Der KAC "kann noch nicht zu träumen beginnen"

Der KAC Foto: © GEPA
 

Nach dem knappen 5:4-Heimerfolg des KAC im zweiten Spiel der Finalserie der ICE Hockey League gegen den HC Bozen (Spielbericht) führen die Rotjacken in der "Best-of-Seven"-Serie mit 2:0 und spielen am Freitag in Bozen um den ersten Matchpuck (ab 19:30 Uhr im LIVE-TICKER).

Anders als beim 6:0-Sieg am Sonntag gestaltet sich das hart umkämpfte Spiel auf Augenhöhe.

Zwei Fehler des Gegners führen jeweils zu den ersten beiden Treffern, Lukas Haudum ist beim 1:0 durch Dennis Robertson nicht unbeteiligt, Ben Youds hat seinen Anteil beim 1:1-Ausgleich durch Manuel Geier.

Haudum mit eigener Leistung nicht zufrieden

"Der Ausgleich war wichtig für uns, Bozen ist besser gestartet. Wir haben nie geglaubt, dass es einfach sein wird. Wir müssen härter arbeiten als sie und dann wird es klappen", meint Geier nach seinem Treffer.

Sein Kollege Haudum erzielt danach zwar einen wichtigen Doppelpack für den KAC, ist mit seiner eigenen Leistung aber nicht zufrieden. "Es war ein scheiß Spiel, muss ich ehrlich sagen. Aber dann gehen zwei Tore rein...".

Im Laufe der Begegnung kämpft sich Bozen gleich zwei Mal nach einem Rückstand zurück, das 3:3 durch Anthony Bardaro 12 Sekunden vor der zweiten Drittelpause wird von den Schiedsrichtern auf dem Eis zunächst nicht gegeben. Nach dem Videostudium kommen die Referees aber zu der Erkenntnis, das der Puck die Linie überquert hat, bevor das Tor aus der Verankerung gerutscht ist.

KAC bringt den Sieg über die Zeit

Die Füchse sorgen später durch Dan Catenacci, der in der 59. Minute verkürzt, für eine spannende Schlussphase, in der der KAC nur noch mit dem Verteidigen beschäftigt ist. Dabei führen die Klagenfurter dank eines Powerplay-Treffers von Haudum - Luca Frigo sitzt wegen einer 2+2-Minuten-Strafe wegen eines Checks gegen den Kopf auf der Strafbank - und eines Tores von Johannes Bischofberger bis kurz vor dem Spielende mit 5:3.

"Bozen war heute viel gefährlicher", muss Haudum nach der Partie im Interview anerkennen. Deshalb sei er glücklich, das Spiel "irgendwie rübergebracht" zu haben und betont die Wichtigkeit des Sieges. Teamkollege Bischofberger sieht es ähnlich: "Wir sind froh, dass wir es über die Zeit gebracht und den zweiten Sieg eingefahren haben."

Tatsächlich machen die Füchse kurz vor dem Ende noch einmal mächtig Druck, kreieren aber zu wenige wirklich gefährliche Möglichkeiten und vergeben sogar noch ein Powerplay, als Thomas Hundertpfund zwei Minuten in der Kühlbox verbringt.

Träumen ist beim KAC nicht angesagt

Auch KAC-Coach Petri Matikainen weiß, wie knapp es war und dass es durchaus Verbesserungspotenzial gibt. Gleichzeitig lobt er die intelligente Spielweise und die Defensive seiner Mannschaft. "Es gab gute und schlechte Phasen, es war harte Arbeit in den letzten zehn Minuten. Ein Sieg ist ein Sieg", meint der Finne.

"Jetzt beginnt der 'Krieg' erst wirklich, wir müssen das schnell vergessen, an ein 0:0 denken und am Boden bleiben. Du darfst nicht zu träumen beginnen. Wir waren heute nicht so gut, wir können uns noch verbessern", sagt Matikainen.

Nach einem 6:0 sei es eben nicht so einfach, ein zweites gutes Spiel rüberzubringen, ohne nachzulassen.

Bozen "muss gewinnen"

Des einen Freud, des anderen Leid. Während der KAC jubelt, gibt es für die Füchse nur noch eine Devise für Spiel drei am Freitag in der eigenen Halle: "Was wir tun müssen, um die Serie zu drehen? Wir müssen gewinnen", beantwortet Bozen-Stürmer Frigo die Frage kurz und knapp.

Er fühle sich "beschissen", meint der 27-Jährige. "Wir haben ein ganz gutes Spiel gemacht, wir müssen auf die Details schauen und die Tormöglichkeiten nutzen". Die Partie vom Dienstag liege aber in der Vergangenheit, jetzt richte man den Blick auf die vielleicht vorentscheidende Partie in Bozen.

Auch Bardaro spricht nach dem zweiten Drittel von einem "guten Spiel". Ein solches benötigt der HC Bozen am Freitag erneut, nur diesmal möchte man das glücklichere Ende auf seiner Seite haben.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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