Hirscher hat Druck genommen
"Ich habe schon gewusst, dass ich schnell fahren kann - aber man muss es auch umsetzen", begründet Gut ihre Anspannung.
Spätestens seit dem Gespräch mit Hirscher am Freitag im Rahmen des "FIS Forum Alpinum", wo die beiden einen gemeinsamen Auftritt absolvierten, sei ihr aber klar geworden, dass es um ihre Leidenschaft geht.
"Ich liebe das, was ich tue. Deswegen wollte ich heute einfach gut fahren", beschreibt die 25-Jährige ihre Herangehensweise.
Überrascht vom großen Vorsprung
Als die spätere Siegerin im ersten Durchgang mit Startnummer zwei im Ziel abgeschwungen hatte, standen über drei Sekunden Vorsprung auf Nina Loeseth auf der Anzeigetafel. Zu diesem Zeitpunkt wusste Gut noch gar nicht, was ihr für ein Traum-Lauf gelungen war.
"Ich war überrascht vom Vorsprung, habe mir eigentlich gedacht, dass Nina einen Schnitzer gehabt hat", so Gut.
Erst als Läuferin für Läuferin mit großem Rückstand ins Ziel kam, wurde ihr langsam klar, was sie geleistet hat: "Sölden ist immer schwierig einzuschätzen, man weiß nicht, wo man steht."
Nun weiß Gut, wo sie steht. Nämlich wie schon in der letzten Saison so oft ganz oben.