Wengen war der 23-Jährige als einer der Top-Favoriten ins Rennen gestartet. Am Ende fehlten 0,46 Sekunden auf Gold und 0,22 Sekunden auf Silber.

Die Ausgangsposition nach der Abfahrt sein gut gewesen, sagt Schwarz, im Slalom habe die Piste aber extrem nachgelassen.

„Die Piste war ganz was anderes, als wir es vom Weltcup gewohnt sind. Sie war eigentlich richtig schlecht beinander“, meint Schwarz. „Das soll aber keine Ausrede sein, ich habe es eh noch relativ gut gehabt. Wenn du da in der Abfahrt führst hast du so gut wie keine Chance mehr. Da fährst du bei jedem Tor 20 Zentimeter mehr."

Große Last fällt ab

Nicht zuletzt deshalb ist er am Ende eines langen Tages mit den Verschiebungen mehr als zufrieden. „Dass ich gleich im ersten Rennen hier eine Medaille hole ist megacool. Das Ziel war eine Medaille, die habe ich jetzt.“

Mit dem Gewinn der Bronzemedaille würde eine große Last wegfallen, gibt Schwarz zu. „Es ist schon befreiend. Jetzt kann ich ohne Druck in die anderen Bewerbe gehen.“

Für Schwarz geht es nach der Kombi Schlag auf Schlag. Am Dienstag (16 Uhr im LIVE-Ticker) steht bereits der Teambewerb auf dem Programm (ÖSV-Aufgebot für Teambewerb), am Freitag der Riesentorlauf und am Sonntag der Slalom. Dazwischen wird trainiert.

Monsterprogramm! Feier muss warten

Die Bronze-Feier werde daher eher ruhiger ausfallen, meint Schwarz, anstoßen werde er aber dennoch. Seine Eltern, der Bruder und einige Freunde sind in Aare vor Ort, um ihn anzufeuern. „Feiern können wir nach der Saison auch noch“, sagt er in Hinblick auf die nächsten Rennen.

Im Teamevent bietet sich gleich am Dienstag die nächste Chance auf Edelmetall. „Der Teamevent ist cool. Es war bei Olympia letztes Jahr schon super, wo wir Silber geholt haben. Wir werden uns wieder gegenseitig gut motivieren und dann wird es passen“, meint Schwarz.

Trotz der intensiven letzten Wochen im Weltcup mit den Rennen in Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming und den WM-Strapazen fühlt sich Schwarz „nach wie vor topfit“. „Die Kraft ist noch vorhanden. Mit einer Medaille lässt es sich jetzt noch lockerer fahren. Ich will in den nächsten Rennen gscheit Gas geben.“

Textquelle: © LAOLA1.at

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