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Feller: "Dann ist das Debakel komplett"

Feller: "Dann ist das Debakel komplett" Foto: © GEPA

So hat sich das starke ÖSV-Slalomteam den Saison-Auftakt nicht vorgestellt. Kein Fahrer in den Top 10, nur zwei Läufer in den Punkterängen - wirklich Zählbares ist bei der Heimfahrt nicht im Koffer. 

Allerdings waren schon die Vorzeichen nicht gut. Marco Schwarz reiste nach fünfwöchiger Verletzungspause mit Trainingsrückstand nach Frankreich. Im Riesentorlauf dann der nächste Rückschlag: Adrian Pertl musste Val d'Isere mit einem Kreuzbandriss verlassen - Saisonende.

Die rot-weiß-roten Hoffnungen ruhten damit vor allem auf den Schultern von Manuel Feller. Und der Tiroler schien die Erwartungen zu erfüllen - mischte zur Halbzeit als Fünfter im Podestkampf mit.

Im 2. Durchgang war der 29-Jährige am Weg Richtung Top-Resultat - ehe ihn ein Einfädler aus dem Rennen riss.

"Natürlich ist Enttäuschung da, ausfallen tut keiner gerne. Aber ein Einfädler kann im Slalom natürlich immer passieren", meint Feller nach dem Rennen.

Der Tiroler sagt weiter: "Es gibt keinen Slalomläufer, der noch nie eingefädelt hat. Da brauche ich den Kopf nicht in den Sand stecken. Natürlich hätten wir gern ein paar Punkte mitgenommen."

"Dann ist das Debakel eigentlich komplett"

Es seien nicht unbedingt seine Bedingungen, aber dafür bis zum Ausfall ein sehr gutes Rennen gewesen. Mannschaftlich schaue es nicht gut aus, und normalerweise sollten vier Österreicher in den Top 15 liegen.

"Und wenn du dann nach dem ersten Durchgang schon ein brutal schlechtes Ergebnis hast, und dann fädel ich noch ein, dann ist das Debakel eigentlich komplett." Er sei sich aber sicher, dass das bald schon wieder anders aussehen werde.

Ergebnis des Slaloms in Val d'Isere>>>

Feller-Gruß an Adrian Pertl

Das ÖSV-Team war nicht in Vollbesitz seiner Kräfte, hatte am Sonntag die Nachricht erhalten, dass sich Cortina-Vizeweltmeister Adrian Pertl am Samstag im Riesentorlauf einen Riss des vorderen Kreuzbandes und eine Meniskusverletzung im rechten Knie zugezogen hatte.

Feller dachte nach dem Rennen auch seinen Teamkollegen: "Ich möchte noch Adi (Pertl) gute Besserung wünschen, der geht uns schon ab. Normal hätten wir vier Läufer in der ersten Startgruppe."

Mit Marco Schwarz, dem Slalom-Kugelgewinner der vergangenen Saison, war der Leistungsträger des vergangenen Winters zwar wieder mit dabei, aber freilich noch nicht in Topform.

Schwarz sieht Comeback positiv

Als 35. verpasste Schwarz im ersten Rennen nach der Knöchel-Verletzung die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

"Die Freude ist groß, dass es mit dem Knöchel wieder passt. Die Enttäuschung, dass ich mich nicht qualifiziert habe, ist natürlich groß. Man muss aber auch realistisch sagen, ich bin viereinhalb Wochen nicht auf den Ski gewesen, hatte zwei Trainingstage, da hat man sich nicht viel mehr erwarten können", erklärte Schwarz.

Vor dem Ziel habe er noch einen Fehler gehabt, außer Reichweite war das Finale der Top 30 für den Kugelverteidiger also nicht. "Da habe ich kein Tempo mehr ins Ziel gehabt. Wenn das nicht ist, qualifiziere ich mich und kann im zweiten Durchgang vielleicht noch ein bisserl zulegen, dann schauen ein paar Punkte raus. So fahre ich mit null Punkten heim, bin aber zufrieden, dass der Knöchel hält."

Gstrein sucht das Risiko

Im Großen und Ganzen könne er zufrieden sein, meinte später auch Gstrein. "Der erste Durchgang war zu verhalten, im zweiten habe ich besser angefangen, aber unten habe ich das Tempo nicht gekriegt. Es wäre gut, wenn ich mal einen ganzen Lauf das ganze Risiko gehen kann", weiß der Tiroler, woran es zu arbeiten gilt.

Der Vorarlberger Hirschbühl, der in Lech/Zürs überraschend das Parallelrennen gewonnen hat, blieb unter den Erwartungen. Das Skifahren sei okay gewesen, sagte er, wusste aber auch.

"Ich glaube, ich habe einfach nur die Skilehrerwertung gewonnen und sonst nicht mehr. Ich habe zu wenig laufen lassen. Im zweiten habe ich probiert, mehr Gas zu geben, aber es läuft mir nicht locker von der Hand." Es sein ein verkorkster Arbeitstag gewesen und gelte nun, die Hausaufgaben zu machen.

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