13. Saisonsieg! Hirscher zieht mit Maier gleich

13. Saisonsieg! Hirscher zieht mit Maier gleich Foto: © getty
 

Marcel Hirscher feiert in Aare seinen sechsten Sieg im RTL und seinen 13. Erfolg insgesamt in dieser Saison. Damit stellt der siebenfache Gesamtweltcup-Sieger die Rekordmarke von Hermann Maier und Ingemar Stenmark ein.

Hirscher, Führender nach dem 1. Lauf, setzt sich im Finale auf verkürzter Strecke (Wind) 0,23 Sekunden vor Henrik Kristoffersen und Victor Muffat-Jeandet (FRA/+0,26) durch.

Manuel Feller belegt Rang zehn (+2,11).

Ergebnis des Herren-RTL in Aare >>>

Hirscher stand bereits vor dem Finale als Sieger im RTL-Weltcup fest, Manuel Feller belegt in der Disziplinen-Wertung hinter Kristoffersen und Pinturault Rang vier.

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Für den Salzburger ist es sein insgesamt 58. Weltcup-Sieg - Ewige Bestenliste Weltcupsiege>>>.

Hirscher mit 100-Prozent-Quote im RTL>>>

Laufbestzeit trotz Beinahe-Ausfalls

Ausnahme-Skiläufer Hirscher verblüffte am Ende seiner mit einer Knöchelverletzung begonnenen und dann doch so grandiosen Saison schon im ersten Durchgang.

Da wurde er zur Hälfte des Kurses von einer Welle ausgehoben und vermied akrobatisch einen Ausfall bzw. sogar einen eventuell bösen Sturz. Trotz dieses Fehlers legte der Salzburger klare Bestzeit hin und führte zur Halbzeit eine halbe Sekunde vor Muffat-Jeandet und 0,59 vor Kristoffersen.

Der zweite Lauf im schwedischen WM-Ort 2019 musste dann wegen aufkommenden Windes verkürzt werden. Aber selbst die Fahrt vom Reservestart genügte Hirscher, um mit viertbester Laufzeit seinen 58. Weltcupsieg sicherzustellen. Wie Maier (2000/01) und Stenmark (1978/79) hält er nun bei 13 Saisonsiegen.

Weitere Rekorde möglich

Sonntag im Slalom kann sich der siebenfache Weltcup-Gesamtsieger damit auch in dieser Bestenliste bei den Herren "solo" an die Spitze setzen und zudem mit dem 8. Saisonsieg im Slalom auch in dieser Disziplin für eine Weltcup-Bestmarke sorgen. 7 Slaloms haben neben Hirscher nur Stenmark (1976/77), Marc Girardelli (1984/85) und Alberto Tomba (1994/95) gewonnen.

Insgesamt 14 Saisonsiege im Weltcup hat bisher nur die Schweizerin Vreni Schneider im Winter 1988/89 geschafft. "Noch einmal gut Skifahren", gab Hirscher die Parole für das Abschluss-Rennen über dem Aare-See aus.

"Der Druck ist etwas weg"

Mit seinem 28. Riesentorlauf-Triumph im Weltcup bewies Weltmeister und Olympiasieger Hirscher, dass das Feuer nach wie vor in ihm brennt, obwohl er die Kugeln für den Gesamtsieg sowie die jeweils 5. für Riesentorlauf- und Slalom-Wertung längst sicher hat.

"Natürlich ist da der Druck etwas weg und man fährt befreiter. Aber während der Fahrten ist alles wie immer", erklärte Hirscher, der mittlerweile 17 Kugeln (7 Gesamt, je 5 Slalom und RTL) sein Eigen nennt.

"Mittelding zwischen Angriff und Durchkommen"

Letztlich fiel mit 0,23 Sekunden Vorsprung auf Kristoffersen der Sieg noch relativ "knapp" aus. "Ich habe gewusst, es braucht ein Mittelding zwischen Durchkommen und Angriff. Der Rennausgang war also eher glücklich für mich. Aber dass ich es nochmals durchziehen konnte, macht mich happy", sagte Hirscher im ORF.

Er freue sich, dass es auch im letzten Riesentorlauf-Rennen nochmals so gut hingehauen habe. Die kritische Situation in Lauf eins kommentierte Hirscher so: "Es ist alles gutgegangen. An dieser Stelle will man nicht hinfallen. Es reicht heuer mit Wehtun. Umso schöner ist es, dass es letztendlich so gut wie noch nie funktioniert hat."

Kristoffersen verneigt sich - einmal mehr

Der einmal mehr von Hirscher geschlagene Kristoffersen kann mittlerweile ganz gut mit der Situation leben. "So ist es im Moment eben. Er ist der beste Riesentorläufer", verbeugte sich der Norweger vor dem Österreicher. Er sei dennoch zufrieden mit seiner Saison, betonte Kristoffersen.

"Marcel ist in einer so guten Form, es war schwierig für mich." Ob er Hirscher am Sonntag im Slalom biegen könne? "Ich probiere es. Leider ist der Wetterbericht nicht so gut für Morgen."

Stimmen:

Marcel Hirscher: Es war heute eh eine knappe Entscheidung, es war nicht allzu einfach. Superhappy, dass ich das im letzten Rennen noch durchziehen konnte. Ich freue mich sehr, dass es im letzten Rennen noch so gut hingehaut hat. Es war im ersten Durchgang haarscharf. Da willst du auch nicht hinfallen, denn dahinter geht es gleich runter. Ich habe im 2. lauf gewusst: Es wird eine Mischung brauchen, zwischen Risiko und durchkommen wollen. Es war etwas weniger Kurve drin, mehr Tempo. Da habe ich mir nicht ganz so leicht getan.

Henrik Kristoffersen: Heute war ich nur 3 Hundertstel vor Muffat. Es ist ganz okay. Bei Marcels Lauf habe ich mir bei der 1. Zwischenzeit noch gedacht: Vielleicht geht was. Nach der zweiten war klar: Na, geht nix! Aber diese Saison war für mich im Riesentorlauf wirklich sehr gut, viel besser als letztes Jahr. Ich habe viel trainiert, das Ziel war ein Sieg. Aber wenn Marcel in so einer Form ist, dann ist es schwierig.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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