Biathlon-Cheftrainer Groß: "Wollen eine Medaille"

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Das Warten auf die 51. Biathlon-Weltmeisterschaft nimmt am Donnerstag ein Ende.

Vom 13. bis 23. Februar kämpft das ÖSV-Team mit Außenseiterchancen in Antholz in Südtirol um Gold, Silber und Bronze. Medaillenhoffnungen dürfen sich Julian Eberhard und Kollegen nach Rang drei in Ruhpolding am ehesten in der Staffel machen.

Um auch in den Einzelrennen in den erwarteten Schlagabtausch zwischen Johannes Thingnes Bö und Martin Fourcade eingreifen zu können, muss eine Steigerung her.

Groß: "Jedes Rennen bietet eine Chance"

Cheftrainer Ricco Groß ist nach den im Jänner ansteigenden Leistungen zuversichtlich. "Das Ziel ist klar: Wir wollen mit einer Medaille aus Antholz heimfahren. Vor allem in den verschiedenen Staffel-Formaten haben wir bereits im Weltcup angedeutet, dass einiges möglich ist. In den Individual-Rennen ist natürlich Julian aufgrund seines Leistungsvermögens in der Loipe ein Medaillenkandidat, aber jedes Rennen bietet eine Chance", sagte der Deutsche.

Der angesprochene Eberhard lieferte zwar in diesem Weltcup-Winter wieder einige Toplaufzeiten ab, der Massenstart-WM-Dritte des Vorjahres verfehlte aber zumeist zu viele Scheiben. "Bei einer WM geht es einzig und allein um Medaillen, deshalb heißt es Alles oder Nichts. Für eine Medaille braucht es auf alle Fälle eine außergewöhnliche Vorstellung", erklärte der Salzburger.

Spannend werde gegen Ende der elftägigen WM auch sein, wer in der Höhenlage von 1.600 m am besten mit den Kräften haushalten könne.

Hauser: "Von der Medaille rede ich nicht"

Umgekehrt sind die Voraussetzungen bei Simon Eder. Der Routinier ist nach wie vor einer der Topschützen, vermag in der Loipe aber nicht ganz mit den Schnellsten mitzuhalten. Eder, 2016 und 2017 in Hochfilzen WM-Medaillengewinner, darf sich am ehesten über 20 km und im Verbund mit Lisa Hauser im Single-Mixed etwas ausrechnen.

In der neuesten WM-Disziplin haben Hauser/Eder zuletzt in Pokljuka mit Rang drei wie auch schon in den vergangenen Jahren einen Podestplatz geschafft. Allerdings wird der Bewerb bei der WM aufgrund des Zeitplans getrennt von der zum WM-Auftakt angesetzten Vierer-Mixed-Staffel deutlich besser besetzt sein als im Weltcup.

Hauser sieht sich in den Einzelbewerben trotz einer guten Generalprobe mit zwei siebenten Rängen in Pokljuka nicht als Edelmetallanwärterin. "Von der Medaille rede ich nicht, da hätte ich bereits im Weltcup einmal auf dem Stockerl stehen müssen. Das müsste ein wirklich perfekter Tag sein", so die Tirolerin, deren bestes WM-Ergebnis einen siebenter Rang über 15 km aus dem Vorjahr ist.

Anders als Hauser gelangen Katharina Innerhofer nach gutem Saisonbeginn zuletzt aufgrund schlechter Trefferquote keine Spitzenergebnisse mehr.

ÖSV-Jungstar Leitner will "Favoriten ärgern"

Mit gedämpften Erwartungen muss sich einmal mehr Dominik Landertinger zufriedengeben. Der mehrfache WM-Medaillengewinner schlägt sich bereits die gesamte Saison mit muskulären Problemen als Folge eines Bandscheibenvorfalls herum.

In der Staffel hält der Ex-Weltmeister einen Stockerlplatz aber für möglich. "Das Ziel muss sicherlich die Medaille sein. Wenn wir alle einen guten Tag erwischen, haben wir ein sehr gutes Potenzial, auch wenn die Konkurrenz unheimlich groß ist", meinte Landertinger, der 2017 bei der Heim-WM mit dem ÖSV-Quartett Dritter war. "Die Favoriten zu ärgern, wäre schon schön", meinte auch ÖSV-Jungstar Felix Leitner.

Großes Duell zwischen Bö und Fourcade

Das Duell um den Status des WM-Superstars dürften einmal mehr der sechsfache Saisonsieger Bö und der im Jänner wiedererstarkte fünfmalige Gewinner Fourcade unter sich ausmachen. Einige ihrer Herausforderer kommen mit mehreren Norwegern um Tarjei Bö und Franzosen um Quentin Fillon Maillet aus dem jeweils eigenen Lager.

Bei den Damen ist Tiril Eckhoff die große Gejagte, die norwegische Seriensiegerin war aber zuletzt in Pokljuka krank. Zweieinhalb Wochen Pause sollte aber genug gewesen sein, um Lokalmatadorin Dorothea Wierer, Hanna Öberg und Co. wieder auf Trab halten zu können.

Datum, Uhrzeit Programm Herren Programm Damen
Donnerstag, 13. Februar, 14:45 Uhr Mixed-Staffel (2x 6 km + 2x 6 km) Mixed-Staffel (2x 6 km + 2x 6 km)
Freitag, 14. Februar, 14:45 Uhr Sprint (7,5 km)
Samstag, 15. Februar, 14:45 Uhr Sprint (10 km)
Sonntag, 16. Februar, 13 Uhr Verfolgung (10 km)
Sonntag, 16. Februar, 15:15 Uhr Verfolgung (12,5 km)
Dienstag, 18. Februar, 14:15 Uhr Einzel (15 km)
Mittwoch, 19. Februar, 14:15 Uhr Einzel (20 km)
Donnerstag, 20. Februar, 15:15 Uhr Single-Mixed-Staffel (6 km + 7,5 km) Single-Mixed-Staffel (6 km + 7,5 km)
Samstag, 22. Februar, 11:45 Uhr Staffel (4x 6 km)
Samstag, 22. Februar, 14:45 Uhr Staffel (4x 7,5 km)
Sonntag, 23. Februar, 12:45 Uhr Massenstart (12,5 km)
Sonntag, 23. Februar, 15:20 Uhr Massenstart (15 km)
Textquelle: © LAOLA1.at

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