Gut-Behrami holt sich Super-G-Kugel

Gut-Behrami holt sich Super-G-Kugel Foto: © GEPA
 

Nichts ist es geworden mit dem Triplepack von Lara Gut-Behrami in Val di Fassa. Zum Trost gibt es für die 29-jährige Schweizerin jedoch die kleine Kristallkugel im Super-G!

Nach ihren Siegen in den beiden Abfahrten muss sich Gut-Behrami am Sonntag im Super-G der Italienerin Federica Brignone um 0,59 Sekunden geschlagen geben. Weil Teamkollegin Corinne Suter aber hinter ihr auf Rang drei (+0,72) landet, sichert sich die Weltmeisterin vorzeitig die kleine Kugel. Es ist ihr insgesamt drittes Super-G-Kristall nach 2013/14 und 2015/16. Alle Siegerinnen>>>

Brignone, Gesamtweltcup-Siegerin der Vorsaison, darf sich nach einer verpatzten Heim-WM im Fassatal über ihren ersten Saisonsieg und den 16. Weltcup-Erfolg freuen.

Die ÖSV-Damen haben nichts mit den Spitzenplätzen zu tun, beste Österreicherin wird Tamara Tippler auf Rang acht (+1,17). Die Steirerin ärgert sich im ORF-Interview über ihre Performance, nach einem markanten Fehler habe sie schon gewusst, "das war leider zu viel. Sonst, glaube ich, hätte es nicht so schlecht gepasst. Ich habe mir die Zeiten angeschaut, da war ich ungefähr bei der Lara." Der Schnee sei "richtig zum Ziehen. Ich habe mir eine blöde Stelle ausgesucht."

Christine Scheyer wird Zwölfte, Michaela Heider fährt mit Startnummer 47 auf den guten 15. Platz und Stephanie Venier wird 16. "Ich fahr viel zu viel auf Linie, statt den Ski laufen zu lassen. Zurzeit bin ich einfach die halbe Sekunde oder Sekunde zu langsam", meint Venier. "Ich weiß ja, an was es fehlt beziehungsweise an was es scheitert."

Cornelia Hütter belegt bei ihrem Comeback im Super-G nach dem Kreuzbandriss den guten 21. Rang. Ramona Siebenhofer wird 23.

Ergebnis des Super-G in Val di Fassa >>>

Super-G- und RTL-Weltmeisterin Gut-Behrami, die seit Samstag bei 32 Erfolgen im Weltcup hält, baut auch die Führung im Gesamtweltcup aus: Die Schweizerin hält bei 1227 Punkten, Petra Vlhova folgt mit 1040 Zählern und Michelle Gisin hat 892 Punkte auf dem Konto.

Weltcup-Stände >>>

Schwere Stürze überschatte Super-G

Das Rennen wird von zwei schweren Stürzen überschattet. Einer davon trifft leider auch eine Österreicherin.

Rosina Schneeberger verschneidet mit Startnummer 21 kurz nach dem Start, fährt voll in ein Tor und stürzt ins Sicherheitsnetz. Schneeberger wird unter starken Schmerzen an der Piste verarztet und mit dem Hubschrauber abtransportiert. Wie der ÖSV wenig später mitteilt, hat sie sich eine Unterschenkelfraktur zugezogen und wurde ins Santa Chiara Hospital nach Trento geflogen.

"Ich habe sie bis zum Start schreien gehört, das war keine schöne Situation für uns alle", meint ihre Kollegin Ramona Siebenhofer. Die 27-jährige Schneeberger hat in ihrer Karriere bereits mehrere Verletzungen - unter anderem Kreuzbandriss und Außenknöchelfraktur - überstehen müssen.

Unmittelbar vor Schneebergers Sturz war das Rennen bereits für längere Zeit unterbrochen, nachdem auch Kajsa Vickkhoff Lie schwer zu Sturz gekommen ist. Die Norwegerin stürzt mit Startnummer 13 nach dem Sprung im Mittelteil und rutscht ebenfalls ins Netz, sie soll kurz bewusstlos gewesen sein. Vickhoff Lie muss unter hörbar schweren Schmerzen mit dem Helikopter abtransportiert werden. Laut ersten Informationen wird ein Schien- und Wadenbeinbruch bei der 22-Jährigen befürchtet.

Gut-Behrami baut Führung im Gesamtweltcup aus

Gut-Behrami hat vor dem letzten Super-G beim Finale in Lenzerheide nun uneinholbare 202 Punkte Vorsprung auf Brignone. Für die 29-Jährige aus dem Tessin ist es die dritte Super-G-Kugel in ihrer Karriere nach 2013/14 und 2015/16. 2015/16 hat sie außerdem den Gesamtweltcup gewonnen.

Diesbezüglich landete sie gegenüber ihrer Kontrahentin Petra Vlhova am Sonntag erneut einen Punktesieg. Die Slowakin war nach einem Patzer nur 32., Gut-Behrami liegt insgesamt damit jetzt 187 Zähler vor Vlhova.

Brignone: "Große Emotionen"

Brignone freute sich über ihren ersten Saisonsieg. "Es ist kein guter Moment für mich seit der Weltmeisterschaft", sagte die 30-Jährige.

"Im Training fahre ich gut, aber ich kann nicht finishen. Ich habe im Fahren viele Gedanken, keine positiven Gedanken. Heute ist es eine große Emotion."

Die Gesamtweltcup-Gewinnerin der Vorsaison verhinderte den - inklusive WM - sechsten Super-G-Sieg von Gut-Behrami in Serie mit über einer halben Sekunde Vorsprung doch recht deutlich.

Tippler ärgert sich über Fehler

Beste Österreicherin im Super-G-Weltcup ist Tippler (+1,17) als Vierte.

Die Steirerin ärgerte sich im ORF-Interview über ihre Performance, nach einem markanten Fehler habe sie schon gewusst, "das war leider zu viel. Sonst, glaube ich, hätte es nicht so schlecht gepasst. Ich habe mir die Zeiten angeschaut, da war ich ungefähr bei der Lara", Der Schnee sei "richtig zum Ziehen. Ich habe mir eine blöde Stelle ausgesucht".

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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