WM-Favorit? Vincent Kriechmayr wird "lästig"

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Die WM kann für Österreichs Speed-Asse Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer kommen!

Mit dem Doppel-Sieg in Garmisch-Partenkirchen im letzten Rennen vor den Titelkämpfen in Cortina d'Ampezzo macht sich vor allem Kriechmayr zum absoluten Topfavoriten auf Gold. Der Oberösterreicher feiert seinen zweiten Sieg in Folge nach jenem in Kitzbühel und stand in den vergangenen drei Rennen immer am Podest.

Angesprochen auf seine Favoritenrolle wiegelt Kriechmayr im ORF-Interview wie gewohnt ab. "Ich denke nicht, dass ich der einzige Favorit bin, vor allem bei Großereignissen gibt es oft Überraschungen. In Cortina ist es eine neue Strecke, ein neuer Tag, neues Glück, da gilt es, die Leistung wieder umzusetzen. Natürlich fühle ich mich sehr gut im Super-G, aber es sind anderen Namen auch noch am Start", sagt Kriechmayr, der nicht gerne als Favorit abgestempelt wird.

Kriechmayr: "Wenn dann bin ich lästig"

Nach zwei Siegen in Folgen muss er sich mit dieser Rolle aber wohl oder übel abfinden. In Garmisch wusste Kriechmayr schon nach dem Abschwingen, dass das eine Topplatzierung wird. "Vor mir waren Hochkaräter am Start. Ich wusste, wenn ich mit Nummer fünf in Führung bin, ist es auf alle Fälle eine gute Leistung gewesen. Ich fühle mich im Super-G sehr gut", sagt er im ORF, betont aber in Hinblick auf die WM: "Heute war das auch nicht so ein klares Rennen, Mothl war dicht hinter mir."

Der angesprochene "Mothl" Mayer beweist neben seiner Topform in der Abfahrt auch im Super-G aufsteigende Form - nach Rang drei in Kitzbühel nun Platz zwei.

Auf die Frage, ob Mayer im Super-G immer lästiger werde, sagt Kriechmayr: "Was heißt lästig? Er ist Olympiasieger in dieser Disziplin - wenn dann bin ich lästig! Vor allem was die Siege betrifft ist er mir doch noch voraus."

Mayer hat in den beiden Speed-Disziplinen derzeit jedenfalls einen Lauf, es ist sein sechtes Rennen in Folge auf dem Stockerl. "Ich habe ein gutes Gefühl am Ski, kann attackieren und trotzdem mit Lockerheit fahren. Ich habe es heute ganz klar in der Zielkurve verloren. Vinc ist super gefahren, Gratulation."

Natürlich mache er selbst sich mit diesen Ergebnissen etwas Druck vor der WM, aber er wisse, dass er gut drauf sei. Nun werde er nach Hause fahren, seine Unterhosen waschen und am Sonntag nach Cortina anreisen.

Kriechmayr spricht für beide, wenn er sagt: "Wir präsentieren uns gut, wir können sehr zuversichtlich sein."

WM-Team im Super-G wird konkreter

Zuversichtlich darf in Hinblick auf die WM auch Max Franz sein, der sich mit Rang sechs wohl ein Ticket für den Super-G gesichert hat.

"Vielleicht hat es auch den Druck gebraucht, ich weiß es nicht. Ich habe das Set up für diese Verhältnisse gut eingestellt. Es war nicht am letzten Zacken, das war von der Piste her aber auch nicht möglich", so Franz. Endlich habe er wieder zwei Fahrten ohne großen Bock runtergebracht. "Das tut gut. Ich freue mich auf die nächste Zeit." Die Ergebnisse seien gut für den Kopf: "Jetzt schauen wir, dass wir bei der WM noch eins drauflegen."

Der WM-Super-G steht bereits am Dienstag auf dem Programm. Das ÖSV-Quartett werden Kriechmayr, Mayer sowie wohl zwei aus dem Trio Franz, Christian Walder, am Samstag 22., und Stefan Babinsky, 20., bilden. Wobei das Pendel aufgrund der Saisonergebnisse wohl eher für Walder - 3. Val d'Isere, 5. Kitzbühel - ausschlagen wird. Babinsky ist aber auch für die Kombi ein Thema, sofern ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher die Wunschquote von 14 Herren zu 10 Damen durchsetzen kann.

"Das war heute umsonst. Ich habe mir bei diesen Verhältnissen irrsinnig schwergetan, ich habe von unten nichts zurückgekriegt, dann kommt halt so ein Ergebnis raus", erklärt Walder. Er hoffe, dass es für die WM passt, dann gäbe es Dienstag eh nur volle Attacke, es zähle nur eins, zwei, drei.

Und da hat Österreich zumindest mit Kriechmayr und Mayer gute Chancen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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