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Manuel Feller spürt einen Aufwärtstrend

Tiroler fährt in Hinterstoder bestes RTL-Ergebnis ein. ÖSV-Explosion blieb aus:

Manuel Feller spürt einen Aufwärtstrend Foto: © GEPA

Die erhoffte Erfolgs-"Explosion" im Riesentorlauf ist bei Österreichs Ski-Herren auch beim Heimrennen in Hinterstoder ausgeblieben. 

Das in den zweiten Durchgang gefahrene Trio Manuel Feller (11.), Roland Leitinger (18.) und Marco Schwarz (20.) nutzte in der Entscheidung bei schwierigen Pistenverhältnissen immerhin jeweils frühe Startnummern für einen kleinen Vorstoß. Das Podest, das das ÖSV-Riesentorlauf-Team zum neunten Mal in Folge verpasste, war aber in weiter Ferne. Zwei sechste Ränge (Alta Badia, Adelboden) bleiben als Top-Ergebnisse in diesem Winter stehen.

"Wenn man die ganze Saison Wochenende für Wochenende eine um die Ohren kriegt, macht es Spaß, ein bisschen einen Aufwärtstrend zu spüren", sagt Feller. 

ÖSV-interne Kritik an Kurssetzung

Im ersten Durchgang war man von Spaß weit entfernt, die ÖSV-Läufer mühten sich mit hohen Startnummern über die weiche Strecke mit einem anspruchsvollen, weil drehenden und langen Kurs. Dieser wurde ausgerechnet von einem der ÖSV-Technik-Trainer, Benjamin Prantner - zuständig für die Gruppe um Roland Leitinger - gesteckt. 

"Im Training haben wir was ganz Anderes trainiert, dann war die Umstellung schwierig. Ich weiß es nicht, warum so gesetzt wurde", war Marco Schwarz im ORF-Interview mit der Kurssetzung nicht ganz zufrieden. 

Manuel Feller sprach vom "schwierigsten Rennen, das ich je in meiner Karriere gefahren bin", wollte die Kurssetzung aber nicht als Ausrede für seinen 17. Platz nach dem ersten Durchgang gelten lassen. "Manchen liegt der Kurs mehr, manchen weniger, dem Roli (Leitinger, Anm.) kommt diese Kurssetzung sehr entgegen, mir und dem "Blacky" (Schwarz, Anm.) vielleicht etwas weniger."

Letzterer musste schlussendlich auch eingestehen: "Ein guter Läufer kann beides."

Knauß: "In dieser Sache überholen wir uns"

Dass innerhalb des ÖSV-Technik-Teams in unterschiedlichen Gruppen trainiert wird, hinterfragt ORF-Experte Hans Knauß kritisch. 

"Wir haben viele kleine Teams, und in dieser Sache überholen wir uns. Die besten Athleten trainieren nicht gemeinsam. Daraus entsteht die Taktiererei - aber schon innerhalb des ÖSV", meint der Ex-Rennläufer.

In Hinterstoder gelang allen drei fürs Finale qualifizierten Österreichern vor rund 4.000 Fans zumindest eine leichte Verbesserung. Manuel Feller ist nach seinem bisher besten Saison-Ergebnis im RTL zufrieden. "Natürlich ist es nicht das Optimum, aber ein Schritt nach vorne", sagt Feller nach Rang elf.

Schwarz machte noch sechs Plätze auf 20 gut und betrieb damit laut Eigenaussage "Schadensbegrenzung", auch Leitinger (18.) war im zweiten Lauf "um das bisserl" besser. "Aber Explosion war es keine."

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