Double-Sieger Kriechmayr "voll am Limit"

Double-Sieger Kriechmayr Foto: © GEPA
 

Zwei Rennen, zwei Siege - Vincent Kriechmayr verlässt Are, den WM-Ort von 2019, mit dem Maximum an Punkten und viel Selbstvertrauen.

Nach dem Ex-aequo-Sieg mit Matthias Mayer in der Abfahrt haben im Super-G wenige Hundertstel zugunsten des Oberösterreichers entschieden. "Ich war voll am Limit und freue mich, dass die Hundertstel auf meiner Seite waren", sagt Kriechmayr.

Anders als am Vortag stand er alleine ganz oben auf dem Podest. "Das geht auch, aber ich bin auch recht gern mit dem Mothl auf dem Podest gestanden, das war wunderbar, etwas Spezielles."

Kriechmayr will Seriensieger werden

Nach seinen Weltcup-Siegen Nummer zwei und drei habe er sich an das Gewinnen zwar noch nicht gewöhnt, "aber es ist kein schlechtes Gefühl." Er habe gewusst, dass es ein enges Rennen werde und er alles riskieren müsse. "Bei ein paar Schwüngen habe ich vielleicht ein bisserl zu viel Richtung gemacht, aber der Rest ist mir einfach wirklich leicht von der Hand gegangen."

Trotz des Erfolgs-Doubles ist Kriechmayr froh, dass die Saison nun zu Ende ist. "Es war ein langer Winter. Natürlich bin ich jetzt gut drauf, aber ich bin sicher, dass das nächste Saison auch so sein wird. Ich war die ganze Saison über stark, habe aber zu viele Fehler gemacht. Dass es so endet, ist dann natürlich umso schöner."

Der 26-Jährige spricht den Trainern und seiner Skifirma ein Lob aus: "Die haben einen Top-Job gemacht". "Ich habe immer gesagt: Wenn ich so fahre, wie unsere Ski gehen, dann werde ich Seriensieger", sagt der gewohnt lässige Kriechmayr.

Die Ziele für die kommende Saison sind beim Gesamt-Zweiten im Super-G-Weltcup nach den Erfolgen entsprechend ambitioniert. "Der zweite Rang im Super-G-Weltcup ist natürlich schön, aber Kjetil war zu stark - vielleicht gewinnen wir es nächstes Jahr. Ich will das nächste Jahr bestätigen, vielleicht noch zulegen."

Reichelt: "Das ist ein bisschen bitter"

Heuer fehlten nach sechs Rennen 80 Zähler auf Jansrud. Dieser sorgte dafür, dass Norwegen zum siebenten Mal in Folge diese Kugel gewann - Statistik>>>. "Ich bin froh, dass ich das schon in Kvitfjell erledigt habe", sagte der Tagessechste (0,19), dem nicht alles nach Wunsch aufgegangen war. "Es macht das Rennen schon sehr offen, wenn man es verkürzt. Ich bin ein bisschen enttäuscht über den Platz, aber mit dem Kugelgewinn und der Saison ist es trotzdem ein perfekter Tag."

Reichelt war als Disziplinzweiter in das Finale gegangen, landete hinter Jansrud, Kriechmayr und Svindal trotz eines fünften Platzes letztlich an vierter Stelle. "Die Leistung war ganz gut, der Platz nicht schlecht, aber der Blick auf den Super-G-Weltcup ist ein bisschen bitter", sagte der Salzburger. "Der Super-G hier ist definitiv spannend, die Variante ist cool. Aber man kann auch eine zweite Variante hier runtersetzen, die finde ich fast noch schöner."

Olympiasieger Mayer fuhr die letzten Tore ein wenig zu rund, das seien die paar Zehntel gewesen. "Mit Startnummer eins ist es im Super-G immer so, dass man nicht genau weiß wie, auch wenn man hundert Prozent in Form ist. Der Vincent, muss ich sagen, hat wieder einmal gezeigt, was er drauf hat."

Hirscher hatte nur teilweise Spaß

Eine starke Vorstellung zeigte auch Hirscher, der den ersten Super-G seit dem Weltcup-Finale vor einem Jahr in Aspen (11.) bestritt und trotz nur wenig Speed-Training einen Rang besser war. "Ich habe mich gescheit reingehaut und versucht Gas zu geben, es ist sehr gut gegangen." Bei der Besichtigung habe es keinen Spaß gemacht, aber während des Fahrens schon.

In wiefern er in Zukunft noch mehr die langen Latten anschnallen wird, wird er im Sommer entscheiden: "Es wäre sehr reizvoll und würde mir schon liegen. Aber es ist schwer, alles unter einen Hut zu kriegen, wenn man Slalom und Riesentorlauf auf dem Niveau beibehalten will."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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