Feller-Gruß an Adrian Pertl
Das ÖSV-Team war nicht in Vollbesitz seiner Kräfte, hatte am Sonntag die Nachricht erhalten, dass sich Cortina-Vizeweltmeister Adrian Pertl am Samstag im Riesentorlauf einen Riss des vorderen Kreuzbandes und eine Meniskusverletzung im rechten Knie zugezogen hatte.
Feller dachte nach dem Rennen auch seinen Teamkollegen: "Ich möchte noch Adi (Pertl) gute Besserung wünschen, der geht uns schon ab. Normal hätten wir vier Läufer in der ersten Startgruppe."
Mit Marco Schwarz, dem Slalom-Kugelgewinner der vergangenen Saison, war der Leistungsträger des vergangenen Winters zwar wieder mit dabei, aber freilich noch nicht in Topform.
Schwarz sieht Comeback positiv
Als 35. verpasste Schwarz im ersten Rennen nach der Knöchel-Verletzung die Qualifikation für den zweiten Durchgang.
"Die Freude ist groß, dass es mit dem Knöchel wieder passt. Die Enttäuschung, dass ich mich nicht qualifiziert habe, ist natürlich groß. Man muss aber auch realistisch sagen, ich bin viereinhalb Wochen nicht auf den Ski gewesen, hatte zwei Trainingstage, da hat man sich nicht viel mehr erwarten können", erklärte Schwarz.
Vor dem Ziel habe er noch einen Fehler gehabt, außer Reichweite war das Finale der Top 30 für den Kugelverteidiger also nicht. "Da habe ich kein Tempo mehr ins Ziel gehabt. Wenn das nicht ist, qualifiziere ich mich und kann im zweiten Durchgang vielleicht noch ein bisserl zulegen, dann schauen ein paar Punkte raus. So fahre ich mit null Punkten heim, bin aber zufrieden, dass der Knöchel hält."
Gstrein sucht das Risiko
Im Großen und Ganzen könne er zufrieden sein, meinte später auch Gstrein. "Der erste Durchgang war zu verhalten, im zweiten habe ich besser angefangen, aber unten habe ich das Tempo nicht gekriegt. Es wäre gut, wenn ich mal einen ganzen Lauf das ganze Risiko gehen kann", weiß der Tiroler, woran es zu arbeiten gilt.
Der Vorarlberger Hirschbühl, der in Lech/Zürs überraschend das Parallelrennen gewonnen hat, blieb unter den Erwartungen. Das Skifahren sei okay gewesen, sagte er, wusste aber auch.
"Ich glaube, ich habe einfach nur die Skilehrerwertung gewonnen und sonst nicht mehr. Ich habe zu wenig laufen lassen. Im zweiten habe ich probiert, mehr Gas zu geben, aber es läuft mir nicht locker von der Hand." Es sein ein verkorkster Arbeitstag gewesen und gelte nun, die Hausaufgaben zu machen.