news

Schmidhofers Mission in Zauchensee

Darum ist Zauchensee für Nicole Schmidhofer ein besonderer Ort:

Schmidhofers Mission in Zauchensee Foto: © GEPA

Am kommenden Wochenende stehen für Österreichs Ski-Damen die Heim-Rennen in Zauchensee auf dem Programm. 

Eine der Mitfavoritinnen in der Abfahrt am Samstag (11:45 Uhr im LIVE-Ticker) ist Nicole Schmidhofer. Die Gewinnerin des Abfahrts-Weltcups der Vorsaison hat sich für Zauchensee besonders viel vorgenommen: "Für mich wäre es an der Zeit, endlich mal in Österreich auf das Podium zu kommen", sagt die Steirerin im Interview auf "audiexperience.at"

Dass ihr die Strecke in Zauchensee liegt, hat Schmidhofer bereits 2007 bewiesen, als sie dort Junioren-Weltmeisterin geworden ist. "Der Ort ist daher für mich immer etwas Besonderes."

Speziell am Heimrennen ist auch das Drumherum. Rennen in Österreich seien schwieriger, sagt Schmidhofer, und erklärt: "Ich bin ein Mensch, der gewisse Abläufe bei der Besichtigung und im Vorfeld braucht und mag. Die Aufmerksamkeit ist aber hier dann eine ganz andere, und es fällt schwer, nach dem fünften Autogramm oder Selfie dem sechsten Kind zu sagen, dass man jetzt eigentlich keine Zeit mehr hat. Ich bin ja selber früher so ein Kind gewesen, das seine Idole sehen wollte. Dafür versuche ich aber nach dem Rennen möglichst viel Zeit mit den Zuschauern und den mitgereisten Fans aus meiner Heimat zu verbringen."

Schmidhofer: "Werde jetzt mehr gefragt"

Schmidhofer reist als aktuell beste ÖSV-Abfahrerin nach Zauchensee, nach ihrem Sieg beim Speed-Auftakt in Lake Louise liegt sie im Disziplinen-Weltcup auf Rang zwei hinter Ester Ledecka

Der Sieg gleich zu Beginn der Saison war eine Erleichterung, gesteht die Steirerin. "Nach dem Abfahrtsweltcupsieg im vergangenen Jahr waren die Erwartungen hoch – die der anderen an mich, aber auch von mir selbst. Da spürt man natürlich auch eine gewisse Unsicherheit", sagt Schmidhofer. 

Die 30-Jährige ist eines der Zugpferde im starken ÖSV-Damen-Speed-Team rund um Stephanie Venier, Ramona Siebenhofer oder Tamara Tippler. Als eine Art Teamkapitänin sieht sie sich allerdings nicht. 

"Das würde ich nicht so sagen, die Strukturen in unsere Mannschaft passen gut, die Zusammenarbeit passt und wir wissen, was zu tun ist. Der Unterschied gegenüber früher ist vielleicht, dass in bestimmten Situationen eher bei mir nachgefragt wird. Etwa wenn die Bedingungen schlecht sind und andere Athleten um meine Einschätzung der Lage fragen. Das war früher nicht so stark", erzählt Schmidhofer. 

Auch in Zauchensee wird sie für ihre Teamkolleginnen sicher den einen oder anderen Tipp parat haben...

Kommentare