Mayer erwartet "extrem anstrengende Woche"
In Kanada hatte ihm Matthias Mayer den Sieg weggeschnappt, Kriechmayr will nun auf der technisch anspruchsvollen Strecke zurückschlagen. "Siege kannst dir aber nicht vornehmen. Kanada hat es wieder gezeigt. Nimmst du nur ein bissl zurück, gewinnst du nicht. Du musst von oben bis unten dein letztes Hemd geben. Das hat Mothl (Anm.: Mayer) in Kanada getan und verdient gewonnen."
Mayer ist nach seinem Triumph im einzigen Lake-Louise-Rennen der aktuellste Abfahrtssieger. In Beaver fehlt dem Kärntner dieses Erfolgserlebnis allerdings klar. Gefühlsfahrer Mayer ist bewusst, dass es trotz seiner offensichtlichen Topform schwierig wird.
"In Kanada war viel Neuschnee, hier ist reine Kunstschneepiste. Dazu kommt ein extrem steiles Gefälle und extreme Flächen. Da musst du dich wirklich umstellen", ist Mayer nicht nur dies bewusst. "Das wird eine extrem anstrengende Woche, ist körperlich und mental keine einfache Geschichte und du musst voll fokussiert sein."
Zumindest im Super-G hat Mayer 2019 als Dritter ein Erfolgserlebnisse in Colorado gehabt. "In der Abfahrt ist noch Luft nach oben. Ich hoffe, ich kann das heuer ein bissl ausbessern", hat er sich vorgenommen.
Mayer visiert ersten Sieg in Beaver Creek an
Schon ein Podestplatz wäre für ihn besonders und auch in der Historie bedeutend. Mayer ist in den jüngsten sechs Abfahrten jeweils auf dem Podium gelandet. Sieben Abfahrts-Podestplätze in Serie haben im Weltcup bisher nur seine Landsleute Franz Klammer, Stephan Eberharter und Helmut Höflehner geschafft.
Dazu kommt, dass der letzte ÖSV-Abfahrtssieg in Beaver Creek (Michael Walchhofer am 30. November 2007) schon eine Ewigkeit her ist. Der erste Mayer-Abfahrtssieg auf der Birds of Prey käme also genau richtig. "Die Form ist sicher gut, das alleine bringt mir aber nichts. Bei vier Rennen musst du dich jeden Tag neu konzentrieren und vor allem musst du dir die Kräfte einteilen.
Licht und Schatten hat auch Max Franz in Beaver Creek schon erlebt. Stürze und schwere Verletzungen stehen einem Sieg im Super-G 2018 gegenüber. "Ich mag die Strecke, hatte gute und weniger gute Momente hier", sagte der Kärntner, dessen Rückenprobleme sich in Luft aufgelöst haben. "Ich bin pünktlich fit geworden und schmerzfrei unterwegs. Lässig, dass es in Lake Louise gleich funktioniert hat", freute er sich über Platz fünf in Kanada.