99ers-Coach Gustafsson: "Alles läuft gegen uns"

 

Am Freitag wirkte es zumindest 20 Minuten lang so, als seien die Graz99ers wieder ein funktionierendes Eishockey-Team. Beim 4:5 nach Penalties gegen Red Bull Salzburg sorgten vier Treffer im letzten Drittel noch für einen Punktgewinn - und eine Moralansage von Coach Jens Gustafsson (HIER nachlesen>>>).

Zwei Tage später war davon überhaupt nichts mehr zu merken. Beim VSV setzte es ein 3:8 für völlig hilflose Murstädter, die sich damit auch die Rote Laterne einfingen und zu keinem Zeitpunkt ebenbürtig schienen - auch wenn Gustafsson in den ersten 20 Minuten ein "ausgeglichenes Spiel" sah.

"Sie haben dann mit 20 Sekunden Zeit auf der Uhr getroffen, nachdem wir einen schlechten Wechsel gemacht haben. Dann schossen wir ein glückliches Tor zum Ausgleich. Nach dem 1:2 haben wir aber unser Konzept völlig verloren und jede Menge individueller Fehler gemacht", grummelte der Schwede.

Der die Schuld für den Ausgang des Spiels aber nicht nur im desolaten Auftreten seiner Mannschaft sah: "Momentan fühlt es sich so an, als ob alles gegen uns läuft, was gegen uns laufen kann. Ich finde, die Referees waren furchtbar heute. Wir hatten kein einziges Powerplay."

Dennoch müssten sich seine Mannen nach der vierten Niederlage in Folge "einfach besser an den Plan halten". Noch ist das Mittelfeld nämlich in Reichweite - aber mit der Auswärtsfahrt nach Bratislava und den Heimspielen gegen Salzburg sowie den Tabellenführer aus Ljubljana stehen in den nächsten neun Tagen keine einfachen Aufgaben an, ehe es schon wieder nach Villach geht.

Kleine Änderung - große Wirkung

Dort schweben die Adler gegenwärtig über allen Wolken. Im Oktober gelang dem VSV der Durchbruch, elf Punkte aus fünf Spielen und satte 28 geschossene Tore - wird der Saisonstart herausgerechnet, würden die Kärntner an der Tabellenspitze mitspielen.

Der Unterschied zu Saisonbeginn ist laut Rob Daum einfach zu beschreiben: "Wir machen jetzt die Tore. Wir hatten auch zu Saisonbeginn viele Chancen, aber eine niedrige Schusseffizienz. Die letzten paar Spiele hat sich das dramatisch geändert."

Der Schlüssel zu höherem wird sein, diese Performance aufrechtzuerhalten. Jetzt einmal ein rundum gelungenes Wochenende abgeliefert zu haben, könnte im Kleinen ein erster Schritt dorthin gewesen sein.

"Wir haben am Freitag eine gute Performance gezeigt, und in anderen Jahren hätten wir das mit einer schlechteren Leistung am Sonntag ausgeglichen. Das war heute nicht der Fall", freute sich Daum.

Allerdings wartet am Freitag die derzeit größtmögliche Bewährungsprobe auf den VSV: Die Fahrt nach Ljubljana zum Tabellenführer.

Die Highlights der 10. ICE-Runde im VIDEO:

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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