Hirscher mit Aufholjagd zum Slalom-Sieg

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Marcel Hirscher gewinnt sensationell den Slalom in Val d'Isere.

Der Salzburger rast bei heftigem Schneefall dank eines furionsen zweiten Laufs von Halbzeitrang acht zum Sieg. Hirscher setzt sich 0,39 Sekunden vor Henrik Kristoffersen (NOR) und Andre Myhrer (SWE/+0,40) durch.

Michael Matt, zur Halbzeit Zweiter, muss sich mit Rang vier (0,55) begnügen. Marco Schwarz und Christian Hirschbühl verbessern sich im Finale deutlich und landen auf den Plätzen neun und elf, Marc Digruber belegt Rang 21.

Ergebnis des Slaloms>>>

Für Hirscher ist es der insgesamt 47. Weltcupsieg. Ewige Bestenliste>>>

Damit schiebt er sich im Gesamtweltcup und im Slalom-Weltcup auf Rang zwei.

"Raunzerei auf hohem Niveau"

"Ich war nach dem 1. Durchgang schon geschockt, wie schwer ich mir getan habe", analysiert Hirscher nach dem Rennen. "Ich bin viel hinten draufgehängt - es ist aber Raunzerei auf hohem Niveau. Aber es hat sich wirklich nicht gut angefühlt."

Einmal mehr greift der Salzburger in der Pause zwischen den Durchgängen in die Material-Trickkiste: "Im 2. Lauf habe ich etwas Neues probiert. Das heute nochmal zu drehen ist auf ein anderes Equipment zurückzuführen, das ich noch nicht gefahren bin. Im Moment teste ich mehr im Rennen als im Training."

Das vermisst Marcel Hirscher noch>>>

Kristoffersen zieht den Hut

Kristoffersen war in der Entscheidung drei Nummern hinter Hirscher gekommen und wusste da schon, was es geschlagen hat. "Ich habe Marcel am Start gesehen, und er war unglaublich schnell."

Der Norsker zog den Hut vor seinem langjährigen Konkurrenten - "Chapeau!" -, in den vergangenen beiden Jahren hatte er den Torlauf im französischen Ski-Ort für sich entschieden.

Diesmal sah er aber zu viele Fehler in seiner Leistung. "Ich bin sehr am Limit gefahren, ich bin sehr zufrieden." Platz zwei reichte dem 23-Jährigen, um die Führung im Gesamt- und Spezial-Weltcup jeweils vor Hirscher zu übernehmen. Gesamt fehlen dem ÖSV-Star nur noch elf Punkte auf die Führung.

Matt trotz Fehlern zufrieden

Michael Matt schrammt als Vierter nur knapp am Podest vorbei. Der Tiroler weiß aber, wo der Podestplatz liegt: "Im ersten Lauf hatte ich einen Fehler, im zweiten Lauf waren auch ein paar Sachen dabei. Daher kann ich schon zufrieden sein."

Der starke Schneefall im 2. Durchgang sei eine Herausforderung gewesen: "Ab dem ersten Übergang war die Brille zu. daduch habe ich nicht so vor dem gepusht, wie ich es normalerweise mache."

Mit einem positiven Gefühl kann Marco Schwarz aus Val d'Isere abreisen. Mit Laufbestzeit katapultiert sich der Kärntner von Rang 28 nach dem 1. Durchgang noch in die Top 10: "Der zweite Lauf war gut und eine Schadensbegrenzung." Auch er streicht die schlechte Sicht hervor: "Bis zur Mitte ist es gegangen, aber dann ist es mit der Brille ein Wahnsinn."

Feller: "Davon kann ich mir nichts kaufen"

Ein Wahnsinn ist für Manuel Feller die hohe Ausfallsquoten. Denn wie schon beim Auftakt in Levi steht der Tiroler nach starker Leistung mit leeren Händen da.

"Es wird mit jedem Ausfall noch ärgerlicher", schüttelt Feller den Kopf. Diese Serie hat auch negative Auswirkungen in der Startliste: "Zwei Nuller hintereinander - jetzt bin ich auch nicht mehr in den Top 15 drinnen."

Der positive Aspekt sei, dass der Speed da sei. "Aber das wissen wir seit Längerem. Und davon kann ich mir auch nichts kaufen." Dennoch will er nichts an seiner Art ändern. Denn: "Ein Ausfall ist so wie wenn ich es runterbremse. Ich muss das nächste Rennen wieder so angehen und mich auf meine Sachen konzentrieren - was heute lange gut funktioniert hat."


Textquelle: © LAOLA1.at

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