Kriechmayr verrät sein "Kugel-Rezept"

Kriechmayr verrät sein Foto: © GEPA
 

Nach drei zweiten Plätzen in Folge ist es sich für Vincent Kriechmayr nun ausgegangen: Er beendet die Saison als weltbester Super-G-Fahrer.

Dabei hatte sich der Oberösterreicher die Kristallkugel dieses Mal nicht explizit zum Ziel gesetzt. "Ich bin bisher immer mit dem Ziel Super-G-Kugel gestartet und bin immer gescheitert. Für die Saison habe ich mir gesagt, ich will einfach in jedem Rennen pushen und um Siege kämpfen. Das ging wesentlich leichter von der Hand."

Top-Bilanz von Kriechmayr

Zwei der sechs Rennen gewann der 29-Jährige, zudem war er einmal Zweiter und einmal Dritter. Das letzte Rennen in der Lenzerheide am Donnerstag wurde witterungsbedingt nicht mehr durchgeführt, der Schweizer Marco Odermatt hatte keine Chance mehr, den Rückstand noch wettzumachen.

Im Vorjahr war es genau umgekehrt gewesen, nach der Absage des Super-G in Kvitfjell holte sich der Schweizer Mauro Caviezel mit drei Punkten Vorsprung auf Kriechmayr das Kristall.

Speed-Kugel? "Es ist Zeit geworden"

"Über die Saison gesehen, war der Vinc der stärkste Super-G-Fahrer. Ich bin auch überzeugt, dass er es mit einem Rennen heute geschafft hätte, aber es war mit Marco Odermatt ein starker Gegner da. Schön, dass wir wieder eine Speed-Kugel haben, es ist wirklich Zeit geworden", sagte ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher.

Es ist die erste seit 2008 und Hannes Reichelt. Und eine, deren Ursprung sich auch im Sommertraining findet. "Die konstanten Erfolge werden im Sommer mit einem sehr bewussten und zielgerichteten Konditionstraining geboren", sagte Kriechmayr.

Kugel und Medaillen haben selben Stellenwert

Er erklärte, dass für ihn die zwei Goldmedaillen in Abfahrt und Super-G bei der WM in Cortina und seine erste Kugel den gleichen Stellenwert haben.

"Dass ich so eine Saison haben werde, hätte ich nach den ersten Rennen, die in die Hose gegangen sind, nicht geglaubt. Ich habe mich gut erfangen und konstante Leitungen gezeigt. Ich bin cool geblieben, weil ich gewusst habe, dass ich das Zeug dazu habe."

Auch wenn in der Abfahrt ein paar Rennen nicht nach Plan verlaufen seien, so sei es doch eine "unglaubliche Saison" gewesen.

Kein Start im Riesentorlauf

Für Kriechmayr ist der Weltcup-Winter ebenso beendet wie für Matthias Mayer, beide werden im Riesentorlauf in der Lenzerheide nicht an den Start gehen.

Mayer schloss als Zweiter der Abfahrts-und Dritter der Super-G-Wertung ab. Er gewann die Abfahrt in Bormio und stand in den beiden Speed-Bewerben insgesamt sieben Mal auf dem Podest.

Kriechmayrs Saisonergebnisse im Super-G:

Platz Ort Datum
5. Val d'Isere 12.12.2020
15. Gröden 18.12.2020
2. Bormio 29.12.2020
1. Kitzbühel 25.1.2021
1. Garmisch-Partenkirchen 6.2.2021
1. WM Cortina 11.2.2021
3. Saalbach-Hinterglemm 7.3.2021
Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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