Odermatt: Adelboden-Sieg war emotionaler

Odermatt: Adelboden-Sieg war emotionaler Foto: © GEPA
 

Was für eine Gala von Marco Odermatt!

Der Schweizer Ski-Superstar ist in der heurigen Saison das Maß aller Dinge, das bewies er auch im Super-G von Wengen. Mit Startnummer sieben zauberte der 24-Jährige eine astreine Fahrt in den Schnee, an der sich sowohl Matthias Mayer als auch in weiterer Folge Aleksander Aamodt Kilde die Zähne ausbissen.

Der Norweger kam noch am nächsten an Odermatt heran, musste seinen schärfsten Rivalen aber ziehen lassen. Damit fuhr der Gesamtweltcup-Leader nach seinem Sieg im Riesentorlauf von Adelboden den nächsten Erfolg bei einem Klassiker ein. Für Odermatt hat der Sieg am Chuenisbärgli aber mehr Bedeutung.

"Unheimlich ist der sechste Saisonsieg nicht, aber unglaublich. Schon letztes Wochenende war es eine ganz andere Ausgangslage mit dem großen Druck. Ich habe wirklich immer nur von Adelboden geträumt. Letztes Wochenende war die emotionale Bedeutung für mich größer, das macht den Sieg aber nicht kleiner", meinte der Schweizer nach dem Rennen.

"In Wengen zu gewinnen, war nie ein großes Ziel"

Dennoch habe er sich "sehr auf das Rennen gefreut. Ich bin froh, dass es so aufgegangen ist. Gerade bei so einem Super-G musst du einen gewissen Grundspeed haben, die paar Sachen, die es gibt, gut treffen. Das ist mir sehr gut gelungen", war der 24-Jährige mit seiner Fahrt hochzufrieden.

In Wengen zu gewinnen, war eigentlich nie sein großes Ziel, gestand der Superstar. "Ich war als Junge auch nie in Wengen zuschauen." Für die beiden Abfahrten, in denen er spätestens nach dem zweiten Platz in Bormio zum absoluten Favoritenkreis zählt, rechnet sich der Schweizer nicht allzu viel aus.

"Ein Sieg in der Abfahrt am Lauberhorn ist schon höher einzuschätzen als im Super-G, aber da fehlt schon noch etwas. Dennoch werde ich alles geben." Einen Start von Vincent Kriechmayr in den Abfahrten würde er befürworten.

"Wir haben das kurz vor dem Rennen besprochen, ich fände es, ehrlich gesagt, gut. Klar muss man sich die Regeln anschauen und bei einem anderen Athleten, der kein Favorit ist, die selben Schlüsse ziehen. Aber in dieser Situation ist es für den Athleten, daher würde ich es gut finden", so Odermatt über den Oberösterreicher, der die Abfahrtstrainings in Wengen nach einer Corona-Infektion samt behördlicher Quarantäne verpasste und somit nicht an den Start gehen dürfte. Eine offizielle Entscheidung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.

Kilde schwärmt über Odermatt

Zum ersten Mal nach drei Super-G-Siegen in Folge geschlagen war Aleksander Aamodt Kilde. Nachdem der Norweger beim ersten Bewerb in Beaver Creek ausfiel, holte er beim zweiten Super-G in den USA sowie in Gröden und Bormio den Sieg. Daher reiste der Gesamtweltcup-Sieger von 2019/20 mit dem Roten Trikot nach Wengen an, das er mit seinem zweiten Platz auch behielt.

Der 29-Jährige schwärmte daraufhin über seinen Rivalen: "Wir kämpfen schon seit einigen Jahren miteinander. Er ist so ein unglaublicher Skifahrer und auch als Mensch top. Er lacht immer, und er ist fair. Es ist ein cooler Fight, den wir haben", meint der Norweger.

Einen Super-G in Wengen würde er gerne auch nächstes Jahr im Programm haben. "Es ist eine coole Strecke. Es ist so ein guter Schnee, und der Flow des Hangs ist auch unglaublich. Wenn ich an meinen Lauf zurückdenke, hatte ich so viel Spaß."


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