Eishockey-WM bietet viele interessante Namen

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Hockey-Stars und (Eis)-Sternchen, wohin man blickt, aber ein Name überstrahlt bei der 82. Eishockey-Weltmeisterschaft in Dänemark (ab Freitag) alle anderen: Connor McDavid führt das "Team Canada" als Kapitän an.

Alleine die torpedoartige Geschwindigkeit des 21-jährigen Youngsters ist das Eintrittsgeld wert, 108 Punkte in 82 NHL-Spielen sprechen für sich. Warum McDavid bei der WM spielt? Ganz einfach: Er gehört den Edmonton Oilers und die sind um diese Zeit so gut wie nie in den Playoffs zu finden.

Bestes Beispiel neben Jung-Star Connor McDavid (Bild) ist dafür Jordan Eberle. Der 27-jährige Kanadier ist zwar seit diesem Spieljahr bei den Islanders, blickt aber als Ex-Oiler bereits seiner sechsten WM entgegen!

Wie so oft in den letzten Jahren hat Kanada einige aufregende Youngsters in seinen Reihen, Eberles Vereinskollege Mathew Barzal etwa – für seine seidenen Hände gibt es keinen Pass, den er nicht machen kann.

Ein Jahr jünger als Barzal ist der 19-jährige Power Forward Pierre-Luc Dubois von Thomas Vaneks Columbus Blue Jackets. Ein Spieler, auf den ich mich persönlich freue: Der kleine Jean-Gabriel Pageau aus Ottawa – der jetzt 25-jährige Center fiel mir schon vor Jahren im Farmteam Binghamton positiv auf.

Nicht ganz auf diesem Niveau, aber doch mit einigen interessanten Namen bestückt, ist auch die USA.

"Johnny Hockey", auch bekannt als Johnny Gaudreau, überragte schon bei der letzten WM. Mit nur 171 cm Körpergröße noch kleiner als Gaudreau, in der NHL trotzdem ein bereits gefürchteter Sniper: Winger Alex DeBrincat, der in seiner ersten Saison für die Blackhawks gleich 28 Treffer erzielte. Klub-Kollege Patrick Kane hat natürlich das Zeug zum WM-Superstar und wird die USA auch als Kapitän anführen. Das Nachtleben in Herning sollte für den Lebemann keine große Attraktion bereithalten.

Für die Amateur Scouts der NHL eine Chance für ein zusätzliches Viewing: Offensiv-Verteidiger Quinn Hughes ist der einzige Nicht-Profi im US-Kader und gilt als Top-10-Pick für den anstehenden NHL-Draft in Dallas.

Auch die Tschechen haben Draftfutter im Kader: Martin Kaut von Pardubice, der für den heurigen Draft in Frage kommt. Nach einer eher problematischen ersten Saisonhälfte setzte sich der 18-jährige Flügel in Pardubices Lineup fest und könnte sogar in der ersten Runde gezogen werden.

Das gelang Center Filip Chytil vor einem Jahr, heute gehört der 19-jährige zu den größten Hoffnungen der New York Rangers. Augen auf und Kopf hoch heißt es, wenn Defender Radko Gudas auf dem Eis steht: Die Checks des Flyers-Defenders überschreiten oft die Grenzen des Regel- und Strafgesetzbuches...

Für Eishockey-Fans, die gerne die Stars von morgen sehen: Miro Heiskanen gilt mit seinen 18(!) Jahren schon als kompletter Defender mit unglaublichen Skating Skills. Heuer bereits bei der U20-WM und Olympia für Finnland im Einsatz, dürfte die WM vorerst sein letzter Einsatz auf europäischem Boden bleiben – die Dallas Stars "safteln" schon auf ihren Draftpick (3rd overall) des letzten Jahres.

Mit Kasperi Kapanen (21, Toronto Maple Leafs) und Teuvo Teräväinen (23, Carolina Hurricanes) verfügen die Finnen über zwei aufregende Stürmerstars...

Deutschland hatte nach dem sensationellen Olympia-Silber einige Rücktritte (Christian Ehrhoff , Marcel Goc) und Absagen zu verkraften. Mit Oilers-Center Leon Draisaitl steht aber ein Offensivleader zur Verfügung. Neu bei einer WM: Nürnberg-Defender Oliver Mebus, dem ich über die Jahre zuschauen konnte, wie er in seine 2,06 Meter hineinwuchs.

Mit Winger Marc Michaelis (22) holte Coach Marco Sturm wieder einen in Deutschland fast völlig unbekannten College-Spieler in den Kader und hofft darauf, dass er so einschlägt wie im Vorjahr Frederik Tiffels (wieder dabei). München-Center Dominik Kahun preschte zwar mit der Bekanntgabe seines Vertrags mit Chicago ein wenig vor, die Blackhawks können sich aber auf einen pfeilschnellen Angreifer freuen…

Im Kader des Gastgebers Dänemark aus der EBEL bekannt: Goalie Sebastian Dahm und Defender Stefan Lassen, beide früher in Graz tätig. Angreifer Nicolai Meyer – eine Tormaschine für Troja in der schwedischen Allsvenskan – wird in der EBEL und DEL angeboten.

Zum Schluss noch die Super-Stars, denen sich Österreich gegenübersieht:

Schweden kann mit Oliver Ekman Larsson auf einen der besten Defender der Gegenwart zurückgreifen – schade, dass seine Karriere in Phoenix fast verschenkt ist. Verteidiger-Kollege John Klingberg hat seinen Rover-Stil in Dallas heuer etwas adaptiert. Mit Anaheim-Defender Hampus Lindholm steht ein weiterer spielstarker NHL-Crack an der blau-gelben blauen Linie.

Im Angriff wohl am sehenswertesten: Der 19-jährige Elias Pettersson schoss Växjö heuer zum SHL-Titel. Der Center dürfte schon in der nächsten Saison die Vancouver Canucks verstärken.

Der Gegenpart zu Pettersson bei Russland: Winger Kirill Kaprizov, den die Minnesota Wild lieber heute als morgen in ihrem Lineup sehen würde. Der 21-Jährige verdient sich aber zumindest bis 2020 noch eine goldene Nase bei ZSKA Moskau.

Die ganz großen Namen fehlen im russischen Lineup, Alt-Star Pavel Datsyuk sollte aber auch mit 39 noch für einige Highlights gut sein.

Textquelle: © LAOLA1.at

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