Matt bei City-Event in Oslo am Podest

Matt bei City-Event in Oslo am Podest Foto: © GEPA
 

Fast perfekter Start ins neue Jahr für Michael Matt! Der Tiroler fährt beim City-Event am legendären Holmenkollen in Oslo Rang auf Rang zwei.

Matt schaltet am Weg ins Finale Alexis Pinturault, Luca Areni und Dave Ryding aus und muss sich letztlich nur Andre Myhrer (SWE) geschlagen geben. Rang drei geht an Linus Strasser (GER).

Marcel Hirscher muss sich mit Rang fünf begnügen. Der Salzburger setzt sich in der 1. Runde knapp gegen Kjetil Jansrud durch, im Viertelfinale scheitert er nach einem Fehler an Ryding.

Henrik Kristoffersen (NOR) muss sich bereits in Runde eins Linus Strasser geschlagen geben, womit Hirscher seinen Vorsprung auf den Norweger im Gesamtweltcup auf 54 Punkte ausbaut.

Das Herren-Ergebnis des City-Events in Oslo >>>

Nächster Sieg für Shiffrin

Bei den Damen fährt Bernadette Schild mit Rang fünf (Aus im Viertelfinale gegen Hansdotter) ihr bestes Ergebnis bei einem City-Event ein. Katharina Truppe scheitert bereits in Runde eins an Wendy Holdener (SUI) und belegt Rang neun.

Der Sieg geht an Mikaela Shiffrin (USA), die ihren 37. Weltcup-Erfolg feiert. Die Gesamtweltcup-Führende gewinnt vor Holdener und Melanie Meillard (SUI), die ihren ersten Podestplatz im Weltcup einfährt.

Shiffrin baut ihren Vorsprung im Gesamtweltcup damit auf 471 Punkte auf Viktoria Rebensburg (GER) aus.

Das Damen-Ergebnis des City-Events in Oslo >>>

Shiffrin auf Rekordjagd

Die 22-Jährige hat nach 15 Saisonrennen bereits 981 Punkte auf dem Konto. Das bedeutet gesamt einen Schnitt von 65 Zähler pro Rennen. Gemessen an ihren 13 Einsätzen hält sie bei 75. Den Punkterekord im Weltcup hat Tina Maze mit 2.414 in der Saison 2012/13 inne, die Slowenin trat damals in allen 35 Bewerben an und kam auf einen Schnitt von 69.

"Das ist so cool, es ist mein erstes Rennen in Norwegen, mein erstes Mal in Oslo, es ist so speziell hier", sagte Shiffrin im Auslauf der Schanzenanlage Holmenkollen. Sie entschied ihr Finalduell gegen die Schweizerin Wendy Holdener für sich, deren Landsfrau Melanie Meillard hatte um Platz drei gegen die Schwedin Frida Hansdotter das bessere Ende für sich und kam erstmals in ihrer Karriere auf das Podest.

Schild zufrieden

Schild reist mit Platz fünf in der Tasche zum Spezialslalom nach Zagreb. Die Salzburgerin warf im Achtelfinale Chiara Costazza (ITA) aus dem Bewerb, fädelte im Viertelfinale gegen Hansdotter aber ein.

"Das Jahr hat gut begonnen, es ist ein lässiger Bewerb. Wenn der Nebel nicht wäre, wäre es unglaublich cool hier", meinte Schild. Truppe blieb im Achtelfinale an Holdener hängen. "Es ist keine große Tragik, Wendy ist eine starke Läuferin, irgendwann schlage ich sie schon noch."

City-Spezialist Myhrer erstmals ganz oben

Bei den Herren durfte Andre Myhrer nach zwei zweiten und einem dritten Rang erstmals über einen Sieg bei einem City-Event jubeln.

"Ich war immer an der Spitze, habe aber noch nie gewonnen. Ich bin glücklich, dass es hier am Holmenkollen passiert ist. Mein Großvater kommt aus Norwegen, ich habe seine Anwesenheit hier gespürt. Das will ich in Stockholm wiederholen", sagte Myhrer, der am 11. Jänner 35 wird und zum achten Mal im Weltcup siegte.

"Ist keine Schande"

"Gegen Myhrer zu verlieren, ist keine Schande. Ers ist einer der Schnellsten hier", sagte Mario Matt nach dem Finale im ORF. "Ich bin sehr glücklich, dass ich so weit gekommen bin. Im Finale habe ich alles riskiert. So kann es weitergehen."

Um Platz drei gab der Deutsche Linus Straßer dem Briten David Ryding das Nachsehen.

Hirscher baut Weltcup-Führung aus

Als Fünfter baute Hirscher seinen Vorsprung im Gesamtweltcup aus, er hat nun 574 Punkte angesammelt, Henrik Kristoffersen (NOR) hält bei 520, Kjetil Jansrud (NOR) bei 480, Aksel Lund Svindal (NOR) bei 454 und Alexis Pinturault (FRA) bei 402.

Hirscher setzte sich zum Auftakt in Oslo in einem hartem Achtelfinalduell 0,10 Sekunden gegen Jansrud durch, für die Mitfavoriten Pinturault (gegen Matt) und Kristoffersen (gegen Straßer) war gleich Endstation.

Hirschers Technik-Versuch geht in die Hose

Schon im Viertelfinale kam dann aber auch für Hirscher das Aus, er musste Ryding um 0,09 Sekunden den Vortritt lassen.

"Dave muss man immer auf der Rechnung haben, er ist ja auch im Spezialslalom superschnell. Ich habe es selbst vergeigt, ich habe eine neue Technik probiert, das Cross Blocking, damit komme ich nicht so zurecht", sagte der Salzburger. "Aber ein fünfter Platz ist besser als in den letzten Jahren, da war es oft in der ersten Runde vorbei."

Für die Zuschauer tat es ihm leid, dass sie wegen des dichten Nebels nichts sahen. "Megaschade. Es wäre ein megaklasses Stadion, hinter mir wäre eine Sprungschanze, die ich aber nicht gesehen habe", sagte Hirscher, der erst am Montagvormittag nach Oslo gereist war. Der Nebel war pünktlich um Mitternacht mit dem Jahreswechsel gekommen.

Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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