Thomas Vanek: "Ich bin es einfach leid"

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Thomas Vanek ist mit seinen zwei Treffern gegen die Colorado Avalanche am Donnerstag und dem Assist einen Tag danach gegen Detroit bei den Columbus Blue Jackets angekommen.

Nach seinem Wechsel zur NHL Trade Deadlinie von Vancouver nach Ohio findet sich Österreichs Eishockey-Star bei seiner mittlerweile achten Franchise wieder.

"Über all die Orte, an denen ich war, kann ich nur gute Dinge erzählen. Ich habe tolle Leute getroffen, war in großartigen Städten, aber… bin ich es einfach leid? Ja, definitiv, aber ich verfolge weiter meinen Traum", gibt der Steirer gegenüber "NHL.com" Einblicke in seine Gefühlswelt.

Seit der Saison 2013/14 wurde Vanek insgesamt vier Mal getradet, letzte und diese Spielzeit jeweils zur Trade Deadline.

Der Spaß hält sich in Grenzen

"Es macht mir definitiv keinen Spaß, die ganze Zeit umherziehen zu müssen", stellt der 34-Jährige klar.

Zumal seine Frau und seine drei Söhne nun dauerhaft in Minnesota leben und nicht mehr mit ihm zu seinen (meist kurzfristigen) Destinationen mitziehen.

Thomas Vanek hat in seiner NHL-Karriere schon gemeinsam mit einigen Stars und sogar Legenden gespielt. LAOLA1 hat den Überblick der namhaftesten (Ex)-Teamkollegen:

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Daniel Briere

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Bei den Buffalo Sabres stürmte der Grazer gemeinsam mit dem 973-fachen NHL-Spieler, der 2006/07 95 Scorerpunkte in einer Saison verbuchte.

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Chris Drury

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In Vaneks Anfangszeit bei den Buffalo Sabres war der Ersatzkapitän eine bestimmende Figur. Inzwischen ist der ehemalige Gewinner der Calder Trophy (bester Rookie) und Stanley-Cup-Champion (Colorado Avalanche) wie Briere zurückgetreten.

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Brian Campbell

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Als der Österreicher zu den Sabres stieß, war der Verteidiger bereits fixer Bestandteil. Über 1.000 Spiele hat der Mann mit dem harten Schuss bereits in der NHL absolviert, spielte im All-Star-Game und gewann den Stanley Cup (Chicago Blackhawks).

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Jaroslav Spacek

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Apropos harter Schuss - den hat auch dieser Mann. Nicht nur in der NHL feierte der tschechische Verteidiger Erfolge - drei Weltmeistertitel und Olympia-Gold (1998) stehen auf seiner Vita.

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Teppo Numminen

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Der nächste Verteidiger, mit dem Vanek bei den Sabres zusammenspielte. 1.372 Spiele mit 637 Scorerpunkten hat er in der NHL absolviert, stand drei Mal im All-Star-Game und ist inzwischen in der "IIHF Hall of Fame".

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Craig Rivet

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Der kanadische Verteidiger hat sich als langjähriger Spieler der Montreal Candiens einen Namen gemacht, 2008 stieß er zu Vaneks Sabres und wurde sofort zum Kapitän ernannt.

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Ryan Miller

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2010 wurde der Goalie zum besten Torhüter der Saison gewählt, auch sonst war der US-Amerikaner in Vaneks Zeit bei Buffalo eine Konstante.

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John Tavares

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Der ehemalige Nummer-1-Pick harmonierte bei Vaneks kurzem Gastspiel bei den NY Islanders sehr gut mit dem Grazer. Der Center selbst ist mehrfacher All-Star und hält bei einem Karriereschnitt von fast einem Scorerpunkt pro NHL-Partie.

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P.K. Subban

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Mit dem Verteidiger hatte es Vanek bei den Montreal Canadiens zu tun. Stets einer der punktbesten Defender der Liga, 2013 bester Verteidiger der NHL.

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Max Pacioretty

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Das Zusammenspiel der beiden funktionierte bei den "Habs" gut - ehe sich Coach Michel Therrien entschied, das Duo zu trennen. Der US-Amerikaner ist einer der besten Torjäger der letzten Jahre.

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Carey Price

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Noch ist der Goalie ein Star, in ein paar Jahren wird der wohl beste Torwart seiner Generation eine Legende sein. Vanek lobte den Kanadier in seiner Zeit bei den Canadiens als den besten Mitspieler, den er je hatte.

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Zach Parise

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Der Angreifer war einer der konstantesten Teamkollegen des gebürtigen Badeners bei den Minnesota Wild. Zusammen in einer Linie liefen die beiden aber so gut wie nie auf.

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Mikko Koivu

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Der Finne hält - trotz eines relativ späten Einstiegs in die NHL - bei über 800 Einsätzen in der besten Liga der Welt. Er war und ist der Kapitän der Wild.

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Ryan Suter

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Der nächste Star-Verteidiger, mit dem Vanek gemeinsam auflief. Er war ganz klar der beste Defender bei Minnesota, spielte oft schon zu viele Minuten pro Spiel.

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Henrik Zetterberg

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Mehrfacher All-Star, Stanley-Cup-Champion und Playoff-MVP (2008) sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen - der Schwede ist eine spielende Legende. Der einzige Spieler, der in Vaneks Zeit bei den Red Wings mehr Scorerpunkte als der ÖEHV-Crack verbuchte.

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Jaromir Jagr

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Zuvor hatte Vanek sein Kindheitsidol nur als Gegenspieler gekannt, bei den Florida Panthers lief er gemeinsam mit der 45-jährigen Legende auf. Der mit Abstand größte Star, mit dem der Steirer je zusammenspielte!

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Roberto Luongo

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Mehrfacher All-Star, Olympiasieger, Weltmeister, jahrelang einer der besten Torhüter der Liga - der 37-Jährige geht als einer der besten Goalies der letzten beiden Jahrzehnte in die Geschichte ein. Auch auf ihn traf Vanek bei den Panthers.

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Daniel Sedin

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Seit mittlerweile 18 Jahren sind die Sedin-Zwillinge die Franchise-Gesichter der Vancouver Canucks. Gemeinsam mit seinem Bruder hat Daniel alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt - bis auf den Stanley Cup.

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Henrik Sedin

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Der Kapitän der Canucks führt vor seinem Bruder die All-Time-Scoringliste seiner Franchise an. Über 1300 Spiele und knapp 1100 Punkte, einige davon an Vaneks Seite, in der Regular Season können sich sehen lassen.

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Sergei Bobrovsky

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In Philadelphia noch Opfer des bekannt schwierigen Goalie-Marktes entwickelte sich der Russe in Columbus zu einem der besten seines Faches. Bereits zwei Mal gewann er die Vezina Trophy als bester Tormann der NHL.

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Auch darum kamen in den letzten Monaten schon Gerüchte auf, dass Österreichs bester Eishockey-Spieler aller Zeiten nach dieser Saisonen einen Schlussstrich ziehen könnte.

Die Jagd nach dem großen Traum

Doch daran darf gezweifelt werden, sollte er nicht sensationell mit Columbus heuer den Stanley Cup gewinnen.

"Das ist das Ziel! Das ist der einzige Grund, warum ich das hier noch mache", macht der 34-Jährige einmal mehr klar, dass alles dem großen Traum "Stanley-Cup-Gewinn" untergeordnet wird.

Am 1. Juli wird der Grazer erneut zum Unrestricted Free Agent, also kann er sich sein neues Team wieder frei aussuchen.

Idealerweise bietet ihm eine konkurrenzfähige Franchise einen (letzten) mehrjährigen Vertrag, unter Umständen sogar mit No-Trade-Clause, an, der ihm und seiner Familie etwas Planungssicherheit geben würde.

Anders als bei den Panthers

Damit dieser Fall eintritt, muss Vanek allerdings bei den Blue Jackets im Saison-Endspurt noch Werbung in eigener Sache betreiben.

Also anders, als dies letzte Saison nach seinem Wechsel zu Florida der Fall war.

"Letztes Jahr war nicht gut. Ich war wirklich gern in Florida, bin mit allen wunderbar klargekommen. Also will ich auch niemand die Schuld geben. Aber es war hart irgendwas zum Laufen zu bringen."

Nach Vaneks Verpflichtung kamen die Panthers gerade einmal auf eine Bilanz von 6-13-1 und verpassten die Playoffs. Auch die persönliche Statistik des Flügels mit 10 Scorerpunkten (zwei Tore) hätte besser sein können.

Positiver blickt er da schon auf sein Gastspiel in Montreal zurück, mit denen er 2014 immerhin ins Eastern-Conference-Final vorgedrungen ist. Dennoch tat ihm auch diese Phase in der öffentlichen Wahrnehmung seiner „Clutch-Time-Performance“ nicht gerade gut.

Chemie gesucht, Jenner und Wennberg gefunden

Doch das zählt im Moment nicht mehr. Die Konzentration gilt den Blue Jackets und den verbleibenden 13 Spielen im Grunddurchgang.

"Man versucht so schnell wie möglich die richtige Chemie zu finden. Über die Jahre habe ich gelernt, dass dies einfacher wird, je mehr man mit den neuen Kollegen redet."

Viel geredet dürfte Vanek schon mit Boone Jenner und Alexander Wennberg haben, mit denen er seit einigen Spielen eine Linie bildet. Das Trio zeichnet sich in den letzten beiden Partien zusammen für acht Scorerpunkte verantwortlich.

Playoff-Endspurt verspricht Spannung

Nach vier Siegen in Folge rangiert Columbus am zweiten Wildcard-Platz im Osten. Einen Punkt hinter Michael Grabners New Jersey Devils, aber nur zwei Zähler vor den Florida Panthers, die noch dazu drei Spiele weniger haben.

Das Rennen um die letzten Playoff-Tickets in der Eastern Conference wird also extrem eng werden.

Doch der Trend der Blue Jackets geht in die richtige Richtung. Daran ist auch Thomas Vanek "schuld", der seinen Platz zumindest vorerst in Columbus gefunden zu haben scheint.

Und sollten die Playoffs erreicht werden, ist bekanntlich alles möglich - vielleicht sogar die Sensation in Rot-Weiß-Blau. Spätestens dann würde ihm zumindest dieser Trade nicht mehr leidtun.

Textquelle: © LAOLA1.at

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