Capitals, Salzburg und KAC stehen vor Aufstieg

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Das Top-Trio der EBEL-Pick-Round steuert im Viertelfinale jeweils einem Sweep entgegen.

Sowohl die Vienna Capitals gegen den HC Innsbruck, als auch RB Salzburg gegen die Graz99ers legen den Grundstein für den Sieg im Mitteldrittel, in dem sie davonziehen. Weder in Wien (Endstand 7:4), noch in der Mozartstadt (5:1) wird es am Schluss noch einmal spannend.

Das 3:0 des KAC gegen Znojmo ist über die gesamte Distanz nie in Gefahr. Linz muss den Heimvorteil durch ein 0:2 an Bozen abtreten.

Tore und Emotionen in Kagran

Das dritte Spiel zwischen den Vienna Capitals und dem HC Innsbruck hat nach dem 104-Minuten-Marathon von Dienstag wieder echtes Playoff-Feeling zu bieten, was diesmal eher an zahlreichen Toren und hochkommenden Emotionen liegen sollte.

Das ganze Spiel über im Fokus steht dabei Rafael Rotter. Bevor er mit kleinen Nicklichkeiten auffällt und in der Folge immer wieder zur Zielscheibe von Aggressionen wird, fällt der Flügelstürmer zuerst mit einem wundervollen Assist zum 1:0 durch Jerry Pollastrone auf (7.) - das einzige Tor in den ersten 20 Minuten.

Nur 28 Sekunden nach Wiederbeginn kündigen die Haie Gegenwehr an: Spurgeon sorgt für den Abstauber zum zwischenzeitlichen Ausgleich, das sollte im Laufe des restlichen Abends nicht erneut gelingen.

Nach zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Strafen schlagen die Caps eiskalt zu, Rotter (26./PP2) besorgt das umstrittene 2:1 - Kelsey Tessier hatte Goalie Andy Chiodo indirekt behindert - diesmal selbst. MacGregor Sharp legt im gleichen Powerplay nach (27./PP).

Riley Holzapfels fünfter Treffer der Viertelfinal-Serie (39.) scheint schon wie eine Vorentscheidung, aber Mario Huber (40.) nutzt einen konfusen Moment vor JP Lamoureux zum zweiten Tiroler Tor.

Im Schlussabschnitt beweisen die Capitals, dass sich Schnellstarts ebenso in ihrem Reportoire befinden - Pollastrone benötigt 41 Sekunden für seinen zweiten Treffer. Daraufhin scheinen die Haie gebrochen, Colin Bowmans 6:2 (53./PP) wird zwar binnen sieben Sekunden von Hunter Bishop beantwortet, bis zur Schlussminute passiert aber nichts mehr.

Benedikt Schennach verwertet ein Lamoureux-Blackout (60./SH), bevor Taylor Vause wie schon vor drei Tagen für den letzten Score der Partie sorgt - diesmal allerdings ohne die dazu passende Dramatik.

Verhängnisvolles Mitteldrittel

Wie schon am Mittwoch in Graz wird den 99ers auch in Salzburg das Mitteldrittel zum Verhängnis.

Allerdings dominieren die Red Bulls diesmal auch schon Abschnitt eins und gehen durch einen Powerplay-Treffer von Thomas Raffl (11.) in Führung. Generell nehmen die Steirer zu viele Strafen und sind insgesamt acht Mal in Unterzahl.

In der 18. Minute wird Andreas Kristler von Sven Klimbacher bei einem Breakaway gefoult, den folgenden Penaltyshot kann Sebastian Dahm aber parieren. Eine Minute später wird der vermeintliche Ausgleich von Oliver Setzinger aberkannt.

Der starke Salzburger Mittelabschnitt wird durch Bill Thomas bereits nach 26 Sekunden mit dem 2:0 eingeläutet. Nach Ryan Duncans (27./PP) Treffer zum 3:0 kann Setzinger (32.) kurzfristig verkürzen, doch Dominique Heinrich (38.) zerstört die letzten Grazer Hoffnungen.

Knapp sechs Minuten vor dem Ende geht Graz Headcoach Doug Mason volles Risiko, dies wird allerdings nicht mehr belohnt. Manuel Latusa (58.) trifft ins leere Tor und besorgt seinen Salzburgern am Sonntag den ersten Matchpuck.

KAC-Sieg nie in Gefahr

Der KAC hat das dritte Duell mit Znojmo von der ersten Minute an unter Kontrolle. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es nach Treffern von Ziga Pance (6.) - nach toller Vorarbeit von Marco Richter - und Thomas Koch (9.) bereits nach 10 Minuten 2:0 steht.

In weiterer Folge der Partie haben es die roten Adler aus Tschechien vor allem Goalie Marek Schwarz zu verdanken, dass nicht schon viel früher alles entschieden ist. Er zeigt ein ums andere Mal Weltklasse-Paraden und rettet unter anderem bei Großchancen von Patrick Harand, Manuel Ganahl und Pance.

In der 42. Minute ist er bei einem Backhand-Abschluss von Stefan Geier aber machtlos.

Nach diesem Treffer zum 3:0 ist die Luft aus der Partie entwichen, der Rekordmeister bringt das Shutout für Duba (22 Saves) sicher über die Zeit.

Erst lange nichts - und dann der Schock

Ganz bitter verläuft der Abend für die Fans in der Linzer Keine-Sorgen-Eisarena. Nicht nur, dass sie 57 Minuten lang keinen einzigen Treffer zu sehen bekommen – ihre Mannschaft unterliegt trotz langer Dominanz auch noch.

Nach einem verhaltenen Beginn erarbeiten sich die Black Wings langsam ein Übergewicht, ohne den HC Bozen in Sachen Gefährlichkeit auszustechen. Ein Powerplay sorgt für den offensiven Weckruf für die Stahlstädter, den sie aber nicht ummünzen können.

Auch nach der ersten Pause finden lange Phasen der Partie im Angriffsdrittel vor dem Südtiroler Goalie Marcel Melichercik statt. Die beste Möglichkeit findet jedoch Clark Seymour vor, dessen Schlagschuss an die Stange klatscht (25.).

Letzten Endes schafft es die Daum-Truppe nicht, auch nur einen von 19 Torschüssen des Mitteldrittels im Kasten unterzubringen.

Im Schlussabschnitt scheint das Pendel zuerst zugunsten der Black Wings auszuschlagen, aber Brett McLeans Schlittschuhtreffer wird von den Referees nicht anerkannt (42.).

Als viele mit einer Overtime rechnen, sticht Brodie Reid eiskalt zu (57.) und zwingt die Hausherren zu erhöhtem Risiko, das sich nicht bezahlt macht. Marco Insam beschließt mit seinem Empty-Netter (60.) den ersten Bozner Auswärtssieg 2017 im elften Spiel.

Damit wandert das Heimrecht zu den Foxes, Linz muss zumindest einmal auswärts siegen, um noch ins Halbfinale einziehen zu können.

Textquelle: © LAOLA1.at

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