Vor Olympia: Der Druck auf Hirscher wächst

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"Der Jänner war einer meiner besten Skimonate überhaupt."

Marcel Hirscher zieht in seinem Blog auf "redbull.com" nach dem letzten Rennen vor Beginn der Olympischen Spiele (9.-25.2.) Bilanz und blickt auf die bevorstehenden Rennen in PyeongChang.

"Stichwort Gold: Während mir der Druck, gewinnen zu müssen, vor der Saison durch die Verletzung komplett genommen wurde, habe ich jetzt vor Südkorea das Gefühl, dass dieser Druck, dass diese Erwartungshaltung, wieder da sind", schreibt Hirscher.

"Die größte Aufgabe wird daher sein, sich die Lockerheit trotzdem beizubehalten. Leichter gesagt, als getan, aber nicht unmöglich." Der Salzburger ist im Slalom und Riesentorlauf der Topfavorit, eine Olympia-Goldmedaille fehlt bis dato noch in seinem Trophäenschrank.

"Klar fahre ich zu Olympia, um Rennen zu gewinnen, aber das tun alle anderen auch. Ich habe eine Mission, ob sie glückt, wird man sehen", sagt Hirscher bei der Olympia-Verabschiedung in Wien. "Es wird mein Leben nicht verändern, ob ich Olympiasieger bin oder nicht."

Teambewerb: "Aber wer weiß..."

Der 28-Jährige wird am 4. Februar nach Südkorea aufbrechen. Dort hat er Starts in der Kombination (13. Februar), im Riesentorlauf (18. Februar) und Slalom (22. Februar) eingeplant. Der abschließende Teambewerb am 24. Februar ist dagegen - "so wie es derzeit ausschaut" - kein Thema für ihn.

"So gerne ich beim Team-Bewerb auch starten würde, so realistisch muss ich angesichts des Weltcup-Kalenders sein: Emotional ist es für mich ein absolutes Muss, für Österreich beim Team-Wettbewerb an den Start zu gehen und meinen Teil zum Erfolg beizutragen. Aus organisatorischer Sicht, ist es im Grunde nicht möglich. Aber wer weiß: Ich werde sicher nochmal in mich hineinhorchen, aber objektiv gesehen wäre dieses Timing kaum verantwortbar", erklärt Hirscher mit Blick auf den Riesentorlauf und Slalom Anfang März in Slowenien.

In Kranjska Gora kann Hirscher nämlich bereits die kleinen Kristallkugeln in seinen beiden Paradedisziplinen fixieren: 144 Punkte beträgt sein Vorsprung vor den letzten beiden Slaloms auf Kristoffersen, der im Riesentorlauf zwei Rennen vor Schluss 105 Zähler Rückstand aufweist.

Im Gesamtweltcup liegt Hirscher 249 Punkte vor Kristoffersen. Nach Olympia stehen insgesamt noch acht Rennen auf dem Programm, je vier Technik- und Speed-Bewerbe.

Textquelle: © LAOLA1.at

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