ÖSV-Technikerinnen nach Zagreb im Aufwind

ÖSV-Technikerinnen nach Zagreb im Aufwind Foto: © GEPA
 

Es war der Tag der "Kathis" im ÖSV.

Katharina Gallhuber (Sechste) und Katharina Liensberger (Achte), beide 20 Jahre jung, jubelten nach dem Slalom von Zagreb über ihr jeweils bester Karriere-Ergebnis und waren das Aushängeschild einer starken rot-weiß-roten Teamleistung.

Bernadette Schild landete trotz zwei fehleranfälliger Fahrten auf dem guten fünften Rang. Mit zwei weiteren Katharinas (Truppe und Huber) und Carmen Thalmann auf den Plätzen 20 bis 22 und Julia Grünwald auf Rang 27 schafften es isgesamt sieben ÖSV-Läuferinnen in die Top 30.

Pünktlich zum Olympia-Winter kommen die österreichischen Technikerinnen also wieder in Fahrt. "Gott sei Dank", wie Schild findet, die phasenweise das einzige Slalom-Aushängeschild bei den ÖSV-Damen und praktisch im Alleingang für Top-Ten-Ergebnisse verantwortlich war.

In dieser Saison scheint eine neue Welle von Läuferinnen den Sprung nach vorne zu schaffen. "Wir haben es uns alle erhofft, dass da schön langsam was passiert, und das ist super", sagt Schild. "Letztes Jahr waren wir echt ein winziges Team, das um Punkte gekämpft hat."

Gallhubers Entwicklung konstant

Eindeutig stabilisiert hat sich die Leistungskurve von Gallhuber, die wie Kathrin Zettel und Thomas Sykora aus Göstling an der Ybbs stammt. Nach Killington und Lienz beendete die Atomic-Pilotin auch den dritten Slalom in Folge unter den ersten zehn. Der sechste Platz, womit sie im Klassement direkt hinter Schild stand, bedeutete das beste Ergebnis in ihrer Karriere.

Als Halbzeit-Neunte startete Gallhuber im Zagreb so spät wie nie zuvor im zweiten Durchgang. "Es hat für mich nichts geändert. Es war für mich am Start oben klar, ich muss Gas geben, weil sonst wird es einfach eng, dass unten Grün aufleuchtet", erklärt die Niederösterreicherin. "Ich bin darüber froh, dass es einfach von Rennen zu Rennen weiter nach vorne geht." Zum Stockerlplatz fehle ihr allerdings noch einiges, urteilt Gallhuber. "Das sieht man einfach an den Zeitabständen."

"Zagreb wird in positiver Erinnerung bleiben"

Liensberger freute sich ebenfalls über ein Topergebnis. "Zagreb wird immer in positiver Erinnerung sein", vermeldet die 20-Jährige, die vorher noch nie unter die besten zehn gefahren war. Nun machte sie mit einem achten Platz auch außerhalb von Vorarlberg von sich reden.

"Step by step geht es voran. Ich versuche mit jeder Fahrt, einfach meine Leistung so gut wie möglich abzurufen", formuliert Liensberger. "Es ist schon gut gelaufen im Training, und ich habe jetzt einfach versucht, die Leistung einmal umzusetzen. Das ist heute recht gut gelungen."

Während Gallhuber schon an der ersten Startgruppe kratzt, wird Liensberger, die mitunter "Liensi" gerufen wird, bei den nächsten Rennen eine Nummer innerhalb der Top 30 ausfassen. "Egal, was für eine Nummer ich habe, für mich gilt einfach, ich möchte so gut wie möglich schnell skifahren", will die junge Athletin aber bescheiden bleiben.

Harter Kampf um Olympia-Plätze

Stark war im ersten Durchgang auch der Auftritt von Julia Grünwald, im Finale fiel sie von Rang 15 auf 27 zurück. Die Salzburgerin ist zwar mit 26 Jahren nicht mehr die Jüngste, hat ihr Talent auch wegen Verletzungen bisher aber nie richtig zeigen können. Katharina Huber (21.) ließ vor allem im zweiten Lauf Potenzial erkennen, während Katharina Truppe (20.) und Carmen Thalmann (22.) schon weit bessere Leistungen gezeigt haben.

Da man die zwei Kärntnerinnen aber keineswegs abschreiben sollte, ist ein harter Kampf um die Startplätze bei den Olympischen Spielen in Südkorea programmiert. Gallhuber sagte, sie beschäftige sich damit noch nicht: "Ich denke gar nicht an Olympia. Das entscheiden dann andere."

Schild: "Ich bin schnell"

Schild hat ihren Startplatz im Slalom wohl sicher. Die Salzburgerin blickt in die nahe Zukunft. "Ich bin Fünfte geworden mit richtig schweren Fehlern. Das heißt, ich bin schnell", meinte die seit kurzem 28-Jährige. "Locker bleiben, weitermachen - dann glaube ich echt, dass es nicht mehr lange dauert, dann stehe ich vielleicht schon in ein paar Tagen in Kranjska Gora wieder ganz vorne."

Die Rolle von Schild im Gruppengefüge sei eine enorm wichtige, erklärt Gallhuber. "Es ist so super, dass die Bernie bei uns im Team ist, weil da kann man irrsinnig viel lernen. Man weiß, die Bernie ist immer da für ein Stockerl. Da können wir uns viel abschauen."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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