Dabei hatte Mayer zuletzt im Sölden-RTL als Halbzeit-13. geglänzt, ehe er ausfiel. "Skifahrerisch war das schon so, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte. Der Ausfall war doppelt bitter, weil mit dem flachen Schlussteil eigentlich meine Passage erst gekommen wäre", vermutet Mayer, dass ein Platz in den Top Ten drin gewesen wäre. Über weitere RTL-Einsätze werde er kurzfristig entscheiden, so Mayer.
Jetzt geht's in den Trainings rund
Dass nun mehr Speedrennen im Kalender stehen, freut Mayer. "Weil bei uns eh immer mehr abgesagt wird als bei den Technikern. Also sind mehr Speedrennen schon mal eine gute Grundvoraussetzung." Wegen Olympia verhalten in die Saison zu starten, gehe alleine schon wegen der bevorstehenden sechs Nordamerika-Rennen nicht. "Bei so einem wichtigen Saisonbeginn kann man nicht wirklich mit weniger Risiko reingehen."
Probiert habe er das 2018 mit moderaterer Fahrweise in Kitzbühel und Garmisch schon einmal. "Da habe ich nicht das letzte Hemd riskiert. Gebracht hat das nichts, weil ich bei Olympia dann erst wieder auf die Hüfte gestürzt bin." Zu Peking wisse er nicht viel. "Es soll mit minus 25 Grad sehr kalt, eine reine Kunstschnee-Piste und das Gelände anspruchsvoll sein."
Auch der im ÖSV für Hochleistungssport zuständige Patrick Riml hofft, in den kommenden Monaten mehr Infos über die Olympia-Pisten zu bekommen. Vorrangig sei derzeit aber der Weltcup-Start. "Sechs Rennen sind fast 30 Prozent aller Speedrennen dieses Winters." Auf die "Zauberteppiche" des Olympia-Pistenmachers wird man schon in Beaver treffen, in Copper könne man bei 140 km/h und mehr trainieren. "Das war bisher in der Vorbereitung nicht so", so der Tiroler.
Die Impf-Frage
Bezüglich Corona-Immunisierung und Nordamerika gehe er davon aus, dass "alle, die wir gerne dort sehen wollen, zu sehen sein werden". Dass man ab 8. November nun auch in die USA nur noch als Geimpfter einreisen darf, sollte jedenfalls keine Probleme bereiten. "Ich gehe davon aus, dass alle unsere Athleten, die geplant haben rüber zu fahren, auch drüben sein werden. Und dass die Zuschauer zu Hause alle, die wir gerne im Fernsehen sehen, am Start erleben werden."
Man könne und werde niemand zu etwas zwingen, betonte Riml hinsichtlich Covid-Immunisierung. Nicht zu starten, habe aber logische sportliche Konsequenzen. Eventuell, weil man dadurch auch die Chance verpasse, sich für Olympia zu qualifizieren. Dort werden die maximal 22 Quotenplätze für den ÖSV nun zudem fix Fünfzig-Fünfzig, also 11:11, zwischen den Geschlechtern aufgeteilt. "Das wird ein Kampf", vermutet Riml.
Zuversichtlich geht auch die von vielen Verletzungen zurückgeworfene Christine Scheyer in die Olympia-Saison. "Im Vergleich zum Vorjahr habe ich schon sehr viele Schneetage. Ich fühle mich fit und habe den Speed wieder gefunden, den ich voriges Jahr ein bissl verloren hatte. Ich freue mich auf Kanada", sagte die Zauchensee-Abfahrtssiegerin von 2017 aus Vorarlberg vor den Frauenrennen Anfang Dezember im kanadischen Lake Louise. Ihr Selbstvertrauen baue auf den fünften Plätzen im vergangenen Winter in Crans Montana und Garmisch-Partenkirchen auf.