Olimpija Ljubljana (4., 17) – Josh Lawrence (W, 24)
Mit 15 Punkten (8 Tore davon) der derzeitige Topscorer in der Liga. Klein von Gestalt, aber wie angekündigt ein Speedster vor dem Herren. Schon letztes Jahr ein Schlüsselspieler beim slowakischen Meister HK Nitra. Warum er dann nicht mehr dort spielt? Es war unmöglich, ein Polizeizeugnis aus Russland – wo er den Großteil der letzten Saison verbrachte – zu bekommen, was in der Slowakei für eine Fixanstellung Voraussetzung ist.
Milano HC (5., 16) – Jake Smith (T, 31)
Nach starkem Beginn kam der Liganeuling zuletzt – wegen Verletzungen und vielleicht auch Reisestrapazen – etwas ins Trudeln. Das lag nicht an Goalie Jake Smith, der wie am Sonntag gegen Bozen eine Unmenge an Paraden hinlegte. Hält sein athletischer Stil über die ganze Saison an? Der schönste Spagat unter den Ligagoalies...
HC Pustertal (6., 14) – Gunnarwolfe Fontaine (W/C, 25)
Die Wölfe gingen mit der Prämisse in die Off-Season, schneller zu werden – Fontaine, der aus der ECHL kam, trägt das seine dazu bei. Ein explosiver Spieler mit einem sehr guten Schuss. Noch offen, ob sein Hockey Sense auch für bessere Ligen reicht. Aber ohne Anpassungsprobleme und ein sehr guter Zuzug.
Vienna Capitals (7., 14) – Adam Reideborn (G, 33)
Bis auf ein 4:0 gegen Innsbruck und ein 2:6 gegen Milano alles Spiele mit einem Tor Unterschied für die Caps. Gar nicht auszumalen, wie die bisher mit der ursprünglich geplanten Goalie-Lösung ausgegangen wären. Zwei dauerverletzte Österreicher schwappten Reideborn nach Wien, er wird wohl bei Ende der Saison den Kasten nur in Ausnahmefällen verlassen dürfen. Die groß angekündigte Lösung mit einem rot-weiß-roten Duo verflog in Windeseile...
Graz 99ers (8., 14) – Nick Swaney (W, 29)
Eine harzige Saison bis jetzt für den regierenden Meister – Verletzungen kamen zu gewichtigen Abgängen im Sommer. Mit Swaney blieb aber (bis jetzt) ein Spieler fit, der auch immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen hatte. Egal ob in der CHL oder ICE – Swaney trifft und trifft, an seiner Energie gab es sowieso nie etwas auszusetzen.
Red Bull Salzburg (9., 13) – Ty Rattie (W, 33)
Noch kein einziges Spiel gespielt, aber schon der Hoffnungsträger für die Roten Bullen: Rattie, der erst Montag angekündigt wurde, bringt eine weit interessantere Vita mit als die restlichen Neu-Legionäre. Ein Playmaking Winger, der vorbereiten, aber auch selbst abschließen kann. Braucht defensive Unterstützung, eher einen Arbeiter denn einen Playmaker als Center (Benjamin Nissner?). Auch wichtig: Rattie gilt als sehr introvertiert, er und seine Frau müssen sich willkommen fühlen. Wenn das gelingt (und er in guter Verfassung ist), sollte er offensive Impulse setzen, die hohe Gegentoranzahl müssen andere korrigieren.
HC Innsbruck (10., 13) – Sam Harvey (G, 28)
Wie erwartet ein Schlüsselspieler für die Haie, wenn sie auf die Top-10 hoffen. Harvey wird so gut wie jedes Spiel bestreiten müssen, was er aber aus Bozen bereits gewohnt ist. Mit nicht einmal zwei erzielten Treffern pro Spiel – nicht, dass das überraschend kommt – hat der HCI keinerlei Spielraum für weiche Goalie- und Defensivleistungen.
VSV (11., 13) – Linus Andersson (W, 27)
Erst am Eis nicht einmal mit Suchhunden auszumachen, jetzt verletzt – der schwedische Winger (1 A in 7 Spielen) ist bis jetzt ein Mega-Flop. Andersson hatte auch in Schweden die Reputation, lange wegzutreten, sein Schuss (bis jetzt nicht zu sehen) machte ihn aber doch zu einem Streaky Scorer. Der VSV muss nehmen, was ihm angeboten wird, finanziell werden keine großen Rochaden mehr möglich sein. Wurde als “light player” angekündigt, was sich bis jetzt leider bestätigte.
Fehervar (12., 11) – Janos Hari (C, 34)
Wieder die wenigsten Tore in der Liga, wieder eine langsame Truppe – Fehervar steuert auf eine weitere schwache Saison zu. Mit Istvan Bartalis, Max Gerlach und Peter Vincze fehlt seit Saisonbeginn allerdings eine ganze Sturmlinie, einige Angreifer boxen daher oberhalb ihrer Gewichtsklasse. Doch Janos Hari wird mehr und mehr zum Gesicht einer über Jahre abfallenden Mannschaft – die Zeiten, als der Center spielend selbst Offensiv kreierte, dürften vorbei sein.
Ferencvaros Budapest (13., 10) – Bence Balizs (G, 36)
Wieder Verletzungen, dazu mussten Legionäre aus dem Billigsegment bestätigt bzw. neu geholt werden. Die Hoffnungen auf einen Playoff-Platz könnten früher als in der Vorsaison verblassen. Nur: Wenn man mit Bence Balizs als Einser-Goalie plant, kann das auch nicht reichen. Kein anderer Schlussmann der Liga gibt so viele fragwürdige Gegentore her. Sein Five-hole wirkt zeitweise wie ein Scheunentor.
Pioneers Vorarlberg (14., 1) – Guus van Nes (W, 29)
Zu Saisonbeginn noch mit einigen knappen und unglücklichen Niederlagen scheinen die Spiele für die Pioneers jetzt wie erwartet klarer auszufallen – nicht, dass das irgendwie überraschend käme. In der Reihe der "neuen" Legionäre ragt Heimkehrer Guus Van Nes mit mehr als einem Punkt pro Spiel oft als Alleinunterhalter hervor. Privat hat er im Ländle sein Glück gefunden, was am Eis passiert, kann er halt nur im Rahmen beeinflussen...