Hauser ist von sich selbst überrascht
Für sie selbst unerwartet hat Hauser ihr hohes Laufniveau nach ihren fünf Weltcup-Podestplätzen im Jänner samt Sieg in Antholz in den zwei Wochen bis zur WM nicht nur halten, sondern sogar noch etwas steigern können.
"Es war schwierig, die Laufform rüberzubringen, aber wie es jetzt gerade ausschaut, ist sie sogar ein bisschen besser als im Jänner, von dem her hat es mich selber ein bisschen überrascht. Es ist irrsinnig cool für mich zu laufen, es macht Spass - das Einzelrennen kann kommen", freut sie sich über ihre anhaltend gute Verfassung. Diese hatte sie am Sonntag bei ihrem Lauf von Platz neun im Sprint zu Silber in der Verfolgung mit viertbester Laufzeit und einer famosen Schlussrunde eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Hauser: "Top 15, damit wäre ich zufrieden"
Titelverteidigerin im Einzel ist die Südtirolerin Dorothea Wierer. Als schärfste Konkurrentinnen um die Medaillen schätzt Hauser die in Sprint und Verfolgung noch leer ausgegangene Norwegerin Marte Olsbu Röiseland, die deutsche Topschützin Franziska Preuß und mehrere Französinnen ein. Man dürfe aber nicht vergessen, dass 100 Athletinnen am Start stehen, deshalb lautet ihre Devise nach wie vor: "Top 15, damit wäre ich zufrieden."
Während Hauser diesbezüglich tiefstapeln kann, ist ein ebensolches Ergebnis auch Dunja Zdouc zuzutrauen. Denn die treffsichere Kärntnerin ist in der Verfolgung ohne Schießfehler vom 38. auf den elften Rang gekommen. Zdouc verfügt aber nicht über das Laufniveau von Hauser. Bei idealem Verlauf könnte sie aber dennoch erstmals bei einer WM in die Top Ten kommen. 2017 in Hochfilzen war Zdouc im Einzel schon einmal Elfte.