In der vergangenen Saison gab es pandemiebedingt nur ein Parallelrennen pro Geschlecht in Lech/Zürs am Arlberg, Kombinationen hatten im reduzierten Weltcup-Kalender keinen Platz. Bei der WM in Cortina d'Ampezzo wurden aber beide Disziplinen ausgetragen. Marco Schwarz sicherte sich den WM-Titel in der Kombination, Katharina Liensberger wurde Parallel-Weltmeisterin. Speziell nach den Parallel-Bewerben sah sich die FIS jedoch mit heftiger Kritik ob des Modus und der Durchführung konfrontiert.
Die Parallel-Rennen in Lech/Zürs, wie sie bereits im Vorjahr stattgefunden haben, scheinen auch diesmal wieder als einziges Parallel-Event im Kalender für 2021/22 auf. Beim Weltcup-Finale in Meribel wird es einen Parallel-Teambewerb geben.
"Das Parallel-Rennen in Lech passt ja noch in den Kalender rein", sagt Puelacher über das Mitte November zwischen dem Auftakt in Sölden und den Übersee-Rennen geplante Event, "aber die Kombi passt ja nirgends rein". Nachsatz: "Ich brauche sie nicht."
Puelacher fordert Klartheit statt "Wischi-Waschi"
Der ÖSV-Herren-Cheftrainer fordert generell endlich eine klare Linie, was die Zukunft der Kombination und Parallel-Bewerbe betrifft.
"Das ist nicht Fisch und nicht Fleisch", kritisiert Puelacher. Der Tiroler sieht hier vor allem die FIS und den neuen Präsidenten Johan Eliasch gefordert. "Ich hoffe wirklich, dass der neue FIS-Präsident sagt, in welche Richtung es gehen soll. Dieses Wischi-Waschi, das wir jetzt haben, taugt mir überhaupt nicht."
Mit dieser Meinung steht er unter seinen Trainer-Kollegen und den Athleten gewiss nicht alleine da. Wenige Wochen vor Saisonstart noch nicht zu wissen, welche Rennen gefahren bzw. nicht gefahren werden, erschwert die Planungen in einer durch die Corona-Pandemie ohnehin schon schwierigen Zeit zusätzlich.
Die Kombination bleibt also weiter ein heiß diskutiertes Thema - schon vor der kalten Jahreszeit.