Es sei beruhigend, "gesund und verletzungsfrei durchgekommen" zu sein. "Ich habe die Saisonvorbereitung bis jetzt einmal ohne Abstriche eigentlich durchziehen können." Aktuell geht man in der Ramsau zu Werke, aufgrund der Wettersituation auf Skirollern. Daneben steht intensives Krafttraining am Programm.
Am 2. November bricht der Tross dann in den hohen Norden auf, wo in Muonio, 200 km nördlich des Polarkreises, auf einer Snowfarming-Loipe trainiert wird. Selbst dort sei "nicht mehr der Winter, den man sich vorstellt", betonte Stadlober.
"Ohne Snowfarming geht es sowieso nicht mehr. Und bei den Skandinaviern ist super, dass sie gleich einmal vier, fünf Kilometer auflegen. Kurze Snowfarming-Loipen gibt es ja bei uns auch in der Ramsau, aber eben nur 500 Meter oder so. Das ist einfach zu wenig."
WM- und Weltcupbann soll gebrochen werden
Zweimal schon (2021 und 2025) verpasste Stadlober als Vierte das WM-Stockerl nur hauchdünn, in Falun würde sie den Medaillenbann nur allzu gerne brechen.
"Ich habe schon so viele Top-Ten-Platzierungen. Das ist jetzt nicht mehr so das, was mich noch reizt. Gerade die Medaille, das ist das Ziel, was mich da noch antreibt. Und natürlich der erste Weltcupsieg", betonte sie.
Im Weltcup wartet sie nach wie vor auf den ersten Erfolg. Fünfmal war sie Zweite, dreimal davon in den vergangenen beiden Saisonen. Die Zeit scheint reif zu sein.
Ob sich die Hoffnungen erfüllen, könnte auch Auswirkungen auf den weiteren Karriereverlauf haben. "Ich bin schon lange dabei und ja doch nicht mehr die Jüngste. So zwei Jahre würde ich schon noch gerne laufen", bekräftigte Stadlober.
Ob Kraft und Motivation noch bis Olympia 2030 in den französischen Alpen reichen, bleibe abzuwarten – dann wäre sie immerhin schon 37. "Schauen wir, ob ich dann noch einmal die Spiele angehe. Das ist noch offen."