Das sagte Schmidhofer nach ihrem Gold-Triumph über:
Ob sie sich an die Bezeichnung Weltmeisterin schon gewöhnt hat: "Es klingt immer noch ein bissl komisch. Es sollte aber kein Problem sein, sich daran zu gewöhnen für die nächsten zwei Jahre."
Wie es ist, plötzlich so im Mittelpunkt zu stehen: "Das ist mir vorher noch nie passiert, ich habe ja nichts gewonnen. Ich genieße das aber umso mehr. Es ist sicherlich anstrengend, aber in dieser Situation ist das in Ordnung, ich beantworte die gleiche Frage gerne auch zehn Mal."
Dass sie tags darauf als Weltmeisterin schon um 9.30 wieder am Start stehen musste: "Das war mir egal. Ich wollte was probieren, das mich auch im Flachen schnell macht. In Garmisch war ich im Flachen langsam, das kann ich in St. Moritz nicht gebrauchen, weil es hier nirgends mehr steil wird. Deshalb wollte ich gleich das erste Training nutzen, um schlauer zu werden."
Warum es so lange bis zum Durchbruch gedauert hat: "Ich bin eher eine Spätstarterin, ich war ja nie im Landeskader. Schnell ging nur der Schritt vom Nachwuchs in den A-Kader, womit ich mit den Besten der Welt trainieren konnte. Das ist vielleicht einen Schritt zu schnell gekommen. Es war alles tralala und es ist alles von selber gegangen. Aber von selbst geht es im Weltcup nur maximal bis zu den Top 20. Und ich habe nicht gecheckt, was es für ein Privileg ist, mit einer Renate Götschl oder einer Alexandra Meissnitzer zu fahren. Vielleicht habe ich geglaubt, dass ich die G'scheitheit mit dem Löffel gefressen habe. Im Nachhinein würde ich einiges anders machen. Aber besser spät als nie."
Was für die Änderung ausschlaggebend war: "Dass ich ein Jahr nicht im ÖSV war, daran bin ich gewachsen. Das war einer der wichtigsten Sommer, als ich selber schauen musste, was zu tun ist. Ohne das wäre ich heute nicht da. Ich habe so viele lässige Leute kennengelernt damals. Es ist im Leben nichts für nichts. Alles bringt was mit sich, was dich weiterbringt."