Markus Salcher eröffnet Paralympics mit Bronze

Markus Salcher eröffnet Paralympics mit Bronze
 

Die Paralympics 2018 in Pyeongchang starten für Österreichs Behindertensportler gleich im ersten Rennen mit einer Medaille. Markus Salcher holt in der alpinen Abfahrt der stehenden Klasse Bronze.

Dem halbseitig gelähmten, doppelten Paralympics-Sieger von Sotschi fehlen letztlich 94 Hundertstelsekunden auf Gold (Theo Gmur/SUI) und zehn Hundertstel auf Silber (Arthur Bauchet/FRA). Nico Pajantschitsch beendet seine Premiere auf Rang 12 (+5,05 Sekunden).

Nicht so gut enden die Rennen der sitzenden Klasse für das ÖPC. Claudia Lösch kommt nach Bestzeit im ersten Abschnitt zu Sturz, Roman Rabl wird bei den Herren mit 65 Hundertstel Rückstand auf eine Medaille Fünfter.

Gold geht bei den sitzenden Damen an die Deutsche Anna Schaffelhuber, bei den sitzenden Herren an den US-Amerikaner Andrew Kurka.

Selbstkritik trotz Bronze

Trotz der tollen Ausbeute von Sotschi lautete das Ziel bei Salcher nur, eine Medaille zu holen - egal welcher Farbe. Diese persönliche Zielsetzung hat der 26-Jährige damit gleich im ersten Auftritt erfüllt.

Dementsprechend ist der Kärntner zufrieden, nach der Bestzeit im einzigen Training verortete er aber noch Luft nach oben.

"Ich habe mein Ziel erreicht, aber wenn man auf die Zeit schaut, sieht man, dass ich wesentlich langsamer war. Ich habe drei Fehler eingebaut, die ich nicht machen darf. Nüchtern betrachtet bin ich zufrieden und glücklich, dass es noch so aufgegangen ist. Auch bei uns gibt es engere Rennen und am Ende stehe ich gar nicht am Podest. Morgen ist ein neuer Tag - da werden die Kurven, die ich verhaut habe, sicher anders gesteckt", blickt der Bronze-Gewinner schon auf den Super-G.

Tränen bei Lösch

Kein Happy End gibt es für Claudia Lösch, die in der sitzenden Klasse ebenfalls mit der Trainingsbestzeit aufgefallen war. Sie stürzt nach der schnellsten ersten Zwischenzeit und kann in ihrer "Herzensdisziplin" wieder keine Medaille holen.

"Zwischen Tor 13 und 14 ist es wahnsinnig schlagig. Dadurch hat es mich so weit rausgetragen, dass ich auf die Schale gekommen und weggerutscht bin. Letztes Jahr beim Test-Event ist mir genau das gleiche passiert. Wirklich lernfähig scheine ich nicht zu sein", so die Niederösterreicherin.

"Die Abfahrt wäre das gewesen, was ich für mich noch gerne erreicht hätte. Wir werden offensichtlich keine Freunde mehr. Muss ich eben den Super-G rocken", so die Fahnenträgerin mit Blick nach vorn.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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