ÖOC rechnet mit 14-17 Olympia-Medaillen in Peking

ÖOC rechnet mit 14-17 Olympia-Medaillen in Peking
 

Am Mittwoch sind es noch 100 Tage bis zum Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking. Und noch sind viele Fragen offen.

Das Österreichische Olympische Komitee rechnet mit einer Teamgröße von 110 Athletinnen und Athleten. Delegationsleiter Christoph Sieber hält 14 bis 17 Medaillen und einen Platz unter den besten zehn Nationen des Medaillenspiegels für möglich: "Mit Anna Gasser, David Gleirscher und Matthias Mayer rechnen wir mit drei aktuellen Olympiasiegern, die auch in Peking mit dabei sein sollten."

Die wenigen Test-Events, die bisher durchgeführt wurden, seien positiv verlaufen, erklärt ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. Das Feedback der Athletinnen und Athleten sei größtenteils euphorisch.

Doch gestalten sich "die Vorbereitungsarbeiten ausgesprochen schwierig", denn auch nach Veröffentlichung des Covid-19-Playbooks würden die Unsicherheiten und Unklarheiten noch überwiegen. "Die gute Nachricht ist, dass die Olympischen Winterspiele planmäßig stattfinden können. Die Sportstätten sind allesamt fertig. Die Corona-Situation vor Ort ist stabil."

Karriere-Highlight für Vanessa Herzog anstehend

Für Anfang November sind zahlreiche digitale Sitzungen anberaumt. Fix ist aber bereits jetzt, dass die Einreise nach China nur mit Corona-Impfung oder einer speziellen Ausnahmegenehmigung möglich sein wird, erklärt Sieber. Die ersten Sportler werden nach der Verabschiedung durch den Bundespräsidenten am 26. Jänner die Reise antreten, die Winterspiele gehen von 4. bis 20. Februar in Szene.

"Wir stehen mit der AUA in Verhandlungen für Charterflüge nach Peking, um Bubble-Auflagen der Organisatoren entsprechend erfüllen zu können", erläutert Mennel.

Die Sportstätten werden für die meisten Neuland sein, so auch für Biathlon-Weltmeisterin Lisa Hauser. "Die Strecke und der Schießplatz sind für uns alle unbekannt. Aber im Grunde genommen macht es nicht viel Unterschied, ob ich dort schon einmal gelaufen bin oder nicht. Man muss sich vor Ort dann ohnehin an alle Umstände anpassen."

Für Eisschnellläuferin Vanessa Herzog, Olympia-Vierte und -Fünfte 2018, soll es der Höhepunkt der Karriere werden - sofern ihr die Bandscheiben keine Probleme machen. "Seit Sommer 2018 liegt unser Fokus auf Peking und darauf, im dritten Anlauf eine Medaille zu holen. Das Eis soll recht schwer zu fahren sein, das müsste mir eigentlich entgegenkommen."

Rodler starten ihre Saison auf der Olympia-Bahn

Skirennläufer Marco Schwarz ist als Riesentorlauf-13. in Sölden in die Weltcup-Saison gestartet. "Jetzt heißt es, gut weiterzuarbeiten. Peking ist der Saisonhöhepunkt, da will ich in Hochform sein." Und wie sieht es Skisprung-Star Stefan Kraft? "Nur noch 99 mal schlafen. Die Vorfreude nach vier Jahren Wartezeit ist entsprechend groß.

Doppelweltmeister Johannes Lamparter wird in der Nordischen Kombination zu den Mitfavoriten zählen. "Olympia ist allein schon deshalb speziell, weil es nur alle vier Jahre stattfindet und du am Tag X in Topform sein musst", weiß er. "Von der Schanze haben wir bis jetzt nur ein paar Fotos gesehen. Die Anlage sieht richtig cool aus."

Für den Auftakt in die Weltcup-Saison fliegen am 2. November die Kunstbahnrodler nach China. "Es ist die Generalprobe, da zählt jede Einheit und jeder Moment", weiß Olympiasieger Gleirscher. "Ich hoffe, dass trotz der Covid-19-Maßnahmen ein entsprechendes Olympia-Flair aufkommen wird", merkt Snowboarderin Gasser an, die ihren Big-Air-Titel verteidigen will. "Wir haben im Dezember 2019 bereits einen Big-Air-Weltcup auf der Olympia-Rampe absolviert. Die Anlage gefällt mir sehr gut, sie lässt viele Tricks mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu."

Auch Parallel-Boarder Andreas Prommegger kennt den Hang schon von einem Weltcup-Rennen.

Textquelle: © APA Zum Seitenanfang »

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